Fachbereich Wirtschaftswissenschaft

Top News

02.09.2019

L’économie en débat – Wirtschaft einmal anders

Drei Jahre ist es her, seit zwei Tübinger Studentinnen beschlossen haben, ihre zweite Fremdsprache Französisch zu verbessern. Was anfangs nur als privates Treffen gedacht war, entwickelte sich nach und nach zu einer Hochschulgruppe. Wiebke ist seit einem knappen Jahr Mitglied bei Écondébat und erzählt worum es geht.

WiWi-NEWS: Wie sieht ein wöchentliches Treffen bei euch aus?

Wiebke: Bei einer normalen Séance haben wir zuerst den sogenannten „Speed Dating“ Block. Da gibt es unverfängliche Fragen zum Alltag, die besprochen werden. Etwa „Was war dein Lieblingsfach in der Schule?“. Danach lesen wir Artikel aus tagesaktuellen Zeitungen, meistens aus Le Monde und Le Figaro. Wenn alles nach Plan läuft, haben zwei den gleichen Artikel und tauschen sich aus. Passend zum Thema gibt es jedes Mal ein oder zwei Leitfragen, die man mit einer anderen Gruppe, die einen anderen Artikel hat, diskutiert. Das können gegensätzliche Standpunkte oder unterschiedliche Sichtweisen sein. Im Jahr gibt es auch feste Termine, an denen wir nach unserer Séance gemeinsam in den Bierkeller gehen oder Themenabende mit landestypischem Essen veranstalten.

 

Welche Themen behandelt ihr?

Vor allem politische und wirtschaftliche Themen. Wir heißen ja ÉCONdébat. Vorrangig geht es aber darum, Französisch zu sprechen und die Sprache am Leben zu erhalten. Denn im Gegensatz zu Englisch braucht man Französisch nicht mehr so oft. Es wäre schade, wenn das Interesse für diese Sprache abnehmen würde. Dementsprechend wenden wir einmal pro Woche eine Stunde lang Französisch praktisch an.

 

Wem würdest du ÉCONdébat empfehlen?

Man sollte sich ein bisschen für das Tagesgeschehen interessieren, aber man braucht keine speziellen Vorkenntnisse, denn Fragen kann man im Gespräch klären. Unsere Mitglieder kommen aus allen Fachbereichen. Sonst: Einfach Spaß an der Sache! Jeder der Lust hat, kann dazukommen, auch während des Semesters.

 

Brauche ich ein bestimmtes Sprachniveau, um an den Diskussionen teilzunehmen?

Wir haben sehr unterschiedliche Sprachniveaus. Ich finde, dass mein Französisch tatsächlich seit der Schule eingeschlafen ist. Andere wiederum wenden es im Alltag ganz aktiv an, weil ein Elternteil Französisch spricht. Meiner Erfahrung nach macht das aber überhaupt nichts, es hilft eher. Ich merke, dass sich mein Französisch durch die wöchentlichen Treffen von ÉCONdébat und das aktive Sprechen wieder verbessert.

 

Was können Studierende aus euren Treffen mitnehmen?

Bei uns kann man in entspannter Atmosphäre sein Französisch verbessern. Da wir nahe an der Grenze wohnen, empfinde ich es als eine wichtige und außerdem sehr schöne Fremdsprache. Eine Teilnahmebescheinigung sieht bei einer Bewerbung auch immer gut aus. Zusätzlich bekommt man durch das Lesen der Artikel ein Grundverständnis für neue Bereiche und kann sein Wissen erweitern. Gerade wenn man in die internationale Wirtschaft schaut, ist Französisch eine bedeutende Sprache und auf EU-Ebene wird in diversen Bereichen Französisch gesprochen.

Wir freuen uns auf jeden, der bei uns vorbeischaut und mitmachen möchte!

 

Das Interview führte Laura Scherer.

Zurück