Fachbereich Wirtschaftswissenschaft

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16.09.2019

Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe – hier werden WiWis gebraucht

Humanitäre Hilfe – Medien berichten über Katastrophen und rufen zum Spenden auf. Wie aber werden diese Gelder zweckmäßig eingesetzt? Wie wird Hilfe kurz- oder langfristig organisiert? Und welche Rolle können WiWi-Absolventen/innen in dieser Arbeit spielen? Um diese und andere Fragen ging es in dem Workshop.

Für Wirtschafts-Absolventen/innen stehen vor allem in den Bereichen Finanzen, Buchhaltung, Projektmanagement, Personal und Logistik viele Türen offen. Das Thema Logistik wurde speziell aufgegriffen und anhand einer Case Study, bei der die Planung eines Transports von einer Tonne Hilfsgüter in Afghanistan bewältigt werden musste, verdeutlicht.

Qualifikation für dieses Berufsfeld

Klar wurde nach dem eindrücklichen und persönlichen Tag, dass es zwar viele Berufsmöglichkeiten gibt, der Einstieg jedoch nicht einfach ist, da oft Berufserfahrung vorausgesetzt wird. Wichtig ist es, durch persönliches Engagement hervorzustechen und durch ehrenamtliche Mithilfe in Hilfsprojekten Arbeitserfahrung zu sammeln. Um sich für dieses Berufsfeld weiter zu qualifizieren, ist ein Master in Humanitärer Hilfe hilfreich. Derzeit bietet in Deutschland nur die Ruhr-Universität Bochum den Master-Abschluss in International Humanitarian Action an. Wenn man den Sprung in dieses Berufsfeld geschafft hat, stehen Tätigkeiten offen, die tendenziell temporärer Natur sind, da sie oft projektbezogen sind. Durch begrenzte Finanzierung gibt es selten Personalentwicklungsprogramme.

Andreas Kling, der Referent, hat selbst BWL studiert und war unter anderem in Projekten im ehemaligen Jugoslawien und in Afghanistan tätig. Er verdeutlichte, wie erfüllend und spannend dieses Berufsfeld sein kann.

 

Text: Lisa Dufner, Bild: Ramona Gresch

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