Fachbereich Wirtschaftswissenschaft

Top News

13.09.2019

Netzwerke - Über sieben Ecken kennt jeder den Papst

Netzwerken, oder Networking, ist ein wichtiges Thema in unserer heutigen Gesellschaft – auch für Wirtschaftswissenschaftler/innen. Denn ein gutes Netzwerk bringt viele Vorteile mit sich, beispielsweise einen schnellen Informationsfluss über Neuerungen und Möglichkeiten, den direkten Kontakt zu Experten und Beratern sowie zu potenziellen Kunden.

Früher nannte man es „Vitamin B“

Wie wichtig Netzwerken ist, zeigte eine Studie des Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Diese besagt, dass im vierten Quartal 2016 bundesweit jede dritte Stelle durch persönliche Kontakte vergeben wurde – in Kleinbetrieben bis 50 Personen sei sogar jede zweite Stelle so vergeben worden.

Wie man ein Netzwerk aufbaut

Die Vorteile des Netzwerkens liegen auf der Hand, doch der Aufbau eines persönlichen Netzwerks ist keine einfache Aufgabe. Networking gilt als eine langfristige Investition und ist damit eher vergleichbar mit der Landwirtschaft als einer Jagd. Nur wer mit Mühe und Stetigkeit bei der Sache bleibt, wird die Effekte aus seinem Netzwerk voll nutzen können. Für Studierende stellt das Netzwerken eine große Herausforderung dar, weil sie am Anfang ihrer Laufbahn stehen und auf wenige Kontakte zurückgreifen können. Für sie ist es wichtig zu verstehen, dass Networking ein Softskill und keine Charaktereigenschaft ist – also etwas das man erlernen kann. Gutes Netzwerken besteht laut der Internetseite karrierehelden.de aus der Kapazität, Nervosität zu überwinden, authentisches Interesse an Anderen zu haben und die Etiquette zu kennen.

Events zum Netzwerken am FB WiWi

Die Unternehmenskontaktstelle des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaft unterstützt Studierende mit Workshops oder Karrieremessen dabei, Erfahrungen zu sammeln und sich auszutesten. „Studierende unterschätzen häufig den Übungswert solcher Veranstaltungen und kommen erst dann zu uns, wenn es um ein konkretes Praktikum oder einen Direkteinstieg nach dem Studium geht“, erläutert Ramona Gresch, Referentin für Unternehmenskontakte. Diejenigen, die sich bereits früh im Studium interessieren, haben nicht nur mehr Orientierung, welche Richtung für sie beruflich interessant sein könnte, sondern auch mehr Erfahrung und Übung darin, Gespräche mit Firmenvertretern zu führen. Geht es dann in die Bewerbungsphase, können sie bereits ihr Netzwerk aktivieren.

Seinen Jahrgang und Alumni kennen

Ebenso wichtig wie die Kontakte zu Unternehmen, sind Kontakte unter Studierenden und Alumni. Die Tübinger Absolventen gehen in breit gefächerte Richtungen, von der Politik oder Wirtschaftsforschung bis zu diversen Bereichen in der Privatwirtschaft – und ins Ausland. Einige Tübinger treffen später erneut im beruflichen Kontext aufeinander. Das Alumni-Referat und das WiWi-Netzwerk Tübingen e.V. haben sich das Ziel gesetzt, ein aktives Netzwerk aus Ehemaligen aufzubauen und stetig zu erweitern. Beide Stellen fördern durch Veranstaltungen wie das List-Fest, die Alumni-Reuinion sowie durch soziale Medien bei Xing und LinkedIn den Austausch in den Alumnigruppen.

Studierende spüren bei Veranstaltungen wie Alumni Erzählen, bei der Ehemalige über ihren Werdegang berichten, den Mehrwert einen Netzwerkes und können Kontakte knüpfen. Letztlich kann  die Universität das Netzwerken jedoch nur anregen. Studierende sind selbst dafür verantwortlich, den Wert eines Netzwerks zu erkennen und sich dafür zu engagieren – eine Aufgabe, die ihnen niemand abnehmen kann.

Text: Sandra Wilde, Bild: Alumni Netzwerk

Zurück