Uni-Tübingen

Coronakrise - Informationen und Maßnahmen für Menschen mit Familienpflichten

Kinderbonus zusätzlich zum Kindergeld für alle

Um Familien in der Corona-Krise zu entlasten, erhalten diese für jedes Kind, für das im Monat September 2020 ein Anspruch auf Kindergeld besteht, einen Kinderbonus in Höhe von insgesamt 300 Euro, ausgezahlt in 2 Raten – einmalig je 150 Euro im Monat September und im Monat Oktober. Ein Anspruch in Höhe von insgesamt 300 Euro für das Kalenderjahr 2020 besteht auch für ein Kind, für das nicht für den Monat September 2020, jedoch für mindestens einen anderen Kalendermonat im Kalenderjahr 2020 ein Anspruch auf Kindergeld besteht. Hierfür wird § 6 des Bundeskindergeldgesetzes angepasst.

Der Kinderbonus wird versteuert, jedoch nicht auf Sozialleistungen angerechnet. Dies bedeutet laut Presseerklärung des BMFSFJ vom 12.06.2020, dass die 300 Euro nicht auf Leistungen nach dem SGB II oder auf den Unterhaltsvorschuss angerechnet und beim Kinderzuschlag und dem Wohngeld nicht als Einkommen berücksichtigt werden.

Informationen für studierende Eltern

Seit 27.04.2020 ist die Satzung zur Erweiterung aller Studien- und Prüfungsordnungen an der Universität Tübingen zum Umgang mit der Corona-Pandemie (Satzung für Lehre und Prüfung SoSe 2020) in Kraft getreten. Hier finden Sie Informationen zu allen Flexibilitätsmöglichkeiten aufgrund der Coronakrise, Prüfungsfristen, Prüfungsformen, Ersatzleistungen, Bearbeitungsfristen, Höchstsemesterfristen, Zulassungsvoraussetzungen und vieles mehr.

Studierende, die eine Prüfungsfristverlängerung benötigen, da Sie aufgrund von Kita- und Schulschließungen ihre Kinder aktuell zuhause betreuen müssen, können einen formlosen Antrag an das jeweilige Prüfungsamt zur Fristverlängerung, inklusive Angabe zum gewünschten Zeitraum stellen. Eine Kopie der Geburtsurkunde des/der Kindes/r ist dem Antrag beizulegen.

Informationen für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler

Übergangsregelung zum Wissenschaftszeitvertragsgesetz

Das Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) wurde aufgrund der aktuellen Ausnahmesituation um zwei zeitlich begrenzte Übergangsregelungen ergänzt:

Die Höchstbefristungsgrenze für wissenschaftliches Personal in der Qualifizierungsphase, das zu einem Zeitpunkt zwischen dem 1. März 2020 und dem 30. September 2020 ein nach § 2 Abs. 1 WissZeitVG (Qualifizierung) befristetes Arbeitsverhältnis hatte, verlängert sich aufgrund der pandemiebedingten Einschränkungen des Hochschul- und Wissenschaftsbetriebs um 12 Monate.

Die Höchstbefristungsgrenze für wissenschaftliches Personal in der Qualifizierungsphase, das zwischen dem 01.Oktober 2020 und 31.März 2021 neu in ein nach § 2 Abs. 1 WissZeitVG (Qualifizierung) befristetes Arbeitsverhältnis eintritt/eingetreten ist, verlängert sich um 6 Monate.

Achtung: Ein Anspruch auf Verlängerung des bestehenden Arbeitsvertrags oder eine automatische Verlängerung ist mit dieser Regelung nicht verbunden.  Hierfür ist ein Antrag des/der zuständigen Vorgesetzten notwendig. Weitere Informationen zu den Regelungen und dem Verfahren der Vertragsverlängerung finden Sie in den Rundschreiben Nr.11 und Nr. 16.

Für Verlängerungen der Arbeitsverträge von Beamt*innen auf Zeit gilt;

Mit der Änderung des LHG § 45 Abs 6 am 24.06.2020 wude die Möglichkeit geschaffen, die Zeitbeamt*innenverhältnisse der Juniorprofessor*innen und der akademischen Rät*innen, die vom 01. März 2020 bis zum 30. September 2020 in einem Beamtenverhältnis standen auf Antrag um bis zu sechs Monate zu verlängern. Nähere Informationen vergl. Rundschreiben des Kanzlers Nr. 13 vom 10.07.2020

 

Corona und pflegende Angehörige

Die Corona-Krise belastet die Familien von Pflegebedürftigen schwer. Daher wird die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf bis Ende September vereinfacht. Angehörige, die Pflegebedürftige in der Corona-Krise zu Hause betreuen und zugleich erwerbstätig sind, werden besser unterstützt.
 

Der Gesetzentwurf regelt im Einzelnen:
 1. Bessere Unterstützung zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf in einer akuten Pflegesituation
a) Pflegeunterstützungsgeld wird verlängert auf 20 Tage (bis zum 30. September 2020) und Zugang vereinfacht. Pflegeunterstützungsgeld wird bis zum 30. September 2020 auch gewährt, wenn ein Engpass in der pflegerischen Versorgung entstanden ist, den die Angehörigen im Zuge der COVID-19-Pandemie nur selbst auffangen können.

b) Kurzzeitige Arbeitsverhinderung wird auf 20 Tagen verlängert. Voraussetzung ist, dass eine pandemiebedingte akute Pflegesituation besteht, die bewältigt werden muss. So wird pflegenden Angehörigen mehr Zeit eingeräumt, um die Pflege zu Hause sicherzustellen oder neu zu organisieren, wenn z. B. wegen der COVID-19-Pandemie Tagespflegeeinrichtungen geschlossen wurden oder ambulante Pflegedienste nicht mehr in dem gewohnten Umfang arbeiten. Die Regelung ist bis 30. September 2020 befristet.

 2. Flexibilisierungen bei Familienpflegezeit und PflegezeitBeschäftigte, die gleichzeitig Pflegeaufgaben übernehmen, werden befristet bis zum 30. September die Möglichkeit erhalten, mit Zustimmung des Arbeitgebers Familienpflegezeit und Pflegezeit flexibler zu nutzen.

3. Berücksichtigung von Einkommenseinbußen bei der finanziellen Förderung durch zinslose Darlehen nach dem Familienpflegezeitgesetz.

Mehr Informationen

Vergabe von Arbeitsplätzen in der UB

Wenn Sie aufgrund Ihrer familiären Situation (z.B. Sie können nicht ungestört zu Hause arbeiten, da Kinder zuhause betreut werden) auf einen Arbeitsplatz in der UB (Text auf der Seite ganz unten) angewiesen sind, versuchen Sie sich zunächst über das Buchungssystem der UB eine Nutzungszeit zu buchen. Wenn alle Plätze belegt sind, wenden Sie sich bitte mit Begründung per Mail an information@ub.uni-tuebingen.de 

Bitte machen Sie von dieser Möglichkeit Gebrauch!

 

Finanzielle Hilfen

Zinslose Darlehen

Für Studierende, die aufgrund der Corona-Krise in eine finanzielle Notsituation geraten sind, hat das Studierendenwerk jetzt ein Corona-Darlehen zur schnellen und unkomplizierten Hilfe mit gelockerten Vergabekriterien aufgelegt.

 

Auch der Hildegardis-Verein vergibt zinslose Darlehen fächerübergreifend und unabhängig von der Nationalität an Frauen. Voraussetzung ist, dass die Studentinnen einer christlichen Konfession angehören. Anlässlich der besonderen Situation in der Corona Krise wurde das bestehende Eilverfahren ausgeweitet. Das vereinfachte Verfahren umfasst eine Förderung bis zu 3.000 Euro. 

 

Corona Notfall KIZ (Kinderzuschlag)

Der Kinderzuschlag unterstützt Alleinerziehende und Familien mit wenig Einkommen. Den Antrag können Sie online stellen. Welche Regelungen bei wegfallendem Einkommen durch die Corona-Pandemie ab dem 1. April gelten, erfahren Sie hier.

 

KfW zinsloses Dahrlehen

Studierende können ab Anfang Mai bei der KfW ein zinsloses Darlehen beantragen. Das zinslose Darlehen hat eine Höhe von bis zu 650 Euro im Monat. Das Darlehen kann unbürokratisch online beantragt werden. Damit können Studierenden eine Überbrückungshilfe rasch in Anspreuch nehmen.

Elterngeld und Corona

Die Corona-Krise hat für viele Eltern Unsicherheiten beim Elterngeld mit sich gebracht. Eltern in systemrelevanten Berufen werden an ihrem Arbeitsplatz dringend benötigt und müssen mehr arbeiten als vorgesehen. Andere wiederum sind freigestellt oder in Kurzarbeit.

Beim Thema Elterngeld soll es für Eltern durch die Cornakrise keine Nachteile geben.

Ausführliche Informationen

Informationen und Hilfsangebote der Stadt Tübingen

Die Stadtverwaltung hat eine Telefonnummer eingerichtet, bei der sich alle melden können, die in der Corona-Krise Hilfe brauchen oder Hilfe anbieten wollen. Besetzt ist das neue Corona-Telefon immer montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr. Die Telefonnummer lautet 07071 204-1010. Auch per E-Mail kann man sich an den neuen Hilfsdienst wenden. Die Adresse lautet: corona.soziales@tuebingen.de.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier