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10.03.2015

Was Mädchen über Mathe denken

Studie erklärt geschlechterspezifische Motivationsunterschiede

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Mädchen sehen den Nutzen von Mathematik vor allem für die Schule, aber nicht für das weitere Leben. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Hector-Instituts für Empirische Bildungsforschung und der Exzellenz-Graduiertenschule LEAD, die jetzt in der Fachzeitschrift Journal of Educational Psychology erschienen ist. Die Untersuchung liefert Hinweise darauf, warum Männer in mathematisch orientierten Berufen deutlich stärker repräsentiert sind als Frauen und auch, wie man Mädchen für Mathematik motivieren kann.

Mädchen, so zeigt die Studie, haben in Teilbereichen durchaus genauso hohe Wertüberzeugungen im Fach Mathematik wie Jungen – allerdings betrachten sie den Nutzen des Faches eher als kurzfristig. Während also beide Geschlechter den schulischen Leistungen in diesem Fach die gleiche Bedeutung zumessen, nehmen Mädchen Mathematik als ein eher unattraktives Fach wahr, das ihnen persönlich weniger bedeutet als Jungen und das sie außerdem für ihre Zukunft als weniger nützlich empfinden.

Über die Studie berichten die Südwest Presse, das Schwäbische Tagblatt und der Reutlinger General-Anzeiger. Auch die dpa greift die Studie in einer Meldung zum aktuellen OECD-Bildungsbericht auf.

Originalpublikation:

Gaspard, H., Dicke, A.-L., Flunger, B., Schreier, B., Häfner, I., Trautwein, U. & Nagengast, B. (2014). More value through greater differentiation: Gender differences in value beliefs about math. Journal of Educational Psychology, Advance online publication. doi: 10.1037/edu0000003

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