Exzellenzinitiative

Juniorprofessuren


Prof. Dr. Carla Cederbaum

Juniorprofessorin für Differentialgeometrie und Mathematische Relativitätstheorie

Meine Forschungsinteressen liegen an der Schnittstelle zwischen Differentialgeometrie, Geometrischer Analysis und Allgemeiner Relativitätstheorie. Momentan verfolge ich drei Hauptforschungsfelder: Erstens interessiert mich die mathematische Modellierung und Untersuchung astrophysikalisch relevanter relativistischer Phänomene. Zweitens untersuche ich die Herleitung und Lösung von geometrischen partiellen Differentialgleichungen, die hilfreich sind, um klassische physikalische Konzepte, wie zum Beispiel den Schwerpunkt eines Objekts, in die Allgemeine Relativitätstheorie zu übertragen. Mein drittes Hauptforschungsfeld ist die Untersuchung der Beziehung zwischen verschiedenen physikalischen und geometrischen Parametern von Objekten wie beispielsweise Schwarzen Löchern. Homepage

Prof. Dr. Erin Chernick

Institut für Organische Chemie

In Bearbeitung.

Prof. Dr. Marie Duboc

Juniorprofessorin für Comparative Politics: Applied Transformation Research

Mein Forschungsinteresse liegt auf Nahostpolitik, die ich aus der Perspektive sozialer Bewegungen und kollektiver Handlungen betrachte. Besonders interessiert bin ich daran, zu untersuchen, wie soziopolitische Transformationen, die unter dem Einfluss wirtschaftspolitischer Konzepte entstehen, Mobilisierung beeinflussen. In meiner bisherigen Forschung habe ich Arbeiterproteste in Ägypten während der letzten Dekade der Herrschaft von Hosni Mubarak untersucht. Derzeit arbeite ich an einer sozialhistorischen Studie der Energiepolitiken in Nordafrika. Zur Homepage..

Prof. Dr. Jennifer Ewald

Juniorprofessorin für Molekulare Zellbiologie

Mein Hauptforschungsinteresse liegt darauf, wie Zellen ihren Stoffwechsel mit anderen zellulären Prozessen koordinieren. Bei vielen Krankheiten wie Krebs oder vorzeitigem Altern kann ein veränderter Zellstoffwechsel sowohl Ursache als auch Auswirkung einer Störung der Zellfunktion sein. Im Modellorganismus Bäckerhefe möchte ich verstehen, wie der Stoffwechsel reguliert wird, um die normale Zellfunktion zu unterstützen. Derzeit konzentrieren wir uns darauf, wie der Stoffwechsel den Zellteilungszyklus versorgt, also darauf, wie die Zelle im richtigen Moment all die Kleinmoleküle zur Verfügung stellt, um dann aus einer Zelle zwei zu machen. Diese Regulation des Stoffwechsels untersuchen wir durch Hefe-Genetik, Lebendzellmikroskopie und Massenspektrometer. Zur Homepage

Prof. Dr. Ivana Fleischer

Juniorprofessorin für Organische Chemie

Der Forschungsschwerpunkt der Arbeitsgruppe Fleischer liegt auf der Entwicklung neuer katalytischer Umwandlungen für die organische Synthese. Allgemeine Ziele unserer Forschung sind Innovation, Effizienz und Nachhaltigkeit. Innerhalb dieses Rahmens sollte die ideale Transformation atom- und energieeffizient, abfallfrei und sicher sein. Deshalb sind wir an der Nutzung von auf der Erde reichlich vorhandenen Metallen wie Nickel oder Kobalt als homogenen Katalysatoren interessiert. Die Katalyse kann als ein Wegbereiter für chemische Reaktionen betrachtet werden, da die Gegenwart eines Katalysators zur Erhöhung der Reaktionsraten führt. Konkrete Gegenstände unserer Forschung sind Defunktionalisierungsreaktionen und Transformationen von Olefinen und Carbonsäurederivaten. Mögliche Anwendungen dieser Reaktionen sind die Produktion von Feinchemikalien und die Verwertung erneuerbarer Rohstoffe. Zur Homepage

Prof. Dr. Monika Fleischer

Juniorpprofessorin für Plasmonische Nanostrukturen

Die Forschung von M. Fleischer konzentriert sich auf die Nano-Fabrikation und optische Charakterisierung von speziell entwickelten plasmonischen Nanostrukturen zur Anwendung in den Bereichen Nano-Optik, Nahfeldmikroskopie und Sensoren. Die Nanostrukturen werden durch lithographische Techniken, vor allem Elektronenstrahl- und (Helium-)Ionenstrahl-Lithographie, hergestellt. Die so erzeugten Nano-Antennen werden mit optischer, Fluoreszenz- und Rasterelektronenmikroskopie sowie durch Raman- und Dunkelfeldspektroskopie untersucht. Darüber hinaus werden sie mit Nanoobjekten (Molekülen, Quantenpunkten) kombiniert, um hybride Strukturen zur Untersuchung von Licht-Materie-Wechselwirkung zu erstellen. Zur Homepage..

Prof. Dr. Fei Huang

Juniorprofessorin für Sinologie

Prof. Huangs Forschungsinteressen sind interdisziplinär und kombinieren Landschaftskunde, Kulturgeografie, Historische Anthropologie, Kunstgeschichte und Studien materieller Kultur im spätkaiserlichen China mit besonderem Fokus auf das Grenzgebiet Südwestchina. Sie ist überzeugt, dass es bei der Erforschung von Geschichte immer um die Menschen geht – wie Menschen sich erinnern oder Geschichten erzählen, die das Verständnis ihrer inneren und äußeren Welt widerspiegeln – sowie die Art und Weise, mit der menschliche Vorstellungen die Umwelt um sie herum formen. Indem Prof. Huang Landschaft als objektive Natur und subjektive Kultur heranzieht, ist sie bestrebt, die Kluft zwischen "Realität" und "Vorstellung" im Prozess gegenseitiger Einflussnahme zwischen Landschaft und menschlichem Handeln zu überbrücken. Diese Herangehensweise soll weiter erkundet werden, indem die Verortung von Landschaft im täglichen sozialen Leben ins Auge gefasst wird. Homepage.

Prof. Dr. Mandy Hütter

Juniorprofessorin für Sozialpsychologie

Mein Hauptforschungsbereich liegt auf Einstellungsbildung und –änderung. Ich trenne höhere und niedrigere kognitive Prozesse, indem ich stochastische Modellierungsverfahren verwende. Diese validierten stochastischen Modelle nutze ich derzeit auch, um spontanes und vorsätzliches Verhalten zu prognostizieren. Besonders interessiert bin ich an den Randbedingungen und situationalen Moderatoren der (verschiedenen Prozesse der) Einstellungsbildung. Daher untersuche ich die Anpassungsfähigkeit dieser Erfassungsvorgänge an die Bedürfnisse der Umgebung. Zur Homepage..

Prof. Dr. Markus Janczyk

Juniorprofessor für Cognitive Psychology

Meine Gruppe beschäftigt sich hauptsächlich mit drei Themen aus der Kognitionspsychologie: Wahrnehmung und Handlung, Gedächtnis und Sprache. Ergebnisse dieser Forschungsarbeiten betrachten wir auch vor dem Hintergrund von Fragen zur Mensch-Maschine/Computer-Interaktion: (1) Wie interagieren Wahrnehmung und Handlung und welche Rolle spielt antizipierte Wahrnehmung für die Doppelaufgabenleistung? (2) Wie werden Elemente im Arbeitsgedächtnis ausgewählt und welche Rolle spielt die Sprachproduktionsmodalität für den Abruf von Langzeitgedächtniswissen? Wie und wann werden Präsuppositionen während der Konstruktion einer Satzbedeutung verarbeitet? Schließlich befassen wir uns auch mit statistischen Themen von Relevant für quantitative Methoden und nutzen kognitive Modellierung (z.B. mit Diffusions- und Akkumulatorenmodellen) zur Ergänzung unserer Verhaltensdaten. Zur Homepage..

Prof. Dr. Johannes Lipps

Juniorprofessor für Klassische Archäologie

Studium der Klassischen Archäologie, Alten Geschichte, Papyrologie, Epigraphik und Numismatik an den Universitäten Marburg, Rom und Köln.

Die Forschungsschwerpunkte der Arbeitsgruppe liegen auf antiker Architektur, Ornamentik und Skulptur, besonders in Rom und den römischen Provinzen.

Zu den aktuell durchgeführten Projekten zählen u.a. die Publikation der Stuckfunde aus dem sog. Augustushaus vom Palatin in Rom, die Dokumentation und Publikation der Sammlung römischer Steindenkmäler Kurfürst Carl Theodors in Mannheim und die Untersuchung eines spätantiken Zerstörungshorizontes vom Forum Romanum in Rom. Zur Homepage..

Prof. Dr. Anna Pawlak

Juniorprofessorin für Kunstgeschichte

Anna Pawlaks Hauptforschungsbereich konzentriert sich auf die bildende Kunst der Frühen Neuzeit, besonders auf die nordalpine Malerei, Skulptur und Druckgraphik des 15. bis 18. Jahrhunderts. Weiterhin liegt ihr Forschungsinteresse auf den vielfältigen historischen Interdependenzen zwischen Kunst, Politik und Religion sowie den explizit künstlerischen Strategien der Bedeutungskonstitution. Ihr derzeitiges Forschungsprojekt untersucht frühneuzeitliche Figurationen des Todes und setzt sich mit den differenzierten ästhetischen Konzepten der visuellen Repräsentation immaterieller Wirklichkeit auseinander. Aufsätze über Sepulkralkunst und neuzeitliche Körpermetaphorik, Fachgeschichte, das Phänomen des Künstlers als Exeget, Augenzeugenschaft und kollektive Seherfahrung sowie über Comic spiegeln ihr epochen- und medienübergreifendes Interesse an kulturwissenschaftlichen Ansätzen wider. Zur Homepage..

Prof. Dr Cynthianne Debono Spiteri

Juniorprofessorin für Archaeometry

Mein Hauptforschungsinteresse liegt auf der Rekonstruktion steinzeitlicher Ernährung, vor allem zu Übergangszeiten, und in welcher Beziehung diese zur Ökonomie, allgemeinen Gesundheit und sozialen Dynamik einer Gemeinschaft steht. Ich extrahiere Lipidrückstände, die von den Wänden poröser Keramikgefäße während ihrer Nutzungszeit aufgenommen wurden, und identifiziere die Inhaltsstoffe der verschiedenen Gefäße mittels chromatographischer und spektroskopischer Analyse. Diese Methodik erbringt direkte Nachweise über die Nutzung der Gefäße und gibt Informationen zu kulinarischen Vorlieben und Kochtechniken der damaligen Gemeinschaften. Ich untersuche außerdem durch Thermodesorptions-GC-MS und Pyrolyse-GC-MS Speisefette, die in Zahnstein eingeschlossen sind. Zahnstein schließt in seiner Matrix eine Fülle an Biomolekülen ein, die direkte Evidenz zur Steinzeiternährung geben, mit dem zusätzlichen Vorteil, dass er uns befähigt, Populationen, die in der Vorgeschichte weiter zurückliegen und vor der Einführung der Keramik lebten, zu untersuchen. Homepage

Prof. Dr. Beate Stelzer

Juniorprofessorin für Weltraumgestützte beobachtende Astronomie

Die Arbeitsgruppe „Weltraumgestützte Astronomie” beschäftigt sich mit Multi-Wellenlängenbeobachtungen auf den Themengebiet der Entstehung und Entwicklung kühler Sterne und Brauner Zwerge. Letztere sind Himmelsobjekte, deren Masse nicht ausreicht, um Kernfusionsprozesse zu zünden, und die daher mit zunehmendem Alter auskühlen und die allgemein sehr leuchtschwach sind.
Die Datenaufnahme erfolgt sowohl durch erdgebundene Teleskope (z.B. das „Very Large Telescope”, VLT, der Europäischen Südsternwarte in Chile) als auch durch Instrumente auf Weltraumsatelliten (z.B. die Röntgenobservatorien Chandra und XMM-Newton, die Kepler- und die Gaia-Mission). Die Erfassung der Energieverteilung eines Sternspektrums vom Radio- bis zum Röntgenlicht ist essentiell für das Verständnis des Sternaufbaus, der Interaktion zwischen Stern und zirkumstellaren Scheiben, sowie der Struktur und Dynamik der Sternatmosphäre. Komplementär zu den spektralen Eigenschaften wird durch Langzeitbeobachtungen die Variabilität der Strahlung auf diversen Zeitskalen untersucht, was Aufschluss gibt über die verschiedenartigsten Phänomene wie z.B. Umkonfiguration des stellaren Magnetfeldes, stellare Rotationsgeschwindigkeit oder den Massenakkretionsprozess bei jungen Sternen. Zur Homepage

Prof. Dr. Christiane Zarfl

Juniorprofessorin für Umweltsystemanalyse

Die Umwelt steht zahlreichen anthropogen verursachten Gefährdungen wie Klimawandel, Umweltverschmutzung, Lebensraumverschlechterung, Biodiversitätsverlust oder der Erschöpfung natürlicher Ressourcen gegenüber. Unsere Forschungsgruppe trägt dazu bei, Lösungen für diese globalen Herausforderungen zu finden, indem sie versucht, die grundlegenden Prozesse und die zugrundeliegenden Mechanismen zu verstehen.Wir gehen ein breites Spektrum von Forschungsfragen an, die mit Umweltverschmutzung und Infrastrukturentwicklung zusammenhängen, z.B. Staudämme, die direkte Lebensraumveränderungen herbeiführen und zum Abbau natürlicher Ressourcen beitragen könnten.Unsere Forschung nutzt mathematische Modellierung kombiniert mit empirischen und experimentellen Daten, um biochemische Prozesse zu verstehen, die das Verhalten und die Wirkung von Schadstoffen auf die Umwelt bestimmen. Zusätzlich konzentriert sich ein weiterer Forschungsbereich darauf, die Entscheidungen über den Ort eines Staudammbaus, den Bauwerkstyp und die Betriebsweise des Damms zu verbessern. Langfristig wird das Einbeziehen von sozioökonomischen Aspekten in die Umweltforschung Wissen zur Verfügung stellen können, das dem Austausch an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik direkt zugutekommt. Zur Homepage..