Uni-Tübingen

Tarifeinigung vom März 2019 im Bereich der Länder (TV-L)

 

Nach überaus zähen Verhandlungen wurde am letzten Wochenende in Potsdam eine Tarifeinigung erzielt.

Die Lohnerhöhungen:

1. Lineare Erhöhung zum 01.01.2019 um 3,01 % , mind. 100 € (Gesamtvolumen 3,2 %)
2. Lineare Erhöhung zum 01.01.2020 um 3,12 % , mind. 90 € (Gesamtvolumen 3,2 %)
3. Lineare Erhöhung zum 01.01.2021 um 1,29 % , mind. 50 € (Gesamtvolumen 1,4 %)

Das „Gesamtvolumen“ ergibt sich dadurch, dass die Beträge in der Stufe 1 der
Entgeltgruppen 2-15 zum:
01.01.2019 um 4,5 % ,
01.01.2020 um 4,3 % ,
01.01.2021 um 1,8 %
erhöht werden.

Für Auszubildende wurde vereinbart:

1. zum 1. Januar 2019 um einen Festbetrag in Höhe von 50 Euro und
2. zum 1. Januar 2020 um einen weiteren Festbetrag in Höhe von 50 Euro.
3. Der Urlaubsanspruch wird um einen zusätzlichen Tag auf 30 Tage erhöht.

Gleichzeitig wurde die Erhöhung der Besitzstandszulagen und Lohnzuschläge gemäß dem alten MTL für die Arbeiter*innen vereinbart.

Die strukturellen Verbesserungen der Entgeltordnung beinhalten u.a. Folgendes: Die Entzerrung der "kleinen E 9" in eine 9 a mit gleichen Stufenlaufzeiten wie alle anderen Entgeltgruppen und angepassten Beträgen für die Stufen der Tabelle. Eine weitere Verbesserung im Manteltarifvertrag sind die Garantiebeträge bei Höhergruppierungen rückwirkend zum 1. Januar 2019:
1. In den Entgeltgruppen 1-8 beträgt er 100 Euro (vorher 25 Euro)
2. In den Entgeltgruppen 9-15 beträgt er 180 Euro (vorher 50 Euro)

Die Kosten der Verbesserungen wurden mit 1,06 Prozent berechnet, zu der geforderten Gesamtkompensation gab es von gewerkschaftlicher Seite keine Zustimmung. Vereinbart wurde nun eine hälftige Beteiligung von 0,5 Prozent, die allerdings nicht aus der Lohnerhöhung finanziert wird, sondern aus dem "Einfrieren" der Jahressonderzahlung:

Die Jahressonderzahlung nach § 20 TV-L wird für die Jahre 2019, 2020, 2021
und 2022 auf dem materiellen Niveau des Jahres 2018 eingefroren.

Die Lohnerhöhung wird nicht sofort umgesetzt, da über eine Annahme des Ergebnisses eine Mitgliederbefragung der Gewerkschaft ver.di stattfindet und im Anschluss die Bundestarifkommission einen Beschluss dazu fassen wird.

Voraussichtlich ist mit einem Abstimmungsergebnis im Laufe des Monats April zu rechnen.