Personal und Innere Dienste

Leitlinien guter Führung

Exzellente Ergebnisse sind zumeist auch das Resultat guter Führung. Die partizipative Erarbeitung von Leitlinien guter Führung reiht sich daher ein in die seit 2007 angestoßene neue strategische Ausrichtung der Universität Tübingen. Der auf 14 Monate angelegte Entwicklungsprozess sieht die aktive Mitwirkung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor. In die geplanten Workshops können zum Beispiel eigene Vorstellungen und Erfahrungen eingebracht werden.

Mit Leitlinien guter Führung setzt die Universität Tübingen ihren eingeschlagenen Weg zur Intensivierung einer Culture of Cooperation and Commitment fort. Durch Führungsklarheit und eine kommunikationsstarke Gemeinschaft aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Technikerinnen und Technikern, Verwaltungsangestellten und Studierenden möchte die Universität Tübingen ihr Selbstverständnis als moderne Forschungsuniversität und attraktive Arbeitgeberin in der Region sowie weltweit festigen und ausbauen.

Vier Ziele der Leitlinien guter Führung
1. Ein gemeinsames Grundverständnis von Führung und ein kontinuierlicher Austausch:

Wir erarbeiten in Gesprächen und Diskussionen, was gute Führung für uns als Führungskräfte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im beruflichen Alltag bedeutet. Dazu zählen sowohl übergeordnete Führungsthemen als auch konkrete Fragen der Führungspraxis.

2. Orientierung und Erwartungsklarheit:

Leitlinien guter Führung legen offen, welche Kriterien guter Führung zugrunde liegen. Mit Leitlinien guter Führung werden wir Führungskräfte in ihrer Führungsrolle und bei ihren Aufgaben unterstützen.

3. Verantwortung übernehmen, Wertschätzung leben:

Leitlinien guter Führung bringen zum Ausdruck, dass die Leistungen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen wichtigen Beitrag zum Gesamterfolg der Universität darstellen. Wir wollen jede Einzelne bzw. jeden Einzelnen dazu aufrufen, Verantwortung für sich, das eigene Team und den jeweiligen Arbeitsbereich zu übernehmen.

4. Einen Rahmen setzen für weitere Führungsinstrumente:

Leitlinien guter Führung sind kein End-, sondern ein Anfangspunkt, der Klarheit und Perspektive schafft. Nach der Verabschiedung der Leitlinien guter Führung wird die Universität Maßnahmen erarbeiten, um auf dieser Basis die Führungsqualität an der Universität Tübingen kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Ablauf und Beteiligungsmöglichkeiten

  • Die partizipative Erarbeitung der Leitlinien guter Führung begann bereits im Juli 2020. Die Mitglieder der Hochschulleitung (Rektor, Kanzler, Prorektorinnen, Prorektor) verständigten sich zu Ihrem Führungsverständnis an der Universität Tübingen. 
  • Alle Beschäftigten der Universität Tübingen haben die Möglichkeit, eigene Ideen, Vorstellungen und Erfahrungen in den Erarbeitungsprozess einbringen. In moderierten Workshops, die ab Januar 2021 stattfinden, werden Beschäftigte aus Wissenschaft, Technik und Verwaltung – mit und ohne Führungsverantwortung –, miteinander erarbeiten, wie gute Führung zu exzellenten Ergebnissen und einer vorbildlichen Zusammenarbeit führt.
  • Um die fachliche und berufsgruppenbezogene Unterschiedlichkeit an der Universität Tübingen abzubilden, wurde eine universitätsinterne Expert*innenrunde gebildet. Die Repräsentantinnen und Repräsentanten der Expert*innenrunde zeichnen sich dadurch aus, dass ihnen vorbildliches Führungsverhalten und Zusammenarbeit wichtige Anliegen sind, sie zentrale Funktionen an der Universität ausüben und an der Implementierung der Leitlinien  guter Führung als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren mitwirken.
  • In den Tübinger Entwurf der Leitlinien guter Führung fließen die an der Universität vertretenen Perspektiven der unterschiedlichen Berufsgruppen über einen Zeitraum von zehn Monaten ein. Kontinuierliche Redaktionsarbeiten übernimmt ein Team aus Mitarbeitenden der Personalentwicklung, der Hochschulkommunikation und unserem externen Dienstleister Hans-Werner Bormann der WSBF-Beratergruppe Wiesbaden. Die Hochschulleitung begleitet den Prozess und entscheidet über die endgültigen Formulierungen. In der Endphase  werden die neuen Leitlinien guter Führung dem Personalrat, der Strukturkommission sowie dem Senat zur Prüfung und Verabschiedung vorgelegt.

Die nachfolgende Timeline zeigt Ihnen, wo wir uns im Prozessablauf befinden und an welcher Stelle Sie sich aktiv einbringen können.

Arbeitsschritte des Erarbeitungsprozesses

Juni 2020
Rektoratsbeschluss

Juli 2020
Auftragsklärungsgespräch

Sept. 2020
Gespräch mit den Fakultätsmanager*innen

Okt. 2020
Expert*innenrunde

Moderation: externer DL

Okt./Nov. 2020
Erstellung eines „Leitlinien“-Entwurfs

(ext. DL, PE u. HK)

Nov. 2020
Review des Entwurfs durch Expert*innenrunde

Moderation: ext. DL

Dez. 2020/Jan. 2021
Öffentliche Auftaktveranstaltung

Febr./März 2021
Workshop I

Dauer: ca. 3 - 4h, Zielgruppe: Mitarbeitende mit Führungsverantwortung, Moderation: ext. DL u. PE

Febr./März 2021
Workshop II

Dauer: ca. 3 - 4h, Zielgruppe: Mitarbeitende ohne Führungsverantwortung, Moderation: ext. DL u. PE

Febr./März 2021
Workshop III

Dauer: ca. 3 - 4h, Zielgruppe: Mitarbeitende mit und ohne Führungsverantwortung, Moderation: ext. DL u. PE

April 2021
Review des Zwischenstands durch Expert*innenrunde

April 2021
Endredaktion

(ext. DL, PE u. HK)

Mai 2021
Vorlage im Rektorat

Juni/Juli/Aug. 2021
Vorlage im Personalrat

Juni/Juli/Aug. 2021
Vorlage in StruKo u. Senat

Juni/Juli/Aug. 2021
Verabschiedung

Sep. 2021
Transfer

Einführung von Führungskräftequalifizierungen, Perspektivgesprächen, Coaching, Gesprächsrunden zu Führungsthemen etc.

ext. DL: externer Dienstleister, HK: Hochschulkommunikation, PE: Personalentwicklung, StruKo: Strukturkommission 
 

Zusammensetzung der Expert*innenrunde

- Professorin Dr. Monique Scheer, Prorektorin für Internationales und Diversität (Vertreterin des Rektorats)

- Professor Dr. József Fortágh, stellvertretender Dekan der MNF (Vertreter der Dekane)

- Professor Dr. Matthias Bauer, Philosophische Fakultät (Vertreter der Professorinnen und Professoren)

- Professorin Dr. Kristina Strohmaier, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät (Vertreterin des wissenschaftlichen Nachwuchs)

- Professor Dr. Andreas Hasenclever, Wirtschafts-  und Sozialwissenschaftliche Fakultät (Vertreter des Senats)

- Professorin Dr. Ruth Scoralick, Gleichstellungsbeauftragte

- Christl Glauder, Beauftragte für Chancengleichheit

- Dr. Marianne Dörr, Leitende Bibliotheksdirektorin (Vertreterin der Zentralen Einrichtungen)

- Dr. Christine Rubas, Zentrale Verwaltung (Vertreterin der Dezernentinnen und Dezernenten)

- Dr. Karl Guido Rijkhoek, Leiter der Hochschulkommunikation

- Doris Preußner, Schwerbehindertenvertreterin

- Britta Rochier, Personalrätin (Vertreterin des Personalrats)

- Dr. Daniela Bister, Leiterin der Personalentwicklung (Projektleiterin)