Bau, Sicherheit und Umwelt

Gefährdungsbeurteilung

Nach dem staatlichen Arbeitsschutzrecht und der Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (GUV-V A1) sind alle Arbeitgeber - unabhängig von der Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - dazu verpflichtet, eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen und daraus folgende Verbesserungsmaßnahmen umzusetzen. Diese Verpflichtungen treffen auch für die Universität Tübingen zu. Die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung erfolgt durch die Einrichtungen der Universität. Siehe Schreiben des Kanzlers, Rundschreiben Nr. 10 vom 22. Juli 2014 sowie Schreiben des Betriebsärztlichen Dienstes, Rundschreiben Nr. 12 vom 19 August 2014.

Grundsätzlich gilt, dass es für die Gefährdungsbeurteilungen keine Formvorschriften gibt. Zur Unterstützung der Einrichtungen der Universität gibt die Abteilung Arbeitssicherheit als Hilfestellung folgende Hinweise. Diese sind modular aufgebaut:

I. Allgemeine Gefährdungsbeurteilungen

1. Die Checkliste für die Organisation von Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutzaufgaben beschreibt umfassend die Organisationsaufgaben für Arbeitsschutz, Gesundheits-, und Umweltschutz. Sie führt durch verpflichtenden Aufgaben und gibt Hinweise zu universitätsspezifischen Regelungen. Mit der Checkliste kann außerdem die Erledigung von Einzelaufgaben an Mitarbeitende übertragen werden.

2. Die Checkliste zur arbeitsmedizinischen Vorsorge muss für allen Beschäftigten ausgefüllt und der Personalabteilung zur Verfügung gestellt werden. Mit ihr werden die notwendigen Vorsorgen beim Betriebs- und personalärztlichen Dienst durch die Personalabteilung eingeleitet.

3. Mit dem Formular Allgemeine Gefährdungsbeurteilung für Lehrveranstaltungen werden die Dozierenden bei der Beurteilung ihrer Lehrveranstaltungen unterstützt.

4. Die Checkliste für Büroarbeitsplätze stellt Fragen und gibt Antworten auf die gesundheitsgerechte Einrichtung von Bildschirmarbeitsplätzen und Büros.

Die kombinierte Verwendung der Checklisten 1. + 2. sowie II.1. lassen in Verwaltungs- und geisteswissenschaftlichen Arbeitsbereichen eine abschließende Beurteilung der Gefährdungen, die Ableitung von Maßnahmen sowie deren Dokumentation zu.

II. Spezifische Gefährdungsbeurteilungen

Für Arbeitsplätze wie z. B. Laboratorien und Werkstätten sind spezifische Gefährdungsbeurteilungen erforderlich. Die Abteilung Arbeitssicherheit empfiehlt hierfür die leicht zu bedienende Software der Unfallkasse Baden-Württemberg. Sie kann unter Verwendung der Mitgliedsnummer der Universität Tübingen und eines Passwortes heruntergeladen werden von folgender Homepage http://ukbw.vur.jedermann/login/index.jsp. Die Zugangsdaten dürfen nur von Mitgliedern/Versicherten der UKBW genutzt werden. Sie erfahren Sie hier.

Nach herunterladen der Software können Sie bei uns importierbare Muster-Gefährdungsbeurteilungen anfordern. Zur Ansicht hier ein Muster für Laboratorien als PDF zur Ansicht. Hier sind die Inhalte der bisher angebotenen Laborcheckliste enthalten. Weitere Muster sind bei uns erhältlich.

Für Nutzende der Zentralen Verwaltung wurde die Software bereits hinterlegt auf dem Citrix-Receiver.

Standard-Maßnahmen aus den Gefährdungsbeurteilungen

Übliche Maßnahmen, die sich aus den Gefährdungsbeurteilungen ergeben sind:

Die Auswahl persönlicher Schutzausrüstungen:
Eine Auswahl regelmäßig nachgefragter Artikel wird im Zentrallager Auf der Morgenstelle bevorratet. Eine Übersicht darüber finden sie im PSA-Katalog:
Katalog Persönliche Schutzausrüstung

Informationen zur Auswahl und Benutzung von Laser-Schutzbrillen finden sie unter folgendem Link: 
http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/203-042.pdf

Betriebsanweisungen:
Für den Umgang mit  Maschinen, Geräten und für gefährliche Arbeitsverfahren müssen auf der Basis der Gefährdungsbeurteilungen Betriebsanweisungen erstellt werden.
Muster für Betriebsanweisungen finden Sie unter folgendem Link 
http://downloadcenter.bgrci.de/shop/mba
Unterstüzung zur Erstellung von Betriebsanweisungen für den Umgang mit Gefahrstoffen finden sie unter folgendem Link 
https://ssl.gischem.de/oeb/interaktiv-ghs/art.htm

Unterweisungen:
Basierend auf den Gefährdungsbeurteilungen und anhand der Betriebsanweisungen müssen Beschäftigte und Studierende mindestens jährlich, vor Beginn der Tätigkeit, bei Veränderung der Aufgabenbereiche erfolgen. Unterweisungen zum richtigen Verhalten im Notfall, Notfallorganisation, Rettungswege müssen für alle Arbeitsplätze durchgeführt werden. Die Unterweisung muss dokumentiert werden. Hierfür kann das
Musterformular verwendet werden.