Botanischer Garten

Aktuelles im Botanischen Garten

PflanzenVielfalt 1969-2019

50 Jahre Botanischer Garten auf der Morgenstelle

Wir feiern Jubiläum mit Ausstellungen, Führungen, Vorträgen und einem Festakt am Sonntag, den 2. Juni 2019!

Sonntag, 11. August: Fräulein Brehms Tierleben – das einzige Theater der Welt für heimische gefährdete Tierarten!

Artgerechte Unterhaltung, nicht nur für Erwachsene…

Gefährdete Tierarten inszeniert mit den Wissenschaften an Fräuleins Seite. Die Zeiten, in denen Forschungsergebnisse in universitären Bibliotheken verstauben, sind vorbei! Das sinnliche Bühnenabenteuer verflicht handfeste Wissenschaft, praktische Feldforschung und tiefe Einblicke in tierische Zusammenhänge zu einem theatralischen Ganzen und weckt Neugierde für die wilde Tierwelt Europas.

Barbara Geiger, Autorin und Regisseurin der Theaterstücke, hat hierfür in enger Kooperation mit den Wissenschaften Erstaunliches und Wissenswertes über Europas Fauna zusammengetragen und in der reizenden Protagonistin Fräulein Brehm eine Figur erfunden, die es versteht, tierische Einblicke der besonderen Art zu ermöglichen – mit dem Segen der Wissenschaft versteht sich!

Es finden zwei Vorstellungen zu jeweils einer Tierart bzw. Tiergruppe statt, die für Garten-Freundinnen und -Freunde besonders interessant sein müssten:

Sonntag, 11. August, 14 Uhr: Fräulein Brehms Tierleben: Hymenoptera – die wilden Bienen

Das ist ästhetisch, bunt, kriminell, melancholisch und unfassbar erstaunlich! Bei exakt 19 844 nachgewiesener Arten weltweit auch nicht weiter verwunderlich. 561 Arten sind allein in Deutschland nachgewiesen, Ihre Namen sind so poetisch, wie Ihre vielfältigen Gestalten. Gezählt hat sie für das Fräulein kein geringerer als Dr. Michael Ohl vom Museum für Naturkunde, Berlin und seines Zeichens Wespentaxonom und Evolutionsbiologe – und Kurator von Fräulein Brehms Tierleben Hymenoptera – Die wilden Bienen. Der zweite Kurator im Bunde, Dr. Christoph Saure, Büro für Tierökologie, Berlin, hat allein im Natur-Park Schöneberger Südgelände – 110 Arten gesichtet, gezählt und nachgewiesen. Fräulein Brehm auf Forschungsreise in die fantastischen Welten der Wildbienen. Augen, Ohren und Sinne weiten, um diese Tierwahrhaftigkeiten, diese Universen zu verstehen!

Sonntag, 11. August, 18 Uhr: Fräulein Brehms Tierleben: Der Regenwurm, König der Tiere

Ein altes Sprichwort lautet: Der liebe Gott weiß, wie man fruchtbare Erde macht und hat das Geheimnis den Regenwürmern anvertraut. Was König Regenwurm und sein Hofstaat alles anstellen, damit es überhaupt Leben auf dem Blauen Planeten gibt, das wissen Eingeweihte recht gut. Er ist ein Muskelprotz und Wunderheiler, Stroh zu Gold Spinner und Verkehrsmittel für Mikroben. In einer Handvoll fruchtbarer Erde stecken mehr Lebewesen, als es Menschen auf der Welt gibt. Fräulein Brehm macht den Bewohnern des Edaphons den Hof, weiß das Unsichtbare Leben unter der Erdoberfläche sichtbar zu machen, wie es Homo sapiens so noch nicht kennt!

Beide Vorstellungen finden im Großen Hörsaal der Botanik (N10) auf der Morgenstelle 3 statt.

Tickets kann man über das Sekretariat des Botanischen Gartens (Hartmeyerstr. 123, 72076 Tübingen, 07071/29-78822, sekretariat@botgarten.uni-tuebingen.de) erwerben und an der Abendkasse jeweils direkt vor den Vorführungen am 11. August im Großen Hörsaal der Botanik (N10) auf der Morgenstelle 3.
Kosten: Vorverkauf 10€, für Kinder bis 14 Jahre 6€. Abendkasse: 12 €, für Kinder bis 14 Jahre 8€

Ausstellung: 50 Jahre Botanischer Garten auf der Morgenstelle

Eröffnung am Sonntag, den 10. März 2019 um 14 Uhr im Foyer der Gewächshäuser

Der Botanische Garten ist eine Einrichtung der Universität Tübingen, die seit mehreren Jahrhunderten Aufgaben in Lehre und Forschung übernimmt. Über diese lange Zeit haben sich nicht nur manche Aufgaben verändert, auch ist der Garten gewachsen und wurde mehrfach in Tübingen verlegt. Seit 50 Jahren befindet er sich nun auf der Morgenstelle – oder genauer: „ob der Stelle“. In den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde hier von renommierten Architekten und begeisterten Botanikern zwischen Obstbäumen und Wacholderbüschen eine Anlage geschaffen, die auch heute noch Tag für Tag Studierende und andere Besucherinnen und Besucher verblüfft und begeistert.

Anlässlich dieses Geburtstages lässt sich der Botanische Garten hinter die Kulissen blicken und zeigt im Rahmen einer Ausstellung viel Interessantes zur Entstehung der Anlage und dem „Schaffen“ im Betrieb des Botanischen Gartens. Vor welchen Herausforderungen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter manchmal stehen, welche Aufgaben neu dazugekommen sind und welche Themen heute noch so aktuell sind wie vor 50 Jahren, werden auf Infoplakaten, in den Vitrinen und mit vielen Fotografien, Zitaten und Zeitungsausschnitten geschildert und bebildert.

 

Im Foyer der Gewächshäuser.

Eintritt frei, der Garten freut sich aber über Spenden.

Ausstellung

"Frucht der Arbeit – Pflanzennutzung im Spannungsfeld der Globalisierung":

Stationentafeln im Botanischen Garten der Universität Tübingen

„Die Frucht der Arbeit“ ist eine Ausstellung mit Stationenpfad, welche seit Sommer 2016 im Botanischen Garten Tübingen gezeigt wird. Die Ausstellung besteht aus 10 Stationen, die direkt vor den einzelnen Pflanzen im Gartenareal installiert sind. Die Installation beleuchtet das weltumspannende Beziehungsgefüge moderner Pflanzennutzung: Mit Geschichten aus den Produktionsländern unserer exotischen Alltagspflanzen werden die Verbindungen zwischen unserem Lebensstil und dem Lebensinhalt vieler Menschen rund um den Erdball verdeutlicht. So wird das Netz an weltumspannenden Nachhaltigkeitskonzepten sichtbar, die im Beziehungsgefüge moderner Pflanzennutzung tagtäglich von zentraler Bedeutung sind.

Dr. Marian Lechner entwickelte das Ausstellungskonzept im Zuge seiner Promotion an der Universität Tübingen mit dem Ziel, Perspektivenübernahme als nachhaltigkeitsrelevante Kompetenz zu fördern.