Internationales Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW)

19. Vilmer Sommerakademie

Naturschutz als Partner der Landwirtschaft? Zielkonflikte und Kooperationschancen (online)

Mehr als die Hälfte der Fläche Deutschlands wird landwirtschaftlich ge-nutzt. Die Intensivierung der Landwirtschaft hat einerseits zu enormen Produktivitätsfortschritten, aber andererseits auch zu einem dramatischen Rückgang der agrarisch gebundenen Biodiversität geführt.

17.05.2021 - 20.05.2021
online

Informationen

Martina Finger

038301-86-112
martina.fingerspam prevention@bfn.de

Veranstalter

Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Zusammenarbeit mit der Universität Kiel und der Universität Tübingen

Leitung

Prof. Dr. Thomas Potthast, Dr. Lieske Voget-Kleschin (Universität Tübingen)
Prof. Dr. Konrad Ott (Universität Kiel)
Dr. Simon Meisch (Universität Tübingen)
Gisela Stolpe (BfN-INA)

Teilnehmer*innen

Vertreter*innen von Behörden und Verbänden aus den Bereichen Naturschutz und Landwirtschaft, Umwelt- und Agrarpolitiker*innen, ehrenamtliche Naturschützer*innen, Per­sonen, die an der Schnittstelle "Naturschutz und Land­wirtschaft" tätig sind, Natur-, Sozial- und Geistes­wissen­schaftler*innen, alle anderen an der Thematik Interessierten

Weitere Informationen

Mehr als die Hälfte der Fläche Deutschlands wird landwirtschaftlich genutzt. Die Intensivierung der Landwirtschaft hat einerseits zu enormen Produktivitätsfortschritten, aber andererseits auch zu einem dramatischen Rückgang der agrarisch gebundenen Biodiversität geführt.
In ihren Stellungnahmen vom April 2018 plädieren sowohl der "Wissenschaftliche Beirat für Biodiversität und genetische Ressourcen" als auch der "Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz" beim BMEL für eine deutliche Hinwendung zu einer dem Biodiversitätsschutz förderlichen landwirtschaftlichen Praxis. In seiner Ackerbaustrategie vom Mai 2018 erklärt auch der Zentralausschuss der deutschen Landwirtschaft (ZDL) die Förderung der Biodiversität als wichtiges Anliegen der Landwirtschaft. Eine stärkere Förderung der Biodiversität in der Landbewirtschaftung gelingt nur durch Kooperation zwischen Landwirtschaft und Naturschutz.
Die Integration von Naturschutzmaßnahmen birgt zugleich ein großes Potential, zu positiver gesellschaftlicher Wertschätzung von Landwirtschaft und vor allem von denjenigen, die Land bewirtschaften, beizutragen.
In der Öffentlichkeit und auch von Teilen des Naturschutzes und der Landwirtschaft werden die beiden Handlungsfelder und ihre Akteure jedoch häufig als Kontrahenten wahrgenommen. Die 19. Vilmer Sommerakademie fragt nach Potentialen, aber auch Schwierigkeiten sowie notwendigen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen einer Partnerschaft von Naturschutz und Landwirtschaft. Eine Frage ist dabei auch, welche Rolle Naturschutz im Berufsbild und Berufsethos bei Landwirt*innen und Vertreter*innen von Berufsverbänden spielt.
Die Vilmer Sommerakademie nimmt das Verhältnis von Naturschutz und Landwirtschaft als Grundsatzfrage in den Blick: Ebenso wie Produktionssysteme, Naturschutzinstrumente und Regionalentwicklung werden agrar-soziologische, umwelt-ethische und politische Fragen Gegenstand von Vorträgen und Diskussionen sein.

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