Internationales Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW)

Aktuelle Projekte

Aktuelle Projekte des Arbeitsbereiches Gesellschaft, Kultur und technischer Wandel in alphabetischer Reihenfolge. Abgeschlossene Projekte werden im Archivbereich aufgeführt.

AITE (2020-2023)

Artificial Intelligence, Trustworthiness and Explainability

AITE untersucht, welche erkenntnis- und wissenschaftstheoretischen Standards Künstliche Intelligenz einhalten muss, um als erklärbar und welche ethischen Normen sie erfüllen sollte, um als vertrauenswürdig zu gelten.

Schlagwörter: Künstliche Intelligenz, Vertrauenswürdigkeit, Erklärbarkeit

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AUPIK (2020-2023)

Aufrechterhaltung der ambulanten Pflegeinfrastruktur in Krisensituationen

AUPIK setzt an der Schnittstelle zwischen ambulanten Pflegediensten und Katastrophenschutzstrukturen an. Übergeordnetes Ziel von AUPIK ist es, die Resilienz ambulanter Pflegeinfrastrukturen in Krisen und Katastrophensituationen zu stärken.

Schalgwörter: Resilienz, Pflege, Katastrophenschutz, Sicherheitsstudien

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BuildERS (2019-2022)

Building European Communities' Resilience and Social Capital

Das Forschungsprojekt BuildERS beforscht Wege zur Steigerung der gesellschaftlichen Resilienz durch die Erhöhung von sozialem Kapital. Durch den Ausbau sozialer Netzwerke sollen lokale Gemeinschaften gestärkt werden in Katastrophen gestärkt werden. Ein besonderer Projektfokus liegt dabei auf besonders vulnerablen Bevölkerungsgruppen.

Schlagwörter: Resilienz, Katastrophenforschung, Sicherheitsethik, Soziales Kapital

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DAMA (2020-2023)

Transparenter Datenautonomie Meta-Assistent

Im Projekt DAMA wird ein Meta-Assistent entwickelt, welcher den Nutzer*innen die Steuerung ihres Smart Homes ermöglichen soll. Ziel von DAMA ist es dabei Transparenz über die geteilten Daten zu schaffen und die Autonomie der Nutzer*innen zu erhöhen.

Schlagwörter: Privatheit, Autonomie, Datensouveränität, Smart Home, IoT

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digilog@bw

Gesellschaft im digitalen Wandel – Digitalisierung im Dialog

Die Digitalisierung verändert das gesellschaftliche Zusammenleben auf vielfältige, teilweise fundamentale Weise. Ziel von digilog@bw am Ethikzentrum ist es, den Einfluss der Digitalisierung auf Individuum und Gesellschaft unter ethischen Gesichtspunkten zu identifizieren und zu verantwortlichen Problemlösungen beizutragen. So sollen auf Basis von öffentlichen Dialogveranstaltungen und im intersdisziplinären Verbund die Grundlagen für einen wertorientierten digitalen Wandel geschaffen werden.

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EKAMED (2020-2022)

Ethik in der Katastrophenmedizin

Entwicklung, Kommunikation, Implementierung und Etablierung eines Ethikleitfadens für die Helferinnen und Helfer der sanitäts- und betreuungsdienstlichen Einheiten des Bundes im Rahmen der Vorbereitung und Durchführung von katastrophenmedizinischen Einsätzen.

Schlagwörter: Katastrophenmedizin, Katastrophenethik, Sicherheitsethik, BBK, Triage

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ESTER (2021-2024)

Ethische und soziale Aspekte Integrierter Forschung. Ein Projekt des BMBF-Clusters Integrierte Forschung, Teilcluster 2: Kollaborative Interventionen

In Technikentwicklungsprojekten soll eine prozessbegleitende Auseinandersetzung mit ethischen, rechtlichen und sozialen Fragen stattfinden, so die Grundidee des BMBF-Förderkonzepts Integrierte Forschung. Das Projekt ESTER des Clusters Integrierte Forschung beschäftigt sich mit diesem Forschungsmodus und analysiert die ethischen und sozialen Aspekte, die er selbst brigt. Gemeinsam mit Vertreter*innen relevanter Disziplinen, Praxispartnern aus anvisierten Anwendungsfeldern, Anwendenden und Fördergebern werden Vorschläge erarbeitet, wie diese Aspekte in die Weiterentwicklung integrierter Forschung einbezogen werden können.

Schlagwörter: Responsible Innovation, ELSI, Interdisziplinarität, Transdisziplinarität, Governance

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Forum Privatheit (2013–2020)

Forum Privatheit und selbstbestimmtes Leben in der Digitalen Welt

In einer modernen Mediengesellschaft existieren zahlreiche Quellen für die Preisgabe privater und personenbezogener Informationen. Im Wechselspiel von technischen Möglichkeiten wie Data Mining oder Gendiagnostik, politischen Regelungen und Eingriffen (z.B. Vorratsdatenspeicherung, biometrische Datenbanken, Körperscanner) und der individuellen Nutzung von Diensten wie digitalen sozialen Netzen, dem Online-Handel oder Lokations- und Geodiensten, entsteht ein Geflecht von Informationen, das dazu geeignet ist, das Leben des oder der Einzelnen in einem zuvor nie bekannten Ausmaß abzubilden. Das „Forum Privatheit und Selbstbestimmung in der digitalen Welt“ beschäftigt sich aus den Perspektiven der Rechtswissenschaft, Soziologie, Informatik, Psychologie, Wirtschaftswissenschaften und Ethik mit diesen Fragen.

Schlagworte: Privatheit, Selbstbestimmung, Digitalisierung, Medien

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HEIMDALL (2017–2020)

Multi-Hazard Cooperative Management Tool for Data Exchange, Response Planning and Scenario Building Project description

Das Projekt zielt darauf ab, die Bereitschaft von Gesellschaften zur Bewältigung komplexer Krisensituationen zu verbessern, indem integrierte Werkzeuge zur Verfügung gestellt werden, die eine effiziente Reaktionsplanung und die Erstellung realistischer multidisziplinärer Szenarien unterstützen. Im Rahmen des Projekts wird ein System zur Verbesserung der Strategien für die Reaktionsplanung und Szenarienbildung sowie zur Erleichterung der organisatorischen Koordinierung zwischen vielen Akteuren (Feuerwehreinheiten, medizinische Notdienste, Polizeidienststellen, Katastrophenschutzeinheiten, Kommando- und Kontrollzentren) entworfen und entwickelt. Das Ethikzentrum wird in Zusammenarbeit mit den am Projekt beteiligten Endnutzern eine Analyse der menschlichen Faktoren, der gesellschaftlichen Akzeptanz und der ethischen Akzeptanz sowie eine Analyse der ethischen Fragen durchführen.

Schlagworte: Sicherheitsethik, Mensch-Technik-Interaktion, Krisensituation, Katastrophenschutz, Ersthelfer

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HIVE-Lab (2018–2021)

Gesellschaftliche, ethische und rechtliche Aspekte von Mixed Reality im Kontext von Gesundheitstechnologien und die Möglichkeiten partizipativer Technikentwicklung

Im Projekt HIVE-Lab (Health Immersive Virtual Environment - Lab) werden neue technische Entwicklungen im Bereich Immersive Health in Living Labs erprobt und gemeinsam mit Nutzer*innen weiterentwicklet. In den Living Labs kommen VR-AR Technologien zum Einsatz. Die Zusammenarbeit in den Living Labs erfolgt interdisziplinär in einem gemeinsamen Raum von Expert*innen und Anwender*innen. Das Teilprojekt "Gesellschaftliche, ethische und rechtliche Aspekte von Mixed Reality im Kontext von Gesundheitstechnologien und die Möglichkeiten partizipativer Technikentwicklung" begleitet die Living Labs (NOSTRESS der HSD und IDeA der LMU) im Sinne eines integierten Forschungsdesings und bearbeitet dabei neben Forschungethischen Fragen auch die Ihnalte "Technikfolgenabschätzung", "Partizipative Forschung: Co-Design" und "Koordination der externen Projektverbünde".

Schlagworte: VR/AR-Technologien, Living-Labs, Partizipative Forschung, ELSA, Technikfolgenabschätzung, Mensch-Technik-Interaktion

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IDeA

Integriertes Diagnose- und e-Assistenzsystem für Patienten mit altersbedingter Makuladegeneration

Im Rahmen des BMBF-Projekts IDeA wird ein Diagnose- und Assistenzsystem für ältere Menschen mit Sehbeeinträchtigungen entwickelt. Durch die Kombination von Mixed-Reality-Techniken und Eyetracking soll zum einen die Sehfunktionstestung und damit die augenärztlichen Diagnosen verbessert werden. Zum anderen soll die Datenbrille ältere Menschen mit Makuladegeneration im Alltag unterstützen. Unsere Aufgabe in IDeA ist es, ethische und soziale Aspekte durch interdisziplinäre Dialogangebote und fachwissenschaftliche Analysen in den Entwicklungsprozess einzubringen. Zudem haben wir einen Unterauftrag für ein Rechtsgutachten vergeben, das datenschutz- und haftungsrechtliche Fragen beleuchtet.


Schlagworte: Mixed-Reality, Alter, ELSA, Mensch-Maschine-Interaktion, Interdiszplinarität, Technikentwicklung

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LOUISA (2020 - 2023)

Learning Model for Multidimensional Quantitative Movement Analysis

LOUISA (Learning Model for Multidimensional Quantitative Movement Analysis) ist ein Projekt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems (MSK) stellen eines der Hauptgesundheitsrisiken am Arbeitsplatz dar, die zu chronischen Schmerzen führen, die Lebensqualität der Betroffenen erheblich einschränken und zu Behinderungen führen können. Das Ziel von LOUISA ist es, Menschen am Arbeitsplatz zu motivieren und zu unterstützen. Arbeitgeber beugen so aktiv vor und verbessern die Gesundheit der Mitarbeiter*innen, um sie gesund zu halten.

Schlagworte:

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migsst (2018–2021)

Ethnische Segregation und Kriminalität

Die Separierung ethnischer Gruppen in einzelnen städtischen Quartieren gilt als sicherheitsrelevanter Risikofaktor. Das Projekt migsst wird diese Annahme durch einen umfassenden und interdisziplinären Forschungsansatz überprüfen.

Das Teilprojekt am IZEW hinterfragt die sogenannten „Parallelgesellschaften“ und untersucht die Potenziale einer modernen Kommunikation in multiethnischen Städten.

Schlagworte:

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NIKA (2018–2021)

Nutzerzentrierte Interaktionsgestaltung für Kontextsensitive und Akzeptable Roboter

Das Projekt NIKA beschäftigt sich mit der Entwicklung generischer Interaktionspatterns für soziale Roboter im häuslichen Nahbereich älterer Menschen. Diese Pattern können über verschiedene Roboterplattformen hinweg verwendet werden, um ältere Menschen bei einem aktiven, selbstbestimmten Lebensstil im eigenen häuslichen Umfeld zu unterstützen. Dafür wird eine Bibliothek an Interaktionspatterns konzipiert, implementiert und getestet, aus der je nach Bedürfnisprofil des Nutzers, Unterstützungsbedarf und Kontext das passende Pattern für die jeweilige Situation ausgewählt wird.

Schlagworte: Assistenzrobotik, Social Robotics, Mensch-Maschine-Interaktion, Roboterethik, Ethik des Alterns

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PEGASUS (2020-2023)

Polizeiliche Gewinnung und Analyse heterogener Massendaten zur Bekämpfung organisierter Kriminalitätsstrukturen

Das Projekt PEGASUS beschäftigt sich dem Einsatz von auf Machine Learning basierenden Softwarelösungen im Bereich der Bekämpfung organisierter Kriminalität. Ziel des Projekts ist es, in enger Kooperation mit technischen und rechtswissenschaftlichen Verbundpartnern ethisch informierte Begleitforschung zu leisten, um normative „Leitplanken“ und Rahmenbedingungen eines akzeptablen Technikeinsatzes zu definieren.

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PODESTA (2017–2020)

Populismus Demokratie Stadt

Das Verbundprojekt PODESTA soll demokratische Antworten auf den Populismus entwickeln. Der Populismus wird dabei als Ausdruck und Verstärker einer Krise der repräsentativen Demokratie betrachtet. Die Ursachen der gesellschaftlichen Spaltung werden empirisch anhand von Konflikten um Stadtentwicklung in Leipzig und Stuttgart analysiert. Die am IZEW durchgeführte ethische Teilstudie zielt darauf ab, verschiedene Strategien des Antipopulismus zu diskutieren und die komplexen Gründe für das Gelingen oder Misslingen dieser Strategien zu erörtern.

Schlagworte: Populismus, Stadt, Demokratie, Demokratiekrise, Öffentliche Soziologie

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RESIK (2020-2023)

Resilienz und Evakuierungsplanung für sozioökonomische Infrastrukturen im medio-sozialen Kontext

RESIK sieht sich dem Gedanken der Planung für das Außerplanmäßige verpflichtet. Das Projekt versteht sich als Beitrag zum Aufbau und zur Sicherstellung der Funktionsfähigkeit von Krankenhäusern in Krisensituationen. Ein Ziel der Projektforschung ist die Erarbeitung von Voraussetzungen für eine vorübergehende Dezentralisierung der medizinischen Versorgungs- und Pflegestruktur im Falle des Ausnahmezustandes. Vor diesem Hintergrund wird das Krankenhaus als Knotenpunkt für ein Netzwerk aus diversen Akteur*innen des Gesundheitswesens sowie der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) betrachtet. RESIK analysiert dieses komplexe Geflecht in der Modellregion Krefeld, beforscht vorhandene krisenspezifische Vulnerabilitäten und entwickelt Strategien zur Erhöhung der Resilienz von Krankenhäusern als zentralem Teil der Gesundheitsinfrastruktur.

Schlagwörter: Resilienz, Versicherheitlichung,  Gesundheit, Krankenhaus,  Ethische Akzeptabilität 

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TANGO (2019–2020)

Technik-Innovation: sozialwissenschaftliche und ethische Analysen zu Governance

Das Projekt TANGO kombiniert sozialwissenschaftliche und ethische Forschung, um die Auswirkungen unterschiedlicher Ansätze zur Governance von technologischer Innovation zu untersuchen. Basierend darauf werden Points to Consider für Governancemechanismen entwickelt, die ethisch und gesellschaftlich wünschenswerte Technologieforschung befördern.

Schlagworte:

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WeNet (2019-2022)

The Internet of Us

Das Projekt WeNet beschäftigt sich mit diversitäts-sensibler Künstlicher Intelligenz und versucht, durch die Entwicklung neuer Methoden und Algorithmen computer-vermittelte soziale Interaktion zu verbessern. Das Ziel ist die Entwicklung einer Online-Plattform, die auf dieser diversitätsbewussten computergestützten Mediation von Kommunikation basiert. Im Rahmen des Projekts erforscht das IZEW ethische Aspekte von Privatheit und Datenschutz und entwickelt einen konzeptuellen Rahmen von Diversität, welcher die Entwicklung der Algorithmen informieren soll.

Schlagworte: Ethik, Künstliche Intelligenz, Algorithmus, Mensch-Technik-Interaktion, Kommunikation

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