Internationales Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW)

ESTER

Ethische und soziale Aspekte Integrierter Forschung. Ein Projekt des BMBF-Clusters Integrierte Forschung, Teilcluster 2: Kollaborative Interventionen

In Technikentwicklungsprojekten soll eine prozess­begleitende Auseinandersetzung mit ethischen, rechtlichen und sozialen Fragen stattfinden, so die Grundidee des BMBF-Förderkonzepts Integrierte Forschung. Zu diesem Zweck, sollen Vertreter*innen aus Fächern wie Ethik, Recht und Sozialwissenschaft sowie Pra­xis­partner*innen und Bürger*innen an In­no­vationsprozessen beteiligt werden. Im Rahmen des Projekts ESTER des Clusters Integrierte Forschung wird untersucht, welche ethischen und sozialen Fragen dieser Forschungsmodus selbst birgt. Es werden Vorschläge erarbeitet, wie diese Aspekte in die Weiterentwicklung des Konzeptes "Integrierte Forschung" einbezogen werden können.

Assoziierte Partner*innen

  • Michaela Shields, Wissenschaftsladen Bonn e.V.
  • Prof. Dr. Erik Fisher, School for the future of innovation in society, Arizona State University, USA
  • Dr. Sibylle Studer, Theres Paulsen, td-net, Network for Transdisciplinary Research, Akademien d. Wissenschaften Schweiz

Förderung

Laufzeit: April 2021 – März 2024

Förderkennzeichen: 16SV8623

Gefördert durch das BMBF

Projektbeschreibung

Im Rahmen des Projekts ESTER wird untersucht, welche ethischen und sozialen Fragen integrierte Forschung selbst birgt. Gemeint sind z.B.nicht-integrative Arbeitspläne und Probleme des Timings der Integration, interdisziplinäre Rollenkonflikte und asymmetrische Machtbeziehungen in den Teams und Integration als problematisches Qualitätskriterium.

Auf dieser Grundlage werden Vorschläge erarbeitet, wie diese Aspekte bei der Weiterentwicklung integrierter Forschung berücksichtigt werden sollten. Neben soziologischer und ethischer Forschung zum Thema wird eine kollaborative Intervention durchgeführt. Im Rahmen eines Planspiels "Integrierte Forschung 2030" wird experimentell erforscht, wie die frühe Phase der Themenfindung in Technikentwicklungsprojekten reflexiver gestaltet werden könnte. Dabei wird ein Materialkoffer, der die Erstellung integrativerer Projektentwürfe unterstützen soll, entwickelt, erprobt und auf die Reise durch die Community geschickt. Durch offene Werkstätten, Blogbeiträge, Fachkonferenzen u.Ä. werden der heterogenen Community Angebote zur Vernetzung, Grundlagenreflexion und Praxisunterstützung gemacht.

Zusammensetzung des Clusters Integrierte Froschung

Sprecher*innen-Team: Prof. Dr. Arne Manzeschke, Dr. Mone Spindler
 

Teilcluster 1: Digitalisierte Lebenswelten (Koordination: Prof. Dr. Arne Manzeschke)

  • LeDiLe: Lebensformen in digitalisierten Lebenswelten
    Universität Siegen, Dr. Bruno Gransche
  • SoDiLe: Souveränität in digitalisierten Lebenswelten
    Fachhochschule Bielefeld, Prof. Dr. jur. Axel Benning; Universität Marburg, Prof. Dr. theol. Marcell Saß
  • OrDiLe: Orientierung in digitalisierten Lebenswelten
    Evangelische Hochschule Nürnberg, Prof. Dr. theol. habil. Arne Manzeschke; TU Braunschweig, Prof. Dr. Jochen Steil
     

Teilcluster 2: Kollaborative Interventionen (Koordination: Dr. Mone Spindler)

  • ESTER: Ethische und soziale Aspekte integrierter Forschung
    Internationales Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW), Eberhard Karls Universität Tübingen, Dr. Mone Spindler
  • Futurehomestories: Integrierte Forschung als Co-Creation Praxis
    Kommunikations- und Medienwissenschaften Universität Leipzig, Prof. Dr. Christian Pentzold
    Human-Computer-Interaction, Hochschule Anhalt, Prof. Dr. Arne Berger
  • RechTech: Reflexives Recht und Reflektionen rechtlicher Technikberatung
    Munich Center for Technology and Society, TU München, Prof. Dr. Christian Djeffal
    Prof. Dr. Sabine Maasen, Universität Hamburg