Internationales Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW)

Lehrangebot für das Ethisch- Philosophische Grundlagenstudium (EPG) an der Universität Tübingen im Sommersemester 2021

Im Auftrag der Prorektorin für Studierende, Studium und Lehre werden dem Prüfungsamt der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Tübingen und der Tübinger Außenstelle des Landeslehrerprüfungsamtes folgende Veranstaltungen für das Ethisch-Philosophische Grundlagenstudium (EPG) im Sommersemester 2021 gemeldet.

Der erfolgreiche Besuch der EPG 1 Veranstaltung ist als Voraussetzung für den Besuch einer EPG 2 Veranstaltung empfohlen. Die EPG Lehrveranstaltungen können frei gewählt werden, d.h. die EPG Lehrveranstaltungen müssen nicht aus der studierten Fächerkombination stammen. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage unter "Informationen für Studierende".

Zu den Anmeldemodalitäten beachten Sie bitte die Hinweise auf Alma.

Ethisch-Philosophische Grundfragen (EPG 1)

Evangelisch-Theologische Fakultät

  • Christian Schlenker: Einführung in die Ethik am Beispiel von Anfang und Ende menschlichen Lebens. Proseminar, 2st., Do 14-16, alle weiteren Angaben: siehe Alma.

    Wie können Tod und Leben verstanden werden? Welche ethischen Begründungsmuster und Konsequenzen ergeben sich daraus?

    Eine wichtige Rolle spielen Grundfragen der Anthropologie, wie die Frage, was die Seele ist; Grundpfeiler des christlichen Glaubens, wie der Glaube an die Auferstehung der Toten; und aktuelle Herausforderungen der Ethik, wie Argumente für und wider Sterbehilfe.

    Das Proseminar „Einführung in die Ethik am Beispiel von Anfang und Ende menschlichen Lebens“ führt in die Arbeitsmethoden der systematischen Theologie ein. Ziel ist es, das eigenständige Arbeiten an und mit Texten, ebenso wie den Aufbau eigener Argumente, zu erlernen. Die so im Proseminar erarbeiteten Texte sollen verschiedene Positionen auf das Thema „Leben und Tod“ beleuchten.

    Literatur zum Thema wird im Proseminar bekanntgegeben.

Katholisch-Theologische Fakultät

  • Matthias Möhring-Hesse: Grundbegriffe. Vorlesung, 2st., Do 10-12, alle weiteren Angaben siehe Alma.

    Als ein wissenschaftliches Unterfangen arbeitet die theologische Sozialethik mit besonderen Begriffen, um ihrem Gegenstand, die richtige Ordnung von Gesellschaften und gesellschaftlichen Zusammenhängen, zu »begreifen«. Was ihre zentralen Begriffe angeht, ist die Sozialethik allerdings nicht »Herr im eigenen Hause«. Sie muss ihre zentralen Begriffe erstens mit anderen, vor allem mit den sozialwissenschaftlichen Wissenschaftsfächern teilen, zweitens als Ethik den Anschluss an die Erstnutzung dieser Begriffe in den politischen Auseinandersetzungen um die Ordnung von Gesellschaften und gesellschaftlichen Zusammenhängen halten. Mit einer doppelten Aufmerksamkeit auf die Begriffswelten »außerhalb« der Sozialethik sollen in der Vorlesung deren zentrale Begriffe, wie Gesellschaft und Gerechtigkeit, Inklusion und Solidarität, vorgestellt werden.

 

EPG-1-Leistungsnachweis nur in Kombination mit dem Grundkurs von Michael Brugger zu erwerben.

 

  • Michael Brugger: Einführung in die Sozialethik: Menschenwürde - Gerechtigkeit – Solidarität. Grundkurs, alle weiteren Angaben siehe Alma.

    Ob in Fragen des Klimaschutzes, in der Positionierung zum Umgang mit „den Schwachen“ in der Gesellschaft, im weltkirchlichen Einsatz für globale Gerechtigkeit oder im Kampf für würdige Arbeit - Christinnen und Christen engagieren sich vielfältig in der Aushandlung und Mitgestaltung gesellschaftlicher Ordnungen. Sozialethik reflektiert als theologische Disziplin auf dieses Engagement und trägt zu dessen Orientierung bei.

    Notwendigerweise bewegt sie sich dafür auch innerhalb politisch-philosophischer Diskurse, denn sie fragt normativ-theoretisch nach der »gerechten« oder »richtigen« Ordnung sozialer Beziehungen und gesellschaftlicher Verhältnisse.

    Im Grundkurs wollen wir zunächst nach dem Verhältnis von christlichem Glauben und politischem Engagement fragen. Darauf aufbauend lernen wir anhand der sozialethischen Kernbegriffe Menschenwürde, Gerechtigkeit und Solidarität beispielhaft gesellschaftliche Konfliktfelder und anknüpfende politisch-philosophische Argumentationen kennen. Wir arbeiten dafür mit Texten und sind im Gespräch mit kirchlichen und zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren.

Philosophische Fakultät

Fachbereich Philosophie – Rhetorik – Medien

  • Cordula Brand: Ethische Kompetenzen im Lehrer*innenberuf. Proseminar, Blockveranstaltung, Einführung Do, 22.04.21, 14-15 (online, MS Teams), Block: Block: Fr. 25.06.21 – So. 27.06.21, 10-18 Uhr. Seminarraum 1.01. Wilhelmstr. 19 (Verfügungsgebäude) oder online (MS-Teams).

    Das Seminar führt anhand von Fragestellungen und Problemkonstellationen aus dem schulischen Kontext in die Grundlagen der Allgemeinen Ethik ein. Es werden sowohl ein systematischer Überblick über Grundbegriffe und Begründungsansätze gegeben als auch spezielle interdisziplinäre Zusammenhänge wie ethische Dimensionen aus dem professionsethischen Bereich angesprochen. Ziel ist es, Kenntnisse ethisch-philosophischer Grundfragen zu erlangen sowie und eine theoretische Basis für die Bearbeitung konkreter ethischer Fragen im beruflichen Alltag zu gewinnen.

    Der Verlaufsplan des Seminars und die zu bearbeitenden Texte werden bis zu Beginn des Semesters auf MS-Teams bereitgestellt – bitte beantragen Sie einen Zugang zu Teams. Bedingungen für den Erwerb eines Leistungsnachweises (GymPo, 6 ECTS) ist, neben der regelmäßigen aktiven Teilnahme am Seminar, eine mündliche Prüfung.

    Bitte melden Sie sich über Alma zum Seminar an. Das Seminar ist auf 20 Teilnehmende begrenzt.
  • Leonie Bossert: Grundlagen ethischen Argumentierens am Beispiel Nachhaltige Entwicklung. Seminar, Do 10-11:30 Uhr, alle weitere Informationen: siehe Alma.

    Ethische Argumentationen begegnen uns in konkreten gesellschaftlichen Diskursen wie der Auseinandersetzung um Nachhaltige Entwicklung in unterschiedlichen Formen. Sie bilden die Grundlage für Bewertungen von Handlungen und für die Zuschreibung von Verantwortung. Sie können bei der Beantwortung der Frage helfen, was wir tun sollen, damit möglichst viele Menschen heute und in der Zukunft ein gutes und selbstbestimmtes Leben führen können. Daher ist es zentral, diese Argumentationen erkennen und auf sie reagieren zu können.

    In diesem Seminar werden wir wichtige theoretische Ansätze der Ethik behandeln, etwa die Strebensethik, die deontologische Ethik, die utilitaristische Ethik, der Relativismus. Dabei werden Texte verschiedener Autoren im systematischen Zusammenhang bearbeitet. Die unterschiedlichen theoretischen Ansätze werden in ausgewählten Sitzungen auf konkrete aktuelle Beispiele aus dem Diskurs um Nachhaltige Entwicklung bezogen und diskutiert. Ziel des Seminars ist es, einen Überblick über die theoretischen Ansätze der Ethik zu gewinnen, ethische Begriffe und Argumentationsweisen in ethischen Diskussionen kennen zu lernen und nicht zuletzt zu lernen, konkrete ethische Fragestellungen erschließen und einschätzen zu können.

    Fragen Nachhaltiger Entwicklung tauchen zunehmend in den Bildungsplänen ganz unterschiedlicher Schulfächer auf. Wir wollen daher einen besonderen Fokus auf den Umgang mit ethischen Fragen legen, die sich für die Schulpraxis ergeben können.

    Voraussetzungen für Leistungsnachweis: Lektüre der Literatur, aktive Mitarbeit in den Kleingruppen, Teilnahme an den Video-Plenumssitzungen, Abgabe der schriftlichen Arbeiten
  • Uta Müller: Ethische Kompetenzen im Lehrerberuf. Seminar, Blockveranstaltung, Freitag, 16.07., bis Sonntag, 18.07.2021, 10-17 Uhr. Alle weiteren Angaben erhalten die zugelassenen Studierenden über Alma.

    Ethische Fragen stellen sich Lehrer*innen in ihrem Berufsalltag in unterschiedlichen Kontexten und auf unterschiedlichen Ebenen. In diesem Seminar wollen wir lernen, anhand von verschiedenen Fragestellungen aus dem schulischen Kontext ethische Probleme zunächst als solche erkennen. Um sie angemessen reflektieren zu können und Konflikte im Einzelfall lösen zu können, sind grundlegende Kenntnisse ethischen Argumentierens nötig. Die dafür relevanten Grundlagen und Begriffe werden anhand von Beispielen aus der schulischen Praxis erarbeitet. Ziel unseres Seminars ist es, für ethische Fragen des Berufs als Lehrer*in zu sensibilisieren und Kompetenzen für die Reflexion ethischer Fragen und Probleme im Lehramt zu erwerben. Damit soll eine Grundlage für den Umgang mit diesen Fragen im zukünftigen Beruf als Lehrer*in geschaffen werden.

    Der Seminarplan und die zu bearbeitenden Texte werden bis zu Beginn des Semesters auf ILIAS bereitgestellt. Bedingungen für den Erwerb eines Leistungsnachweises sind die Teilnahme an den digitalen Sitzungen und die Erledigung aller Arbeitsaufträge. Das Seminar ist auf 20 Studierende beschränkt.
  • Zweiter Kurs: Uta Müller: Ethische Kompetenzen im Lehrerberuf. Seminar, Blockveranstaltung: Freitag, 30.07., bis Sonntag, 01.08.2021, jeweils 10 bis 17 Uhr. Alle weiteren Angaben erhalten die zugelassenen Studierenden über Alma. Kommentar: siehe oben.
  • Christiane Burmeister: Ethische Kompetenzen im Lehrerberuf. Seminar, Mi 10-11:30 Uhr, alle weiteren Angaben siehe Alma.
  • Christiane Burmeister: Ethische Kompetenzen im Lehrerberuf. Seminar, Blocktermine: Samstag 12.06., 8 - 15:30 (Block 1), Samstag 19.06., 8 - 13:45 (Block 2), Samstag 03.07., 8 - 15:30 (Block 3), Samstag 17.07., 8 - 13:45 (Block 4), alle weiteren Angaben siehe Alma.

Fach- und berufsethische Fragen (EPG 2)

Evangelisch-Theologische Fakultät

  • Martin Wendte: Auf wunderbare Weise verwundet – aktuelle Texte zur Theologie der Behinderung. Seminar, 2st., Di 4.5.2021, 18 – xx Uhr Fr, 21.05.2021, 16-20 Uhr und Sa, 22.5.2021, 9-13 Uhr, alle weiteren Angaben siehe Alma.

Katholisch-Theologische Fakultät

  • Regina Ammicht Quinn: „If you’re white, it’s allright“: Die Unsichtbarkeit des Weißseins als sozialethische Frage. Seminar (EPG 2), Zeiten siehe unten, alle weiteren Angaben siehe Alma

    Die Critical Whiteness Studies sind in Deutschland bislang relativ wenig rezipiert. Dies liegt daran, dass bis vor kurzem anscheinend keine Notwendigkeit dafür bestand, weil Weiße ihr Weißsein nicht als entscheidende Kategorie empfinden. Auch Integrations- und Diversitätsansätze fokussieren immer wieder auf die „Anderen“, ohne die eigene Positionierung in den Blick zu nehmen. Mit der „Black Lives Matter“- Bewegung hat sich dies (vielleicht) geändert.

    „Weiß“ ist dabei keine biologische oder persönliche Eigenschaft. Sie ist eine historisch gewachsene sozial bedeutsame Konstruktion. Eine so entstandene Gruppe hat Privilegien, Deutungsmuster und Verhaltensweisen, die machtvoll und zugleich unsichtbar sind. Das größte Privileg ist, nicht gezwungen zu sein, sich mit Rassismus zu befassen.

    Das Seminar analysiert
    - Weißsein im Kontext europäischer Aufklärung, die Gleichheit und Brüderlichkeit, zugleich aber die Bedeutung unterschiedlicher Rassen betont hat;
    - kulturelle Modelle, die Weißsein als (implizite) Norm setzen;
    - kritisches Weißsein als Intersektionalität; Kritik der Critical Whiteness Studies; Fragen der „Farbenblindheit“;
    - Weißsein als Norm in unterschiedlichen Bereichen (Erziehung und Bildung, Religion, Medien, Technik, „white charity“ usw.)

    Damit befasst sich das Seminar auf unterschiedlichen Ebenen mit der Problematik, dass „Weiße“ nicht einfach „Menschen“ sind, sondern „weiße Menschen“. Denn es gibt, so Grada Kilomba (Berlin), „keine machtvollere Position, als sich nur als Mensch zu sehen und die Norm zu bestimmen“.

    Leistungsnachweis: Essays und eine Präsentation

    Voraussetzung: Bereitschaft und Fähigkeit, auch englische Texte zu lesen

    Zeit: Montag, 18-20h, Seminarraum 246, Lothar-Meyer-Bau, Beginn am 29.4.2020.

    Kompakttermin 1: Freitag, 11.6., ab 12h

    Kompakttermin 2: Freitag, 2.7., ab 12h.

    Die Zahl der Plätze im Seminar ist begrenzt, um eine intensive Zusammenarbeit zu ermöglichen.

 

  • Matthias Möhring Hesse/Michael Brugger: „Arbeitsplätze“ – Orte der Erwerbsarbeit erkunden. Hauptseminar, Zeiten siehe unten, alle weiteren Angaben siehe Alma.

    „Arbeitsplätze“ sind häufiger Gegenstand öffentlicher Diskussion. Thematisiert werden sie zumeist an ihren Rändern – wenn sie abgebaut, geschaffen oder gesichert werden sollen. Die alltäglichen Erfahrungen der Menschen an diesen Arbeitsplätzen kommen öffentlich eher selten in den Blick. Das verwundert, denn Orte der Erwerbsarbeit prägen durch ihre strukturellen Bedingungen und konkrete Ausgestaltung einen Gutteil des Lebens der meisten Menschen und damit in hohem Maße die gesellschaftlichen Verhältnisse. Die hohe individuelle und gesellschaftliche Relevanz der alltäglichen Erfahrungen der Menschen in Erwerbsarbeit gibt Anlass für eine sozialethische Thematisierung.

    Im Seminar wollen wir uns den konkreten Bedingungen an den „Arbeitsplätzen“ annähern und wahrnehmen, wie Menschen aktuell ganz alltäglich arbeiten (müssen). Wir besuchen dafür Orte der Erwerbsarbeit und lernen so die materiellen Bedingungen kennen, die hinter der häufig abstrakt verhandelten Kategorie der „Arbeitsplätze“ stehen. Geplant sind Besuche auf der S21-Baustelle, dem Supermarkt, im digitalisierten Produktionsbetrieb oder beim ländlichen Mittelständler. Die konkreten Erfahrungen werden durch theoriegeleitete Reflexion flankiert.

    Sollten die Besuche aufgrund Corona-bedingter Einschränkungen nicht möglich sein, werden wir über Film, Belletristik oder von Gesprächspartner*innen Erzähltes den Zugang zu den Erfahrungen von Erwerbstätigen suchen.

    Ziele des Seminars sind, einen Eindruck von den unterschiedlichen Erfahrungen der Menschen in Erwerbsarbeit zu bekommen, die Wahrnehmungen sozialethisch reflektiert einzuordnen und damit mit Blick auf die gesellschaftliche und individuelle Bedeutung von Erwerbsarbeit fundiert sprachfähig zu werden.

    Mittwoch, 14:00 – 16:00 Uhr

    Vier Exkursionen: Mittwoch zwischen 12-17 Uhr (die genaue Terminierung erfolgt in Abstimmung mit fakultätsinternen Gremienterminen)

Philosophische Fakultät

Fachbereich Neuphilologie

  • Ellen Dengel-Janic: New Feminist Fiction. Seminar (EPG 2), alle weiteren Angaben siehe Alma.

    In this seminar, we will discuss the feminist and ethical aspects in contemporary writing by women. In recent years, literary works published by women portray an incredible diversity and range of female characters and their stories. Writers such as, for example, A.L. Kennedy and Lorrie Moore have given their readers what appear to be women’s raw and honest selves. In a concerted effort, we will uncover the narratological and cultural assumptions about femininity and women’s public and private lives by examining the images of women who sit rather uncomfortably with social norms and cultural expectations. For the purpose of creating a meaningful discussion on gender roles today, we will focus on those writers who have created new, subversive and ambiguous narratives about women. The recent publication of Ottessa Moshfegh’s novel My Year of Rest and Relaxation (2018) is a case in point as her protagonist decides to sleep for a year with the help of heavy medication in order to escape the oppressive hyper-capitalist society of New York in the early 2000s. Moreover, it is highly relevant which narrative strategies are employed to question pervasive norms and omnipresent stereotypes and as such, they will also be analyzed in the context of ethical concepts. Whether the non-conforming women and their unusual narratives operate in their own ethical universe or whether contemporary ethical norms are applicable here will be at the centre of our discussion.

    Set Texts:
    A.L. Kennedy, What Becomes (2009)
    Lorrie Moore,
    Bark (2014)
    Amy Bloom,
    Lucky Us (2014)
    Ottessa Moshfegh,
    My Year of Rest and Relaxation (2018)
    Laura Groff,
    Florida (2018)
    Sally Rooney,
    Normal People (2018)

     
  • Anya Heise-von der Lippe: Climate Poetry. Seminar (EPG 2), alle weiteren Angaben siehe Alma.

    Climate poetry offers a unique, often highly personal and affect-based angle on the pressing contemporary problems of anthropogenic climate change and climate catastrophe. By exploring both historical and contemporary anglophone perspectives from around the world, as well as their critical and cultural contexts, we will attempt to create an overview of possible approaches to climate poetry and its poetic, aesthetic, as well as ethical and critical functions.  

 

Fachbereich Philosophie – Rhetorik – Medien

  • N.N.: Tierethik. Seminar, teilweise in Blockphasen: Fr., 7. Mai, 14:00 bis 17:00 Uhr, Fr., 11. Juni, 14:00 bis 18:00 Uhr, Fr., 9. Juli, 14:00 bis 18:00 Uhr, alle weiteren Angaben siehe Alma.

    Der Mensch steht mit Tieren in mannigfaltiger Weise in Beziehungen, Tiere spielen für die menschliche Gesellschaft in den verschiedensten Bereichen eine bedeutende Rolle. Dies wirft sehr viele Fragen auf, darunter auch zahlreiche ethische. Das Seminar wird eine Einführung darin geben, wie der Umgang mit Tieren aus ethischer Perspektive zu bewerten ist. Die Teilnehmenden lernen die Argumente der verschiedenen Ethiktheorien kennen, die für die Tierethik bedeutend sind, und setzen sich intensiv mit verschiedenen Tierethik-Perspektiven auseinander. Ziel des Seminars soll unter anderem sein, bestehende Situationen des Mensch-Tier-Verhältnisses selbst ethisch bewerten zu können sowie die verschiedenen tierethischen Blickwinkel zu kennen. Auf bestimmte Praxisfelder werden wir dabei während des Seminars detaillierter eingehen, so beispielsweise auf die Ernährung, das Zusammenleben mit Tieren sowie Nachhaltige Entwicklung und Naturschutz.

    Tierethisch relevante Fragen stellen sich zudem auch im Schulkontext, sowohl für dessen konkrete Ausgestaltung als auch im Hinblick auf die Bildungspläne unterschiedlicher Schulfächer. Wir wollen daher einen besonderen Fokus auf den Umgang mit tierethischen Fragen legen, die sich für die Schulpraxis ergeben können.

    Voraussetzungen für den Leistungsnachweis: Lektüre der Literatur, aktive Mitarbeit in den Kleingruppen, Teilnahme an den Video-Plenumssitzungen, Abgabe der schriftlichen Arbeiten, Halten einer kurzen Input-Präsentation.

 

  • Diana Grundmann: Grundlagen der Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Seminar (EPG 2), Di 10-12, alle weiteren Angaben siehe Alma.

    Im Rahmen der Bildungsplanreform 2016 wurde in Baden-Württemberg Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) als allgemeine Leitperspektive in den Bildungsplänen verankert. Entsprechend sind Lehrkräfte aller Fächer aufgefordert, die Perspektive nachhaltiger Entwicklung im Unterricht zu berücksichtigen und den Erwerb von Kompetenzen zu fördern, die die Schülerinnen und Schüler zur verantwortungsvollen Gestaltung einer zukunftsfähigen Welt befähigen. Wir werden uns in diesem Seminar mit dem Leitbild nachhaltiger Entwicklung und dessen normativen und konzeptionellen Grundlagen auseinandersetzen. Daran anknüpfend thematisieren wir die Rolle von Bildung im Kontext von nachhaltiger Entwicklung und lernen das pädagogische Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung kennen. Neben theoretischen Fragestellungen (u. a. zur Legitimität von BNE in der Schule) werden wir v. a. pädagogische/didaktische Themen diskutieren (u. a. Kompetenzkonzepte, didaktische Prinzipien und Methoden der BNE, BNE in der Schulentwicklung). Das Seminar wird praxisorientiert gestaltet und schließt das Anleiten und Ausprobieren kurzer BNE-Unterrichtseinheiten ein.

    Seminarleistung: Kurzreferate/Vorbereitung von Unterrichtseinheiten zur BNE

 

  • Jessica Heesen: Medienmündigkeit in der digitalen Gesellschaft. Seminar (EPG 2), Mi 10-11:30 Uhr, letzte Sitzung am 14.7. von 8-10:30 Uhr, alle weiteren Angaben siehe Alma.

    Die Digitalisierung betrifft die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen in unterschiedlicher Weise. Während in Bezug auf ältere Menschen hier oft von einer Überforderung die Rede ist, wird Jugendlichen eine hohe Kompetenz zugeschrieben und es kursieren Begriffe wie „digital natives“. Gleichzeitig ist gerade die Gruppe der jungen Nutzerinnen und Nutzer von Online-Medien negativen Erscheinungsformen der Digitalisierung besonders stark ausgesetzt: Cybermobbing, Cybergrooming, Informationsflut und Gewaltdarstellungen treffen Kinder und Jugendliche in einer besonders verletzlichen Lebensphase und lassen die Rede von „digital natives“ brüchig erscheinen. Dazu kommen neue Lern- und Lehrformen, die Schulen mehr und mehr zum Ort neuer Überwachungspraktiken werden lassen, die von kommerzieller, elterlicher und peer to peer-Überwachung flankiert werden.

    Das Seminar behandelt die Situation von Kindern und Jugendlichen in der digitalen Gesellschaft aus Perspektive der Medienethik. Zentral ist dabei die Frage nach Medienmündigkeit und die hiermit verbundenen Erwartungen an digitale Techniken und ihre Nutzerinnen und Nutzer in Bezug auf Transparenz, Verständlichkeit, Urteilsfähigkeit, ethisches Design und Verantwortungswahrnehmung.

    Das Seminar ist auf 20 Personen beschränkt.

 

  • Uta Müller: Zum Zusammenhang von Bildung und Populismus. Seminar (EPG 2), Do 10-12 Uhr, wird digital gehalten. Bitte halten Sie sich auf jeden Fall Donnerstag, 10-12 Uhr, für Sitzungen frei. Alle weiteren Angaben erhalten die zugelassenen Studierenden über Alma.

    Der zunehmende Einfluss rechtspopulistischer Parteien in Europa beschäftigt sowohl die Wissenschaften als auch eine breite Öffentlichkeit. Ziel des Seminars ist es, den Zusammenhang von Populismus und Bildung in verschiedenen Hinsichten zu betrachten und zu hinterfragen. (1) Kann das Erstarken populistischer Bewegungen in Europa allgemein bzw. das antipluralistische Moment rechtspopulistischer Bewegungen im Besonderen als Folge eines irgendwie gearteten Bildungsversagens begriffen werden? Wenn, in welchen konkreten Bereichen und in welchen Hinsichten hat Bildung hier versagt? (2) Welche Aspekte der Entwicklungen des Populismus werden von den (Sozial-)Wissenschaften in ihren Forschungen aufgenommen? Wie können die Erkenntnisse der Wissenschaften im Diskurs mit verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren konstruktiv aufgegriffen werden? (3) Wie funktionieren rechtspopulistische Kommunikationsstrategien in verschiedenen Medien? Welche Formen von Medienbildung erscheinen erfolgversprechend, um sie zu entlarven und eine differenzierte Distanz zu populistischer Kommunikation zu ermöglichen? Welche Rolle können hierbei Institutionen wie Schulen und Hochschulen spielen? Welche Rolle spielen ethische Bewertungen und Begründungen in diesen Diskussionen?

    In diesem Seminar wird besonderen Wert gelegt auf die Rolle des Themas für Schule und Unterricht, entsprechende Texte werden zu Beginn des Seminars bereitgestellt.

    Voraussetzungen für Leistungsnachweis: Teilnahme an allen (digitalen) Sitzungen, aktive Mitarbeit in den Arbeitsgruppen, Erledigung aller digital gestellten Arbeitsaufträge.
     
  • Uta Müller: Wissenschaft und Ethik: Grundlagen und konkrete Beispiele. Seminar (EPG 2), Do 14-16 Uhr, wird digital gehalten. Bitte halten Sie sich auf jeden Fall Donnerstag, 14-16 Uhr, frei. Alle weiteren Angaben erhalten die zugelassenen Studierenden über Alma.

    In unserem Seminar wird es um das Verhältnis zwischen Wissenschaft und Ethik gehen, das Anlass für viele Kontroversen war und ist. Intensiv diskutiert wurde das Postulat der sog. „wertfreien Wissenschaft“, welches behauptet, dass es die Wissenschaften nur mit der Suche nach der Wahrheit und der Erklärung von faktischen Erkenntnissen zu tun haben und ethische Überlegungen nicht zur wissenschaftlichen Rationalität zählen. Diese Sicht von Wissenschaft blendet wesentliche Aspekte aus. Wissenschaft ist eine soziale Praxis, und als solche stellen sich ihren Akteuren moralische Fragen. Die Relevanz der Ethik zeigt sich nicht nur anlässlich von externen Folgen wissenschaftlicher Forschung. So sind manche Methoden wissenschaftlicher Forschung regelmäßig der Kritik ausgesetzt und – wie die Inhalte und Ziele der Forschung – Gegenstand ethischer Auseinandersetzungen. Das Beispiel der Tierversuche in Forschungseinrichtungen gab in jüngerer Zeit Anlass zu heftigen Debatten, in denen von beiden Seiten der Kontrahenten vor allem ethische Argumente vorgebracht wurden. Aber auch die Themen, Thesen und Gegenstandsbereiche von Wissenschaft und Forschung selbst können ethische Fragen und Problematisierungen hervorrufen. Diese Debatte wurde aktuell während der Covid-19-Pandemie in der Öffentlichkeit geführt.

    Die dargestellten vielfältigen Verflechtungen der Wissenschaften mit ethischen Fragen und Überlegungen können und werden auch im Fachunterricht in der Schule immer wieder Anlass zu Diskussionen geben und sie sollten in manchen Kontexten explizit zur Sprache kommen. Insofern eignet sich dieses Seminar insbesondere für Lehramtsstudierende aller Fächer.

    Literatur wird im Seminar angegeben.

    Voraussetzungen für Leistungsnachweis (EPG 2): Teilnahme an allen (auch digitalen) Sitzungen, Mitarbeit in den Arbeitsgruppen, Erledigung aller gestellten Arbeitsaufträge.

 

Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät

Institut für Politikwissenschaft

  • Simon Meisch: Auftrag zur Friedensliebe: Herausforderungen für Universitäten und Schulen. Seminar, alle weiteren Angaben siehe Alma.

    Die Landesverfassung Baden-Württemberg benennt in Artikel 12 unterschiedliche Ziele, denen die Erziehung der Jugend dienen soll; darunter befinden sich neben sittlicher und politischer Verantwortlichkeit oder freiheitlicher demokratischer Gesinnung auch die Friedensliebe. Diese normativ gehaltvollen Begriffe stellen angehende Lehrer*innen ebenso vor Herausforderungen wie die Hochschulen, die jene ausbilden. Dies liegt in den Begrifflichkeiten selbst begründet. Was bedeutet Friede oder Friedensliebe? Oder Verantwortlichkeit?

    In diesem Seminar setzen wir uns mit zentralen friedensethischen Positionen auseinander. Wir beschäftigen uns mit ethischen Begrifflichkeiten wie Frieden und Verantwortung. Was bedeuten sie in der sittlichen Praxis? Im Kurs fragen wir uns ganz grundsätzlich, wie wir mit ethischen Herausforderungen für diese Praxis umgehen können. Daneben stellen sich auch wissenschaftsethische Fragen mit Blick auf die grundgesetzlich garantierte Freiheit der Forschung und die gesellschaftliche Ausrichtung und Einbettung von Forschung und Lehre.

    Der Kurs will Studierende aus allen Fächern ansprechen und sie anregen, sich mit den friedensethischen Grundlagen ihrer Fächer und deren Forschungs- und Lehrinhalten auseinanderzusetzen. Lehramtsstudierende sind auch eingeladen, sich über die Implikationen für ihre Unterrichtspraxis Gedanken zu machen. Insofern eignet sich dieses Seminar insbesondere für Lehramtsstudierende aller Fächer.

 

  • Gabi Schlag: Ethics in International Relations and Peace Studies / Global Ethics. Seminar, alle weiteren Angaben siehe Alma.

    International relations are an inherently ethical and moral business: Should states intervene militarily when international law is violated? Are human rights universal? Is terrorism ever justified? Do wealthy nations have an obligation to help poorer ones? Should we protect animals from harm and secure nature? Why should states ban, or even destroy weapons of mass destruction? What can, should and must be done to create a more peaceful and just world order? Questions of war and peace, sovereignty and the protection of minorities, democracy and political participation, human rights, the fight against poverty and discrimination and the protection of the earth cannot be studied without discussing ethics and morality any longer.

    Ethical and moral foundations, however, are neither given nor uncontested. While institutions that shape and regulate international relations have increased, a diversity of critical voices are on the rise: they claim that the world order is dominated by “Western-liberal values”, or “racist”, “neo-colonial” and inherently “gendered”, or only serving the “interests of the powerful and wealthy 1%”. How does the unequal distribution of power and authority impact the formulation of ethics and morality? Who has the right and legitimacy to define and implement ethical principles at global, regional and local sites? How can we evaluate contemporary challenges, for example the use of force, the rise of nationalism and the persistence of global inequality, based on accounts of peace, justice, and responsibility?

    General reading

    BEITZ, CHARLES R. (1979). Political Theory and International Relations. Princeton: Princeton University Press.

    BROWN, CHRIS & ECKERSLEY, ROBIN (2018) The Oxford Handbook of International Political Theory. Oxford: Oxford University Press.

    FROST, MERVYN (1996). Ethics in International Relations: A Constitutive Theory. Cambridge: Cambridge University Press.

    HOFFMANN, STANLEY (1981). Duties Beyond Borders: On the Limits and Possibilities of Ethical International Politics. Syracuse NY: Syracuse University Press.

    HUTCHINGS, KIMBERLY (2018) Global Ethics: An Introduction. London: Polity.

    STEELE, BRENT J. & HEINZE, ERIC (eds.) (2018). Routledge Handbook of Ethics and International Relations. London and New York: Routledge.

    TICKNER, ARLENE B. & BLANLEY, DAVID (eds.) (2012). Thinking International Relations Differently. London: Routledge.

    WEBER, CYNTHIA (2016). Queer International Relations: Sovereignty, Sexuality and the Will to Knowledge. Oxford University Press.

    WIENER, ANTJE (2008). The Invisible Constitution of Politics: Contested Norms and International Encounters. Cambridge: Cambridge University Press.

 

Institut für Sportwissenschaft

  • Andreas Hoffmann: Wertorientierungen in Gesellschaft und Sport. Seminar (EPG 2), Mo 10-12 Uhr, voraussichtlich Seminarraum 1 des Instituts für Sportwissenschaft, Wilhelmstr. 124, Beginn: 19.4.2021.

    Von verschiedenen Seiten wird dem Sport zugeschrieben, dass er wertvolle Beiträge auch für die Charakter- und Moralentwicklung leistet. Dennoch gibt es nahezu tagtäglich Hinweise darauf, dass im Sport vielfach unmoralisches Verhalten gezeigt und oft auch erwartet wird. Sportlehrkräfte müssen zwangsweise zu diesem Widerspruch Stellung beziehen, sei es weil Schüler entsprechende Nachfragen stellen oder weil sie eine Reaktion des Lehrers durch ihr Verhalten provozieren. In diesem Seminar wird deshalb reflektiert
    - was Werte und Wertorientierungen sind,
    - welche Wertorientierungen in der Gesellschaft und
    (widergespiegelt?) im Sport anhand konkreter, aktueller Beispiele sowie wissenschaftlicher Befunde erkennbar werden
    - sowie welche Wertorientierungen wir selbst haben und vertreten wollen.
    Im Mittelpunkt des Seminars stehen Denkanstöße zu und Diskussionen über Wertorientierungen, die jeweils durch Impulsreferate des Dozenten eingeleitet werden.
    Zielgruppe: Fachbezogenes EPG-2-Seminar, zudem für Sport-Lehramtsstudierende M.Ed.

Weltethos-Institut

  • Ulrich Hemel: Digitale Führung und zukunftsfähiges Wirtschaften- eine Weltethos-Perspektive. Seminar (EPG 2), Blocktermine: Mittwoch, 21.04.2021, 13:00-17:00 Uhr c.t., Mittwoch, 19.05.2021, 13:00-17:00 Uhr c.t., Mittwoch, 02.06.2021; 13:00-17:00 Uhr c.t., Mittwoch, 30.06.2021, 13:00-17:00 Uhr c.t., Mittwoch, 14.07.2021, 13:00-17:00 Uhr c.t., Weltethos-Institut, Hintere Grabenstraße 26, 72070 Tübingen.

     

    Die digitale Transformation macht die Welt immer komplexer und stellt uns vor neue Aufgaben. Der damit verbundene Wettbewerb treibt Veränderungen voran und erfordert eine neue Art von Management – digitale Führung. Unternehmen, die ihre Geschäftsziele weiterhin erreichen oder sogar an der Spitze ihres Marktes bleiben möchten, benötigen nicht nur hochqualifizierte Leistungsträger. Vielmehr sind heutzutage identifizierte Mitarbeiter, agile Teams und Führungskräfte mit ausgeprägten Veränderungsfähigkeiten erforderlich.

    In diesem Seminar werden die Studierenden in die aufstrebenden Bereiche der digitalen Führung und des strategischen Managements eingeführt. Das Seminar bietet strukturierte Einblicke in die neuesten Entwicklungen, Fortschritte und verbleibenden Herausforderungen in Bezug auf die Rolle von Nachhaltigkeit und Ethik in einer zunehmend digitalen Welt.

    Ziele:

  • Grundverständnis über und Analyse von der digitalen Geschäftsmodelle und der Digitalisierungsprozesse in der Geschäftswelt

  • Untersuchen des breiteren ökologischen, politischen und sozialen Kontextes einschließlich der Rolle der Regierung, Investoren und Kunden

  • Praktischer Umgang mit der „Ethischen Toolbox“

  • Ethische Bewertung bestehender Unternehmen

  • Leistungsanforderung: Teilnahme, Referat, Hausarbeit.

    Anmeldung: mit Angabe von Namen, Matrikelnummer, Studienfach und Semesterzahl, Adresse, Geburtsort und -datum bei lehrespam prevention@weltethos-institut.org.

     

    Amelie Schönhaar, Gundula Büker, Christopher Gohl: Bildung, die die Welt verändert – ein Forschungsseminar (EPG 2). Di 14-16, Weltethos-Institut, Hintere Grabenstraße 26, 72070 Tübingen, Beginn: 20.04.2021.

     

    Globale und transformative Lernprozesse sind der Motor nachhaltiger Entwicklung. Was bedeutet das für die Lehr- und Lernangebote in einer Welt, die geprägt ist von den gegenseitigen Verflechtungen der Globalität, von Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten, Klimawandel und Digitalisierung und von einer nicht reduzierbaren kulturellen Vielfalt? Welche Lehr- und Lernkultur passt zu einer Universität wie Tübingen, die global awareness und a global scope of action zu ihrem Lehr- und Forschungsprogramm erklärt hat? Wie können wir Herausforderungen hegemonialer Herrschaftsstrukturen aus der Perspektive dekolonialer Theorien und kritischer Diversity-Ansätze erkennen und im Seminar bearbeiten? Welche Traditionen und innovativen Ansätze in der Pädagogik fördern, welche behindern global-transformatives Lernen?
    Diesen und ähnlichen Fragen wollen wir im Rahmen unseres ‚lernenden‘ Forschungsseminars nachgehen. Dabei dürfen und sollen Eure eigenen Fragestellungen und Schwerpunktsetzungen einen großen Raum einnehmen. Aufbauend auf Erfahrungen mit einem Forschungsseminar aus dem Sommersemester 2020, wird es von Studierenden und Lehrenden aus Universität und Zivilgesellschaft gemeinsam gestaltetet und dabei vorgenommene didaktische Experimente immer wieder selbst reflektiert. Begleitet wird diese Lernreise von einem Reiseleitungsteam, bestehend aus Studierenden, Bildungspraktiker:innen und Universitätsangehörigen.

    Leistungsanforderung: Mitarbeit, Präsentation, Hausarbeit.

    Anmeldung: mit Angabe von Namen, Matrikelnummer, Studienfach und Semesterzahl, Adresse, Geburtsort und -datum bei lehrespam prevention@weltethos-institut.org.