Tübingen School of Education (TüSE)

Weiter- und Fortbildungen aus dem Bereich Deutsch als Zweitsprache und sprachbildender Unterricht

Erlasslehrgang "VKL und VABO Multiplikatoren – Zugang zu Fachinhalten durch fachorientierte Sprachförderung" – Konzeption

Ziel des Erlasslehrgangs „VKL und VABO Multiplikatoren – Zugang zu Fachinhalten durch fachorientierte Sprachförderung“ ist es, den Multiplikator*innen, die im Bereich der Baden-Württembergischen Vorbereitungs- und VABO-Klassen tätig sind, Möglichkeiten der Verknüpfung von Sprach- und Fachunterricht aufzuzeigen. Für die Fortbildung wurde ein auf die Zielgruppe zugeschnittener, umfangreicher Reader konzipiert, der die Basis für die Arbeit in den vier Modulen des Erlasslehrgangs darstellt.

Grundlage der im Erlasslehrgang präsentierten Materialien sind etablierte fremd- und zweitsprachdidaktische Arbeitsprinzipien, die an die fachorientierte Spracharbeit angelegt werden. Der Fortbildung liegt die Auffassung zugrunde, dass eine Annäherung an sprachlich-fachliche Lernprozesse nur aus einer doppelten Perspektive erfolgen kann und diese in erster Linie in kooperativen Settings in konkreten Lehr-Lern-Projekten sowie in der gemeinsamen Entwicklung von Aufgaben und Arbeitsmaterialien durch Sprachexpert*innen sowie Fachlehrer*innen entsteht. Ausgehend von einem durchgehend anwendbaren, quer zu Schulformen und Fächern liegenden, standardisierten sprachdidaktischen Methodenrepertoire wurden an die Erarbeitung der Fortbildungsmaterialien folgende Prinzipien angelegt:

Erlasslehrgang für Multiplikator*innen für VKL und VABO - Bedarsforientierte Fortbildung "Zugang zum Fach" am 23./24. April 2018 in Durbach für die Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen, verantwortlich: Prof. Dr. Kristina Peuschel und Eva-Larissa Maiberger (M.A.)

Fortbildungsbaustein "Besonderheiten des DaZ-Unterrichts" – Konzeption

Innerhalb des Fortbildungsangebots „Deutsch als Fremdsprache“, das von der Abteilung Deutsch als Fremdsprache und Interkulturelle Programme für (Lehramts-)Studierende der Universität Tübingen angeboten wird, gibt es jeweils im Sommersemester den Fortbildungsbaustein „Besonderheiten des DaZ-Unterrichts“. Ziel des Fortbildungsbausteins ist es, die teilnehmenden (Lehramts-)Studierenden auf den Berufsalltag in sozial, sprachlich und kulturell heterogenen Schulklassen vorzubereiten. Es werden verschiedene Ausprägungen des Spracherwerbs (Erstspracherwerb / Fremdspracherwerb / Zweitspracherwerb) mit den jeweils charakteristischen Gemeinsamkeiten und Verschiedenheiten sowie die vielschichtigen Einflussfaktoren auf den Spracherwerb bei mehrsprachigen Kindern (wie z. B. Kontaktalter, Kontaktdauer, gesteuerter bzw. ungesteuerter Spracherwerb) thematisiert. Studierende lernen, zwischen den verschiedenen DaZ-Lernertypen (z. B. Seiteneinsteiger vs. hier geborene DaZ-Lernende) zu unterscheiden und sich auf ihre speziellen Bedarfe bei der Vermittlung von Fachwissen bzw. Sprachwissen im (Fach-)Unterricht einzustellen. Der Fokus liegt auf der Bewusstmachung der verschiedenen sprachlichen Fähigkeiten und Kompetenzen ihrer künftigen Schülerinnen und Schüler (Alltagssprache, Unterrichtsprache, Bildungssprache, Fachsprache) sowie der Beschreibung und Abgrenzung der Konzeptionalität von Schülersprachäußerungen (konzeptionelle Mündlichkeit vs. konzeptionelle Schriftlichkeit). Innerhalb des Weiterbildungsangebots setzen sich Studierende auch mit Themenbereichen Erwerbsstufen, Prozessorientierung und Fehlerkorrektur/-toleranz, „Stolpersteine“ der deutschen Sprache und Prinzipien und Methoden des DaZ-Unterrichts auseinander.

Konzeption und Durchführung des Fortbildungsangebots im SoSe 2017 und 2018: Slavica Stevanović, Deutsches Seminar/TüSE