Tübingen School of Education (TüSE)

Inklusion und Diversity

Der Teilbereich Inklusion und Diversity befasst sich mit Prozessen der Differenz- und Ungleichheitskonstitution in Schule, Unterricht und Gesellschaft und fragt nach deren strukturbildenden Folgen. Die Forschungsprojekte innerhalb des Arbeitsbereichs widmen sich der theoretischen und empirischen Analyse unterschiedlicher Formen der klassifikationsbasierten Differenzierung von Personen in und durch soziale Systeme, insbesondere durch das Bildungssystem. Einen Schwerpunkt bildet hierbei die Analyse von Differenzierungsoperationen im Modus Inklusion/Exklusion sowohl auf organisatorischer (Schule) wie interaktioneller (Unterricht) Ebene des Bildungssystems.

Forschungsprojekte

Reflexivität und Intentionalität im Unterrichtshandeln – zur Frage der professionellen (Selbst‑)Beobachtung und Steuerung von Unterricht

(Habilitationsprojekt Dr. Daniel Goldmann)

Gegenstand des Habilitationsprojektes ist die reflexiv-intentionale Steuerung von Unterricht durch Lehrkräfte über (Selbst-)Beobachtungen während des Unterrichtshandelns. Empirisch wird die Frage der Steuerung von Unterricht auf die Situationen der unterschiedlichen Aneignungsthematisierungen bzw. Verstehensverstehens hin fokussiert, d.h. auf den Umgang mit SchülerInnenäußerungen. Dies wird separat mittels videografiertem Unterricht und durch das Video angeregte Interviews mit den Lehrkräften über ihre Gedanken während des Unterrichtens qualitativ-rekonstruktiv analysiert. Untersucht wird dabei zum einen allgemein, ob und wie die Aneignungen der SchülerInnen thematisiert werden und wie diese Unterrichtssituationen durch die Reflexionen und Beobachtungen der Lehrkräfte mitgesteuert werden. Zum anderen geht es aber auch darum, ob und wie diese ‚internen‘ Entscheidungen in Form von klassifizierenden Zuschreibungen wie ‚externen‘ Gruppenmerkmale oder Eigenschaften erfolgen bzw. begründet werden.

Fortbildung