Tübingen School of Education (TüSE)

Schriftenreihe 1 Lehrerbildung. forschungsbasiert. anwendungsbezogen. verantwortungsbewusst.

Transformationsprozesse in der Lehrerbildung werden insbesondere auch in einem breiteren Aufgabenspektrum hin zu wissenschaftlichen Einrichtungen der Lehrerbildung mit klarem Forschungs- und Entwicklungsauftrag sichtbar. Damit verbunden sind eine Fülle an interdisziplinären Forschungs- und Entwicklungsprojekten in der Lehrerbildungs-, Schul- und Unterrichtsforschung in Kooperation von Bildungswissenschaften, Fachdidaktiken und Fachwissenschaften. Die Schriftenreihe „Lehrerbildung. forschungsbasiert. anwendungsbezogen. verantwortungsbewusst." der Tübingen School of Education will die Vielfalt der Forschungserkenntnisse zum Vorschein bringen und in Wissenschaft und Praxis im Kontext der Lehrerbildung transferieren. Sie wird  herausgegeben von Thorsten Bohl, Nina Beck und Sibylle Meissner. Alle Bände dieser Reihe erscheinen bei der Tübingen University Press (TUP) im Open Access-Format und unterliegen einem externen Peer Review-Verfahren.  Zielgruppen sind je nach inhaltlicher Ausrichtung des Bandes Forschende in den Lehrerbildungs-, Schul-, und Unterrichtsforschung aus den Bildungswissenschaften, Fachdidaktiken und Fachwissenschaften, Akteure der Lehrerbildung, insbesondere der ersten Phase, aber auch der zweiten und dritten Phase der Lehrerbildung, Lehramtsstudierende, Lehrkräfte sowie Akteure der Bildungspolitik -und -administration.

Band 2: Vielfältig herausgefordert. Forschungs- und Entwicklungsfelder der Lehrerbildung auf dem Prüfstand.

Herausgegeben von Nina Beck, Thorsten Bohl und Sibylle Meissner (2021). Die Open-Access-Beiträge des Sammelbands Vielfältig herausgefordert. Forschungs- und Entwicklungsfelder der Lehrerbildung auf dem Prüfstand. Diskurse und Ergebnisse der ersten Förderphase der Qualitätsoffensive Lehrerbildung an der Tübingen School of Education können frei als pdf-Datei heruntergeladen werden.

Im Sammelband „Vielfältig herausgefordert“ werden zentrale wissenschaftliche Ergebnisse (aus Lehre, Forschung und Entwicklung) der ersten Phase des Förderprogramms Qualitätsoffensive Lehrerbildung an der Tübingen School of Education vorgestellt und diskutiert. Angesprochen sind Lehrerbildnerinnen und Lehrerbildner sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Interesse an den folgenden spezifischen Teilthemen der Lehrerbildungsforschung:

  • Modellierung, Diagnose, Förderung und Entwicklung von Kompetenzen Lehramtsstudierender,
  • Digitale Medien in Lehrerbildung, Schule und Unterricht,
  • Inklusion und Exklusion in Gesellschaft und Bildungssystem,
  • Sprachliche Heterogenität und Sprachsensibilität in Lehrerbildung und Unterricht sowie
  • Professionalisierungsprozesse in der ersten und in der dritten Phase der Lehrerbildung.

Die Beiträge bringen eine Vielfalt an Forschungserkenntnissen zum Vorschein, die gerade aufgrund ihrer Heterogenität mit Blick auf die gewählten Themen sowie der jeweiligen Zugänge und Methoden besonders wertvoll sind. Sie repräsentieren damit die Vielfalt der Aktivitäten, Diskurse und Paradigmen des Feldes der Forschung und Entwicklung der Lehrerbildung und tragen mit dazu bei, zukünftige Lehrerinnen und Lehrer auf die beruflichen Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten. Im Sammelband "Vielfältig herausgefordert" wird deutlich, dass die (nicht zuletzt im Zuge der Förderprogramme von Bund und Ländern) entstandenen oder weiterentwickelten Einrichtungen der Lehrerbildung, wie die Tübingen School of Education, nunmehr auch Orte einer ausdifferenzierten Lehrerbildungsforschung sind. 

Flyer zur Neuerscheinung!

Band 1: Theorien! Horizonte für die Lehrerbildung

Herausgegeben von Martin Harant, Philipp Thomas und Uwe Küchler (2020)

Die Open-Access-Beiträge des Sammelbands „Theorien! Horizonte für die Lehrerbildung“ können frei als pdf-Datei heruntergeladen werden.

Weshalb muss ich mich mit Theorien auseinandersetzen, ich will doch nur Lehrerin oder Lehrer werden?
Die Beiträge des Bandes ‚Theorien! Horizonte für die Lehrerinnen- und Lehrerbildung‘ bieten eine Antwort auf diese Frage: Zum einen braucht unsere Gesellschaft die Diskussion über die Gesamtorientierung ihrer Bildungsziele und ebenso den fruchtbaren Streit innerhalb der Bildungswissenschaften und den Bezugswissenschaften der schulischen Fächer. In einer Zeit der politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Umbrüche im Bildungsbereich tritt das Bedürfnis nach einer orientierenden Reflexion stärker in den Vordergrund. Theoriediskurse sind der Ort dieser Selbstorientierung. Sodann müssen Lehramtsstudierende in die Lage versetzt werden, mehrperspektivisch zu denken. Dies können sie in der Beschäftigung mit Theorien am besten lernen. Die einzelnen Beiträge des Bandes zeigen, was Theorien jeweils neu sichtbar machen und was sie andererseits verschließen, wenn sie etwa einseitig oder totalisierend rezipiert werden. Schließlich haben Theorien eine genuin heuristische Kraft, Theorien machen sichtbar, sie öffnen Türen, sie lassen uns etwas neu verstehen. Entsprechend fragen die Beiträge des Bandes: Wo finden sich, ob in der Bildungswissenschaft oder den Fachdidaktiken, Beispiele für Aha-Erlebnisse oder für ein Verstehen größerer Zusammenhänge, die erst durch theoretische Durchdringung möglich werden? Was sehen wir in der Welt, in unserem Leben und als Phänomen ganz neu, wenn wir eine Theorie verstanden haben?

Der über 500 Seiten starke Sammelband „Theorien! Horizonte für die Lehrerbildung“ vereint für Lehrerinnen- und Lehrerbildung zentrale und bedeutsame Theorieansätze aus den verschiedenen Disziplinen der Bildungswissenschaften und 18 unterschiedlichen Fachdidaktiken. Die kritische und reflektierte Beschäftigung mit Theorien ist eine wichtige Kompetenz für angehende Lehrerinnen und Lehrer. Dass dies nicht nur für bestimmte Fachtraditionen gilt, sondern für die ganze Vielfalt der Bildungswissenschaften und zudem für alle Fachdidaktiken, wird in der gemeinsamen Publikation deutlich.