Tübingen School of Education (TüSE)

Aktuelles

11.05.2017

Bildungsräume an der Universität Tübingen beim TüFFF: TüSE präsentiert Forschung zur Lehrer*innenbildung zum Anfassen und Mitdenken


„Ich hätte auch gern so eine Lehrerin gehabt!“ Das hörte man am Nachmittag des 28. April 2017 häufiger, als Besucher*innen durch die TüSE-Promenade flanierten und sich von ihren Angeboten einfangen ließen. Das Tübinger Fenster für Forschung (TÜFFF), an dem die TüSE zum ersten Mal teilnahm, gewährt einem bunt gemischten Publikum spannende und interaktive Einblicke in die Welt der Wissenschaft. Universität und kooperierende Einrichtungen stellen dafür in verschiedenen Veranstaltungsformaten neueste Projekte, Erkenntnisse und Anwendungen vor.

Nicht zu übersehen waren in diesem Jahr die 16 Präsentationen, die sich unter dem von der TüSE initiierten Label „Bildungsräume an der Universität Tübingen“ versammelten und deren facettenreiches und kooperationsintensives Engagement für eine moderne und leistungsstarke Lehrer*innenbildung widerspiegeln. Neben der Darstellung wichtiger Arbeitsschwerpunkte wie das Forschungsprojekt Kompetenzmodellierung und -entwicklung von Lehrkräften oder Arbeiten zu einer inklusiven und internationalen Schule der Zukunft, zeigten auch die Kooperationspartner der TüSE ihre Beiträge zur Tübinger Lehrer*innenbildung: Das Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) z.B. demonstrierte faszinierende digitale Lehr- und Lernmöglichkeiten, das Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung (HIB) und die Graduiertenschule LEAD machten u.a. deutlich, wie hochanspruchsvolles Lernen bereits für Grundschulkinder gelingen kann. Das Institut für Erziehungswissenschaft (IfE), das aktuelle Forschungsschwerpunkte in Sachen Professionsforschung und die eigens dafür eingerichtete Arbeitsgruppe vorstellte, sowie Vertreter verschiedener Fachdidaktiken (Biologie-, Chemie-, Philosophie- oder Wirtschaftsdidaktik) vervollständigten die Tübinger Bildungsräume. Wer Lehrer*innenbildung aus einem Guss erleben wollte, war hier genau richtig.

Dabei konnte man sich vielen Projekten spielerisch nähern, wie beispielsweise dem TüSE-Teilprojekt ProfiL, einem hochindividualisierten und langfristigen Beratungsangebot, das angehende Lehrer*innen in ihrem Professionalisierungsprozess begleitet. Als Mitmachangebot fragte es nach dem Bild einer guten Lehrerin, das kleine und große Interessierte zusammenpuzzeln konnten. Gemeinsam wurde dann diskutiert, inwiefern die einzelnen Bausteine des Beratungsangebotes dazu beitragen können, dass Lehramtsstudierende solche Entwicklungsanforderungen erfolgreich bewältigen, die hinter den Idealbildern der Besucher*innen stecken.

Dabei wurde das äußerst große öffentliche Interesse an guter Bildung, an guten Lehrkräften und an einer entsprechend erstklassigen Lehrerbildung deutlich. Hier, inmitten der Bildungsräume von TüSE, HIB, IfE und IWM, ließ sich erahnen, wie all das gelingen kann.

Kathrin Kniep

Zurück