Tübingen School of Education (TüSE)

Aktuelles

20.06.2017

Zu Besuch bei der TüSE: Prof. Marc Rittberger, stellvertretender Direktor des Deutschen Instituts für internationale pädagogische Forschung (DIPF) berät die TüSE in Sachen OER und open access policy


Auf Einladung des Vorsitzenden des Advisory Board, Prof. Drewek, sowie des Direktors der TüSE, Prof. Bohl, besuchte Prof. Rittberger am 01.06.2017 die TüSE; das Rektorat wurde vertreten durch Prof. Amos, Prorektorin für Studierende, Studium und Lehre. Vom Leibniz Institut für Wissensmedien (IWM) nahm Prof. Lachner am Treffen teil.

Prof. Rittberger leitet die Abteilung Informationszentrum Bildung des DIPF, welche u.a. den Deutschen Bildungsserver und das Forschungsdatenzentrum Bildung koordiniert. Zudem leitet er zahlreiche Forschungsprojekte, u.a. zur Weiterentwicklung der Bibliometrie im Kontext digitaler Publikationen und zur Unterstützung der eHumanities.

Ziel des Treffens war eine intensive Diskussion und Beratung hinsichtlich der Bereiche Open Educational Ressources (OER) und open access policy. Renke Siems und Peter Rempis von der Universitätsbibliothek informierten zum einen über relevante Aspekte der Digitalisierungspolitik des Landes und des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst (Hochschulnetzwerk Digitalisierung der Lehre Baden-Württemberg, https://www.hnd-bw.de). Zum anderen präsentierten sie konkrete Möglichkeiten des open access Publizierens (in den Verlagsreihen Tübingen University Press sowie Tübingen Library Publishing) und der Erstellung von Inhalten für das Landes OER Repository (ab Herbst 2017: https://www.hnd-bw.de/themengruppen/open-educational-resources/). Das Ministerium möchte OER zum Alltagsmedium für die Lehre machen, derzeit werden etwa schon komplette Module eines BA-Studiengangs Informatik auf OER angeboten. Die UB Tübingen kann in einem Antragsverfahren hier support bieten in Form von Autorengeldern sowie rechtlicher und technischer Beratung.

Nach einer Darstellung der TüSE als sich entwickelnder Institution und möglicher Ansatzpunkte für open access publishing und OER durch Prof. Bohl nahm Prof. Rittberger zu Entwicklungsmöglichkeiten der TüSE in diesen Bereichen Stellung.

Als Rahmen definiert Prof. Rittberger hier zunächst die Bereitschaft der Fachdisziplinen zur Umorientierung hinsichtlich der jeweiligen Veröffentlichungskultur sowie den Urheber- und den Datenschutz. Als ein erstes mögliches konkretes Projekt sehen Prof. Rittberger und Prof. Bohl die Herstellung grundlegender didaktischer Materialien für OER durch interessierte fachdidaktische und bildungswissenschaftliche Professuren. Aus fachdidaktischen Promotionen könnten zudem Materialien und Handreichungen für fachdidaktische Weiterbildungsangebote entstehen. Dabei rät Prof. Rittberger auch zu kürzeren Formaten wie etwa konkreten Anleitungen zur Erklärung eines bestimmten fachlichen Problems.

Prof. Drewek und Prof. Rittberger sehen incentives für OER-Beteiligte als zielführend an. Prof. Drewek rät zur konsequenten Einbeziehung des IWM (e-teaching.org) bei einer Konzeption der TüSE im Bereich OER. Prof. Rittberger hebt abschließen die Bedeutung von OER-Veröffentlichungen und OER-Angeboten hervor: Auch im Rahmen von Begutachtungsverfahren überprüften Gutachter mittlerweile Wissenschaftler*innen auf entsprechende Veröffentlichungen und Aktivitäten. Die TüSE sei mit einer proaktiven OER-Strategie gut beraten.

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