Tübingen School of Education (TüSE)

Workshop-Reihe: New Topics INKLUSION

Seit Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland sind die Landesschulsysteme aufgefordert, Formen inklusiver Bildung zu entwickeln und zu implementieren. Zugleich stellt sich auch vor dem Hintergrund von Flucht und Migration die strukturelle Verbesserung der Bildungsteilhabe aller Schüler*innen als drängende gesellschaftliche Aufgabe dar, die nicht allein die politische Ebene und die Institutionen der Lehrer*innenbildung zum Handeln auffordert, sondern gleichermaßen auch Schulleitungen als Akteure einzelschulischer Entwicklungsprozesse sowie jede einzelne Lehrkraft in ihrem täglichen Unterrichtshandeln betrifft.

Angesichts der zentralen gesellschaftlichen Bedeutung erfolgreich verlaufender Bildungsprozesse und der öffentlichen Diskussion über die Möglichkeiten und Schwierigkeiten von ,Inklusion‘ scheint eine kritisch-reflexive Auseinandersetzung mit zentralen Fragen, die mit der Umsetzung von Inklusion im Kontext allgemeinbildender und beruflicher Gymnasien sowie Gemeinschaftsschulen aufgeworfen sind, dringlicher denn je. Die Reihe ,New Topics INKLUSION‘ bietet hierfür eine Plattform und ermöglicht den fachlichen Austausch zwischen Wissenschaftler*innen, Lehrkräften, Multiplikator*innen in der Lehrer*innenbildung, Vertreter*innen der Schulverwaltung sowie weiteren interessierten Akteur*innen.

Im Workshop Diversity und Inklusion im Kontext gymnasialer Bildung: Herausforderungen und Perspektiven werden die Ebene der Einzelschulentwicklung in den Blick genommen und gymnasiale Inklusionsstrategien sowie Möglichkeiten des ‚Nachteilsausgleichs‘ vorgestellt.

Der Workshop Inklusion und sprachliche Heterogenität – ein Thema für die gymnasiale Lehrer*innenbildung? steht im Zeichen des gegenwärtigen Umgangs mit sprachlicher Heterogenität. Diskutiert werden die Auswirkungen des VKL-Systems auf Seiteneinsteiger*innen sowie das inklusive Entwicklungspotenzial, das in der Anerkennung von Mehrsprachigkeit als Kompetenz liegen könnte.

Während sich die ersten beiden Veranstaltungen an das schulische Feld richten, soll der dritte Workshop, Inklusion – ein fachdidaktischer Forschungsgegenstand?, Raum für den internen Austausch zwischen Erziehungswissenschaft und Fachdidaktik bieten, um Forschungs- und Entwicklungsperspektiven zu diskutieren. Anregungen für die interdisziplinäre Diskussion bieten ein Input zu den zentralen Forschungsfragen inklusiver Didaktik sowie eine kritische Skizze aktueller Ansätze in der qualitativen Inklusionsforschung.

Die Workshops können als professionsbezogene Weiterbildungen von Lehrer*innen genutzt werden.

Weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen erhalten Sie auf den jeweiligen Workshop-Seiten:

Diversity und Inklusion im Kontext gymnasialer Bildung: Herausforderungen und Perspektiven

26. Januar 2018, 13–18:30 Uhr ⋅ Universität Tübingen, Brechtbau, Wilhelmstr. 50, R. 027

Zielgruppe: Schulleitungen und Lehrer*innen sowie interessierte Akteure der Lehrer*innenbildung und Bildungsverwaltung

Inklusion und sprachliche Heterogenität – ein Thema für die gymnasiale Lehrer*innenbildung?

02. Februar 2018, 14–18 Uhr ⋅ Universität Tübingen, Brechtbau, Wilhelmstr. 50, R. 027

Zielgruppe: Schulleitungen, Fachlehrer*innen und VKL-Lehrkräfte im Sekundarbereich sowie interessierte Akteure der Lehrer*innenbildung und Bildungsverwaltung

Inklusion – ein fachdidaktischer Forschungsgegenstand?

16. Februar 2018, 13–18 Uhr ⋅ Universität Tübingen, Brechtbau, Wilhelmstr. 50, R. 027

Zielgruppe: Fachdidaktiker*innen und (Erziehungs)Wissenschaftler*innen der Universität Tübingen

Das Workshop-Angebot ,New Topics INKLUSION‘ ist Teil der Veranstaltungsreihe ,New Topics Lehrer*innenbildung‘, die die Tübingen School of Education im Zeitraum Sept. 2017 bis Mai 2018 an der Universität Tübingen durchführt. Die Veranstaltungen richten sich an Wissenschaftler*innen, Lehrkräften, Multiplikator*innen in der Lehrer*innenbildung(sforschung) und weitere interessierte Akteur*innen. Die Workshops sind kompakt geplant, sie laden zu einem unmittelbaren inhaltlichen Austausch und zur Kontaktaufnahme sowie Netzwerkbildung ein.

Die Veranstaltungsreihe wird im Kontext der BMBF-Qualitätsoffensive Lehrerbildung gefördert und leistet einen umfassenden Beitrag zur Verbesserung der Lehrer*innenbildung – durch eine konsequent kritisch-reflexive Verknüpfung von Forschung und Praxis.