Zentrum für Datenverarbeitung (ZDV)

Konferenztypen aus technischer Sicht

Eine entscheidende Variable bei der Planung einer Videokonferenz ist die Anzahl der beteiligten Videokonferenzsysteme. Soll die Konferenz mit nur einer Gegenstelle durchgeführt werden, entscheident man sich für die so genannte "Punkt-zu-Punkt"-Verbindung. Dabei wird die Gegenstelle direkt über ihre IP-Adresse oder ihre Rufnummer angewählt. Dies ist vergleichbar mit der herkömmlichen Telefonie.

Wenn die Anzahl der Konferenzpartner größer ist, wird eine "Mehrpunkt"-Konferenz erforderlich. Eine "Multipoint Connection Unit" (MCU) dient bei der Verbindung als zentraler Einwahlknoten für alle Konferenzteilnehmer. Die MCU nimmt alle Audio- und Videoströme entgegen, komprimiert diese über definierte Standards und sendet die Signale an alle Teilnehmenden zurück. Ein sogenannter "Leader", welcher meist die Konferenz anmeldet, übernimmt die Leitung der Konferenz. Er lädt die Teilnehmenden ein und steuert die Konferenz.

Für Mehrpunktkonferenzen wird vom ZDV die MCU des Deutschen Forschungsnetzes (DFN) in Stuttgart genutzt. Für nähere Informationen: https://www.vc.dfn.de/

Zusätzlich zu Video- und Audiosignalen (Videokonferenz) kann auch eine Datenübertragung (Protokoll T.120) erfolgen. Mit dieser Datenübetragung können z.B. Präsentationen mittels PowerPoint, ActiveSlide, Impress u.s.w. in guter Qualität gesendet, empfangen und gemeinsam bearbeitet werden. Diese Datenübertragung kann auch mit Microsoft-Netmeeting unabhängig von einer MCU auf einem zusätzlichen Rechner bzw. Notebook parallel zur eigentlichen Videokonferenz erfolgen. Falls kein eigenes System zur synchronen Datenübertragung vorhanden ist, kann dieses nach Absprache in den Konferenzräumen des ZDV zur Verfügung gestellt werden.