Botanical Gardens

Highlight des Monats

Entdecken Sie Highlights im Botanischen Garten für jede Jahreszeit: besondere Blüten, auffällige Früchte, außergewöhnliche Pflanze-Tier-Interaktionen und vieles mehr!

Aktuelles Highlight: Die Gelbe Lotusblume (Nelumbo lutea)

Highlights im Frühjahr

Der blühende Judasbaum, das Highlight im Mai 2019

Bärentraube (Arctostaphylos uva-ursi) im Ökologischen Alpinum, April 2019

Japanische Kamelie (Camellia japonica), März 2019

Die Japanische Kamelie blüht im Fuchsienpavillon.

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Der Frauenschuh (Cypripedium calceolus) im Alpinum, Mai 2018

Der Frauenschuh (Cypropedium calceolus) im Alpinum

Infotafel

Frühlingsaspekt im Rhododendrontal, April 2018

... ist der Frühlingsaspekt im Rhododendrontal

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Ananas comosus, Bromeliaceae; April 2017

Die Ananas blüht!

Ananas comosus, Bromeliaceae

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Pyrenäen-Löffelkraut (Cochlearia pyrenaica), Mai 2016

Schwäbisches Glazialrelikt: Pyrenäen-Löffelkraut (Cochlearia pyrenaica), Brassicaceae


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Schokoladenwein Akebia qinata (Fingerfruchtgewächse, Lardizabalaceae), April 2016

Der Schokoladenwein Akebia qinata (Fingerfruchtgewächse, Lardizabalaceae)

im Arboretum

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Dionysien-Blüte, März 2016

Die Dionysien-Blüte: faszinierende Primelgewächse zeigen sich als bunte Polster

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Augustines Rhododendron (Rhododendron augustinii), Mai 2015

Augustines Rhododendron (Rhododendron augustinii) und die Vielfalt der Rhododendren im Botanischen Garten Tübingen

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Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris), April 2015

Blüte der Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris)

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Kaffee (Coffea arabica), März 2015

Rote Kaffeekirschen: Coffea arabica im Tropicarium

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Taschentuchbaum (Davidia involucrata), Mai 2014

Highlight im Mai: Ein Baum voller Taschentücher

Taschentuchbaum (Davidia involucrata), Familie der Hartriegelgewächse (Cornaceae)

Der chinesische Taubenbaum, der auch –vielleicht noch treffender–Taschentuchbaum genannt wird ist zur Blütezeit durch schneeweiße Hochblätter, die die Blütenstände umgeben, besonders auffällig. Diese Hochblätter erscheinen bereits mit dem Austrieb, bleiben aber lange Zeit grün und laubblattähnlich. Erst zur Blüte strecken sie sich stark und verlieren nach und nach das Blattgrün bis sie schließlich vollkommen weiß sind. Damit dienen sie der Anlockung von bestäubenden Insekten und stellen zugleicheinen wirksamen Schutz vor Regen dar. Beim Taschentuchbaum befinden sich zahlreiche Einzelblüten an einem kugeligen Köpfchen. Davon ist nur eine zwittrig, alle anderen Blüten sind männlich. Nach Bestäubung fallen die Hochblätter bald ab und es entsteht aus einem solchen Blütenstand eine einzige fast eiförmige Steinfrucht, die bis zu sieben Samen enthalten kann. Die Samen des Taschentuchbaums sind erst zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts mit dem Pflanzenjäger Henry Ernest Wilson aus West-China nach Europa gelangt. Entdeckt wurde der Taschentuchbaum wenige Jahrzehnte zuvor im Jahr 1868 von dem französischen Missionar und Naturforscher Abbé Pierre Armand David, nach dem er auch benannt wurde.

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Gegenblättrige Steinbrech (Saxifraga oppositifolia), April 2014

Highlight im April: Höhenrekordhalter in Europa:

der Gegenblättrige Steinbrech (Saxifraga oppositifolia)

Im Alpinum des Botanischen Gartens blühen derzeit immer mehr Pflanzenarten auf, die im milden Tübinger Klima etwas zeitiger dran sind, als in ihrer deutlich kälteren Heimat. Mit dunkelrosafarbenen Blüten macht gerade ein Pflänzchen auf sich aufmerksam, das man im vegetativen Zustand aufgrund seiner geringen Größe leicht übersehen kann: der Gegenblättrige Steinbrech (Saxifraga oppositifolia), ein Vertreter der Steinbrechgewächse.

Die ledrigen Blätter sind maximal 4 Millimeter lang und stehen gegenständig an niederliegenden Trieben. Die ganze Pflanze erreicht nur eine Höhe von wenigen Zentimetern, bildet aber lockere Polster aus, die Jahrzehnte alt werden können. In Schutthalden und Felsspalten der Alpen ist diese Pflanze häufig zu finden, wo sie aber je nach Standort erst im Mai bis Juli zur Blüte kommt.

Der Gegenblättrige Steinbrech ist auch in der Arktis zu Hause, hier jedoch in tieferen Lagen, aber bis immerhin 750 Kilometer Nähe zum Nordpol. Ganz offensichtlich kommt diese Pflanze mit Kälte gut zurecht, und tatsächlich ist der winzige Gegenblättrige Steinbrech ein echter Rekordhalter: Vertreter dieser Art wurden in einer Höhe von über 4500 m von Schweizer Wissenschaftlern am Dom in den Schweizer Alpen entdeckt und untersucht. Das ist nicht nur vermutlich einer der kältesten Standorte, an denen pflanzliches Leben noch möglich ist, sondern auch das derzeit höchste belegte Vorkommen einer höheren Pflanze in Europa.

Die Blütenknospen für das nächste Jahr werden schon im Sommer angelegt, so dass dieser Steinbrech einer der ersten ist, der nach der Schneeschmelze zu blühen beginnt.

Die Schneeschmelze musste heuer nicht abgewartet werden, und so ist das kurze Wunder der pinken Steinbrech-Blüten schon jetzt im Alpinum zu erleben.

Laden Sie sich hier die Infotafel zum Gegenblättrigen Steinbrech herunter!

Leberblümchen (Hepatica nobilis), März 2014

Highlight im März: Das Leberblümchen (Hepatica nobilis)

Das Leberblümchen gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) und ist eine ausdauernde, kalkliebende Pflanze, die vor allem in krautreichen Buchenwäldern zu finden ist. Die Laubblätter überwintern unter der Schneedecke, die Blütenknospen sind am Rhizom in der Streuschicht geschützt.
Durch die zahlreichen Blütenblätter sehen die Leberblümchen wie kleine Sterne aus. Sie bieten zwar keinen Nektar, dafür aber große Pollenmengen, die von Käfern, Schwebfliegen und Bienen gern angenommen werden. Aus den blauen Blüten entwickeln sich unscheinbare Früchte, es sind mehrere kleine Nüsschen. Diese Nüsschen besitzen an ihrer Basis ein weißes, eiweißreiches Anhängsel. Angelockt durch das nährstoffreiche Futterkörperchen verschleppen Ameisen die kleinen Früchte viele Meter weit, oft sogar in die nährstoffreiche Nähe des Nestes.
Eine Besonderheit sind die Laubblätter des Leberblümchens, sie sind unverkennbar und namensgebend: die dreilappigige Form und jetzt zur Blütezeit oft dunkelrote Farbe erinnern an die menschliche Leber. So schrieb man dem Leberblümchen zu früheren Zeiten nach der Signaturenlehre leberheilende Eigenschaften zu. Heute hat das Leberblümchen in der Heilkunde keine Bedeutung mehr, aber der Name ist geblieben.

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Purpur-Knabenkraut (Orchis purpurea), Mai 2013

Die Orchidee des Jahres 2013: das Purpur-Knabenkraut (Orchis purpurea)

Das Purpur-Knabenkraut gedeiht auf Halbtrockenrasen und an halbschattigen Waldrändern und ist kalkhold. Tatsächlich ist sie im Botanischen Garten nicht angepflanzt oder angesalbt, sondern hat hier ihren natürlichen Standort und wuchs an dieser Stelle schon, bevor der Botanische Garten entstand. Heute sind die natürlichen Vorkommen des Purpur-Knabenkrauts im Botanischen Garten Bestandteil der Abteilung Schwäbische Alb und prägen hier einen seiner typischen Standorte: die Wacholderheide.Das Purpur-Knabenkraut ist durch seine Größe (bis 75 cm Höhe!) und den reichblütigen, kontrastreichen Blütenstand mit dem charakteristischen braunroten „Helm“ an den Einzelblüten gut zu erkennen. Allerdings ist diese Orchidee auch sehr variabel, so dass die Form der Lippe und die Flecken darauf sehr unterschiedlich aussehen können. Auch kommen Hybridbildungen mit anderen Orchideenarten vor. Wie alle einheimischen Orchideen ist das Purpur-Knabenkraut streng geschützt.

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Amazonas-Schwertpflanze (Echinodorus amazonicus), April 2013

Amazonas-Schwertpflanze

Die Amazonas-Schwertpflanze (Echinodorus amazonicus) gehört mit vielen verwandten Arten zu den beliebtesten Aquarienpflanzen. Sie stammt, wie der Name schon verrät, aus dem Amazonasgebiet und lebt amphibisch, d.h. sie kann bei hohen Wasserständen untergetaucht leben, und bei Niedrigwasser oder während Trockenzeiten an Land.Da für die Amazonas-Schwertpflanze hier im Aquarium immer Hochwasser herrscht, sind Blüten nur sehr selten zu beobachten. Allerdings bildet die Pflanze hier an den langen Trieben, an denen bei Niedrigwasser Blüten sitzen würden, so genannte Kindel aus, also junge Pflanzen, die in ihrem Erbgut der Mutterpflanze entsprechen.Dieses Phänomen lässt sich derzeit sehr gut im Aquarium beobachten.

Laden Sie sich hier die Infotafel zur Amazonas-Schwertpflanze herunter!

Gebirgs-Mammutbaum (Sequoiadendron giganteum), März 2013

Gebirgs-Mammutbaum

Einige Vertreter der Gebirgs-Mammutbäume gehören zu den größten Lebewesen der Erde, auch wenn man das unseren Exemplaren hier im Botanischen Garten noch nicht unbedingt ansieht.

Beeindruckend ist aber jetzt schon die dicke, rotbraune Rinde, die den Stamm in seinem natürlichen Habitat vor Waldbränden schützt. In den überraschend kleinen Zapfen bilden sich ca. 200 Samen, die von Eichhörnchen verbreitet werden. Sie keimen wiederum vor allem nach Waldbränden, wenn der Boden durch das Feuer sterilisiert und frei von Konkurrenten ist und durch die Asche gedüngt wurde.
Vor der letzten Eiszeit war der Gebirgs-Mammutbaum auch in Europa heimisch und wird auch heute als Zierbaum vielerorts angepflanzt. Sein rezentes, natürliches Verbreitungsgebiet beschränkt sich jedoch auf die Westhänge der Sierra Nevada in Kalifornien.

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Paeonia rockii ssp. linyanshanii; Mai 2012

Highlight im Mai: Die größten Blüten unter den Pfingstrosen

Sie sind weiß mit dunklen Basalflecken und können Durchmesser bis 20 cm erreichen: die Blüten von Paeonia rockii ssp. linyanshanii. Es handelt sich um eine Strauch-Pfingstrose, die in den Bergregionen Zentralchinas vorkommt.

Zahlreiche Strauchpfingstrosen-Sorten sind in China im Laufe von Jahrtausenden Züchtungsgeschichte entstanden, doch steigt in Europa die Nachfrage nach den wertvollen Gehölzen erst seit wenigen Jahrzehnten. Die sehr früh austreibenden asiatischen Sorten können gelegentlich Schäden von Spätfrösten erleiden, sind aber dennoch sehr robust.

Im Botanischen Garten der Universität Tübingen werden 7 Wildarten und über 60 Sorten von Strauch-Pfingstrosen kultiviert. Wer hier ihre Schönheit erleben möchte, findet die größte Vielfalt am Hauptweg zwischen Haupteingang und Gewächshäusern. Aber auch im Asienbereich des Rhododendron-Tals und im Arboretum sind im Mai blühende Strauch-Pfingstrosen zu sehen.

Laden Sie sich hier die Infotafel zur Strauch-Pfingstrose herunter!

Stinktierkohl oder Riesen-Kalla (Gattung Lysichiton), April 2012

Highlight im April: Auffällige Blütenstände des Amerikanischen Stinktierkohls

Im nassen Uferbereich entwickelt jetzt im zeitige Frühjahr der Stinktierkohl oder die Riesen-Kalla (Gattung Lysichiton) seine Blütenstände. Wie für die Familie der Aronstabgewächse typisch, zeigen sie einen kolbenförmigen Blütenstand, der von einem Hochblatt, der Spatha, umhüllt ist und damit ein wenig an unseren einheimischen Aronstab erinnert. Die Spatha des Amerikanischen Stinktierkohls ist leuchtend gelb. Die Blätter erscheinen erst während oder nach der Blüte und werden bis zu 50 cm breit und 1,5 m lang. Damit ist der Stinktierkohl auch nach der Blüte noch ein exotisch anmutendes, attraktives Gewächs. Der etwas unangenehme Geruch lockt Bestäuber an.

Laden Sie sich hier die Infotafel zum Stinktierkohl herunter!

Efeutute (Epipremnum pinnatum ‚Aureum’), März 2012

Riesige Zimmerpflanze als Highlight im März

Die Efeutute oder Epipremnum pinnatum ‚Aureum’, ist mit ihren herzförmigen, glänzenden, oft hell gemusterten Blättern in vielen Wohnungen und Büros als Topf- oder Ampelpflanze anzutreffen.

Gemäß ihrer natürlichen Lebensweise als tropische Kletterpflanze entfaltet sie sich im Tropicarium des Botanischen Gartens zu einem gigantischen Gewächs: in mehr als 10 m Höhe erreichen die Blätter Längen von mehr als 80 cm!

Laden Sie sich hier die Infotafel zur Efeutute herunter!

Highlights im Sommer

Die Endlicher-Pelargonie (Pelargonium endlicherianum) blüht (Juli 2019)

... blüht im Alpinenhaus

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Die Riesen-Pfeifenblume (Aristolochia gigantea) im Tropicarium blüht (Juni 2019)

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Riesen-Engelwurz (Angelica gigas), August 2018

Die Riesen-Engelwurz (Angelica gigas) blüht im Rhododendrontal.

Infotafel

Magellan-Stachelnüsschen (Acaena magellanica), Juli 2018

Das Magellan-Stachelnüsschen (Acaena magellanica) fruchtet in der Abteilung "Antarktisches Florenreich" im Geografischen Alpinum.

Infotafel

Himalaya-Riesenlilie (Cardiocrinum giganteum, Liliaceae), Juni 2018

Himalaya-Riesenlilie (Cardiocrinum giganteum, Liliaceae)

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Korallenbaum (Erythrina crista-galli), August 2017

Highlight ist der Korallenbaum (Erythrina crista-galli)

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Blutweiderich (Lythrum salicaria), Juli 2017

Highlight ist der Blutweiderich (Lythrum salicaria)

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Chinesische Gewürzstrauch (Calycanthus chinensis), Juni 2017

Highlight ist der Chinesische Gewürzstrauch (Calycanthus chinensis)

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Erdbeer-Klee (Trifolium fragiferum), August 2016

Die Fruchtstände des Erdbeer-Klees (Trifolium fragiferum)

entlang des Hauptweges im rasen.

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Gallen (von Aceria lateannulatus) an der Winter-Linde (Tilia cordata), Juli 2016

Die blühende Winter-Linde mit hörnchenförmigen Gallen auf der Blattoberseite

Tilia cordata (Malvaceae), Aceria lateannulatus (Eriophyidae)

im Revier Schwäbische Alb

Tulpenbaum (Liriodendron tulipifera), Juni 2016

Der blühende Tulpenbaum (Liriodendron tulipifera)

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Seidenakazie (Albizia julbrissin), August 2015

Die Seidenakazie blüht! (Albizia julbrissin)

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Strauch-Rosskastanie (Aesculus parviflora), Juli 2015

Strauch-Rosskastanie (Aesculus parviflora)

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Duftender Diptam (Dictamnus albus), Juni 2015

Duftender Diptam (Dictamnus albus)

in der Systematischen Abteilung und im Revier Schwäbische Alb.

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Mammutblatt (Gunnera manicata, Gunneraceae), August 2014

Riesig: das Mammutblatt (Gunnera manicata, Gunneraceae)

in der Systematischen Abteilung.

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Maiapfel (Podophyllum hexandrum, Berberidaceae), Juli 2014

Schön und giftig: der Maiapfel (Podophyllum hexandrum, Berberidaceae)

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Großblättrige Pfeifenwinde (Aristolochia macrophylla), Juni 2014

Highlight im Juni: Trickreiche Blüte

Großblättrige Pfeifenwinde (Aristolochia macrophylla), Familie der Osterluzeigewächse (Aristolochiaceae)

Die Großblättrige Pfeifenwinde macht ihrem Namen alle Ehre und wird durch die dachziegelartig angeordneten, großen, herzförmigen Blätter auch hierzulande gerne zur Fassadenbegrünung verwendet. beheimatet ist sie allerdings im Osten der USA.
Wer etwas näher an die Pflanze herantritt, kann versteckt zwischen den großen herzförmigen Blättern die Blüten der Pfeifenwinde erkennen, ihre Form erinnert tasächlich etwas an eine Tabakpfeife. Die Blütenöffnung ist von einer breiten, häutigen, braun gemusterten Lippe umgeben und sie sendet einen unangenehmen Geruch aus. Fliegen gelangen bei der Suche nach einem geeigneten Ort für die Eiablage in die enge Öffnung, und fallen in die glatte, u-förmig gebogene und innen meist dunkel gefärbte Blütenröhre. Beim Umherlaufen bestäuben die kleinen Insekten die Blüte. Ist das geschehen, bleicht die Blüte nach einiger Zeit aus und erschlafft. So können die gefangenen Insekten schließlich aus der Kessel-Gleitfalle entkommen.

Neben ihren Ziereigenschaften und den besonders trickreichen Blüten ist die Großblättrige Pfeifenwinde auch ein Vorbild für die Technik: Reparaturzellen im Inneren des Sprosse können in Sekundenschnelle feine Risse versiegeln, ein Prinzip das auch bei pneumatischen Systemen in der Technik hilfreich ist.

Laden Sie sich hier die Infotafel zur Großblättrigen Pfeifenblume herunter!

Pimpernuss (Staphylea pinnata), August 2013

Highlight im August:

Die Pimpernuss mit ihren blasigen Früchten

Ihren Namen hat die Pimpernuss (Staphylea pinnata) von den aufgeblasenen Früchten, in denen zur Reifezeit die abgelösten Samen klappern, denn „pimpern“ kommt aus dem Mittelhochdeutschen und bedeutet klappern. Verbreitungsschwerpunkt dieser Art ist in den südosteuropäischen-pontischen Gebirgen. Sie wächst gerne auf kalkhaltigen, nährstoffarmen und wärmebegünstigten Standorten.

Jetzt im Sommer reifen die Früchte: sie bestehen aus zwei verwachsenen Fruchtblättern, die eine zweikammerige, dünnhäutige Kapsel bilden. In jedem Fruchtfach befindet sich normalerweise ein Same – Abweichungen sind die Regel! So entstand ein Glücks-Orakel: viele Nüsschen in einer Frucht bedeuten viel Glück!

Außerdem kann man die Samen („Pimpernüsse“) geröstet essen und auch Schnaps aus ihnen herstellen.

Laden Sie sich hier die Infotafel zur Pimpernuss herunter!

Ähriges Tausendblatt (Myriophyllum spicatum), Juni 2013

Highlight im Juni

... ist das Ährige Tausendblatt - ein Leben (fast) komplett unter Wasser

Als echte Wasserpflanze verbingt es (fast) den kompletten Lebenszyklus untergetaucht. Gasaustausch und die Aufnahme von Nährstoffen geschieht – typisch für Tauchpflanzen – direkt über die Pflanzenoberfläche. Nur in größere Wassertiefen als 2,5 Meter kann das Tausendblatt wegen der abnehmenden Lichststärke nicht vordringen.
Einzig die Blüte wird über die Wasserfläche erhoben, was man derzeit hier im Wasserbecken sehen kann. In den oberen Abschnitten der Blütenstände befinden sich die männlichen Blüten, im unteren Bereich die weiblichen. Die Bestäubung übernimmt der Wind.

Laden Sie sich hier die Infotafel zum Ährigen Tausendblatt herunter!

Ananasgalle verursacht durch die Tannentrieblaus (Adelges nordmannianae), August 2012

Highlight im August

ist die Ananasgalle verursacht durch die Tannentrieblaus (Adelges nordmannianae).

Die zapfenähnliche Pflanzengalle an der Orient-Fichte wird aufgrund ihrer Form auch „Ananasgalle“ genannt. Ihre Entstehung verursacht im Frühjahr ein Weibchen der Tannentrieblaus (Adelges nordmannianae), die bei der Nahrungsaufnahme durch chemische Stoffe im Speichel das normale Wachstum eines Triebes manipuliert. Die fast kugelige Ananasgalle lässt von außen nicht erahnen, dass sich in ihrem Inneren zahlreiche Nachkommen dieses Weibchens ernähren. Im Sommer trocknet die Galle schließlich aus, wodurch die Nadeln auseinanderweichen und die Höhlungen freigeben. Die geflügelten Tannenläuse suchen nun ihren Zwischenwirt, die Nordmann-Tanne oder andere Tannenarten auf, um sich dort weiter zu ernähren und zu vermehren. Die Orient-Fichte trägt normalerweise keine messbaren Schädigungen durch die Gallbildung davon, obwohl es sich bei der Tannentrieblaus um einen Pflanzensaftsauger handelt.

Laden Sie sich hier die Infotafel zur Ananasgalle herunter!

Spinnweb-Hauswurz (Sempervivum arachnoides), Juli 2012

Highlight im Juli: Eine kleine, etwas urtümlich anmutende Alpenpflanze mit besonderem Charme...

... ist die Spinnweb-Hauswurz.

Die immergrünen fleischigen Blätter wachsen in einer kugeligen Rosette über mehrere Jahre hinweg und bilden nach und nach zahlreiche Tochter-Rosetten. Die namensgebenden spinnwebenartig verwachsenen Haare an den Blättern dienen als Verdunstungsschutz.

Diesen braucht sie auch, denn sie kommt nur an sehr trockenen Standorten wie Felsspalten vor. Weitere Anpassungen wie der kleine Wuchs, die Behaarung, die fleischigen Blätter und ein spezieller Photosynthese-Mechanismus (CAM) lassen sie an diesen extremen Standorten im Hochgebirge überleben.

Im Ökologischen Alpinum kann man derzeit die Blüte der Spinnweb-Hauswurz erleben. Aus den kugeligen Rosetten erhebt sich ein fleischiger Stängel mit mehreren attraktiven strahlenförmigen Blüten bis 15 cm über den Boden. Doch das bedeutet auch das Ende der Pflanze: nach der Blüte und Samenbildung stirbt sie ab. Vielfach verbreitet sie sich aber auch vegetativ über die Rosetten, die aufgrund iherer Form einfach bergab rollen.

Laden Sie sich hier die Infotafel zur Spinnweb-Hauswurz herunter!

Chinesische Blumen-Hartriegel (Cornus kousa var. chinensis), Juni 2012

Highlight im Juni: Spektakuläre Blütenstände beim Chinesischen Blumen-Hartriegel

Sie sehen aus wie große weiße Blüten, doch handelt es sich hier um Blütenstände, deren Einzelblüten winzig und unscheinbar sind. Zu halbkugeligen Blütenständen zusammengefasst und umgeben von vier weißen Hochblättern werden sie nicht nur für Bestäuber zur Attraktion. Der Chinesische Blumen-Hartriegel (Cornus kousa var. chinensis) blüht genau wie der nah verwandte Japanische Blumen-Hartriegel im asiatischen Bereich des Rhododendron-Tals.

Laden Sie sich hier die Infotafel zum Chinesischen Blumen-Hartriegel herunter!

Highlights im Herbst

Die Glänzende Winterblüte (Chimonanthus nitens) blüht im Überwinterungshaus, November 2018

Highlight im Oktober 2018: Die Taiwan-Krötenlilie (Tricyrtis formosana)

Die Taiwan-Krötenlilie zeigt ihre zierlichen Blüten im Paeonienbeet am Hauptweg zu den Gewächshäusern.

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Indianer-Banane (Asimina triloba), September 2018

... ist im Arboretum zu finden!

Infotafel

Rosmarin-Silbereiche (Grevillea rosmarinifolia), November 2017

Highlight ist die Blüte der Rosmarin-Silbereiche (Grevillea rosmarinifolia)

im Subtropenhaus

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Chinesischer Losbaum (Clerodendrum trichotomum var. fargesii), Oktober 2017

Highlight sind die Früchte des Chinesischen Losbaums (Clerodendrum trichotomum var. fargesii)

im Arboretum

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Encephalartos altensteinii, Zamiaceae; September 2017

Blühendes Palmfarn-Männchen im Sukkulentenhaus

(Encephalartos altensteinii, Zamiaceae)

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Magnolia kobus, Kobushi-Magnolie; Oktober 2016

Bunt und knubbelig: Fruchtstände mit "Pendel-Effekt":

Die Sammelfrüchte der Magnolia kobus, Kobushi-Magnolie

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Riesen-Bambus (Dendrocalamus giganteus), September 2016

Riesig und schnell: der Austrieb des Riesen-Bambus (Dendrocalamus giganteus)

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Taubenerbse (Cajanus cajan), November 2015

Wichtige tropische Hülsenfrucht: die Taubenerbse (Cajanus cajan)

im Tropicarium, Nutzpflanzenabteilung

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Rot-Ahorn im Herbstkleid (Acer rubrum), Oktober 2015

Atemberaubend rot: der Rot-Ahorn im Herbstkleid (Acer rubrum)

im Arboretum.

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Samthaarige Stinkesche (Tetradium daniellii), September 2015

Spätblüher und Bienenweide: die Samthaarige Stinkesche (Tetradium daniellii)

im Arboretum

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Täuschende Stachelesche (Zanthoxylum simulans), November 2014

Scharf und prickeld: die Täuschende Stachelesche (Zanthoxylum simulans)

im Rhododendrontal.

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Mispel (Mespilus germanica), Oktober 2014

Wildobst: die Mispel (Mespilus germanica)

im Arboretum.

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Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus, Lamiaceae), September 2014

Keusch im Apothekergarten: der Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus, Lamiaceae)

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Chilenische Wachsblume (Lapageria rosea) , November 2013

Highlight im November:

Nationalblume Chiles: die Chilenische Wachsblume (Lapageria rosea) blüht!

Die majestätischen hängenden Blüten wirken fast wie aus Marzipan – doch essbar sind sie nicht. Wahrlich majästetisch ist auch der wissenschaftliche Name der Chilenischen Wachsblume: Lapageria bezieht sich auf von Marie Josephe de Tascher de la Pagerie, der Ehefrau Napoleons und Kaiserin der Franzosen. Ihre Blüten sind nicht nur schön anzusehen, sondern zeigen auch einen interessanten Bestäubungsmechanismus. Bestäubt wird die Chilenische Wachsblume von Kolibris, die vom Nektar in der Blüte angelockt werden. Jedes der sechs Blütenblätter bildet an seiner Basis eine separate Grube, in der Nektar gebildet und gesammelt wird. Um allen Nektar zu erreichen müssen Kolibris einmal um die Blüte herum wandern, was den Bestäubungserfolg erhöht. Durch die separat zugänglichen Nektargruben spricht man hier von einer „Revolverblüte“.

Laden Sie sich hier die Infotafel zur Chilenischen Wachsblume herunter!

Moosbeere (Vaccinium oxycoccus), Oktober 2013

Highlight im Oktober:

Die Moosbeere im Hochmoor des ökologischen Alpinums

Tatsächlich könnte man fast meinen, diese Beere wächst auf dem Moos. Wer genau hinsieht, entdeckt aber die dünnen Fruchtstiele, die mit niederliegenden beblätterten Trieben verbunden sind. Diese Moosbeeren-Pflänzchen werden nie größer als 10 cm und sind in Natur vor allem auf Hochmoorbulten zu finden. Hier sind sie als „Überkriecher“ konkurrenzfähig gegenüber dem Torfmoos.

Die wunderschönen Blüten zeigen sich ab Juni, die einzelnen Blüten bleiben bis 18 Tage geöffnet, was ein Rekord in Mitteleuropa ist. Es entwickelt sich eine kugelige Beere, die im Inneren kleine Luftkammern hat, so dass die Frucht auf Wasser schwimmt. Manche Früchte überdauern bis zum Frühjahr, wenn sie nicht zuvor von Vögeln gefressen werden.

Laden Sie sich hier die Infotafel zur Moosbeere herunter!

Blaugurkenstrauch (Decaisnea fargesii), September 2013

Highlight im September:

Der Blaugurkenstrauch mit seinen "Dead man's fingers"

Echte Hingucker sind die Früchtedes Blaugurkenstrauches. Wie blaue Finger hängen sie an den noch belaubten Trieben – im englischsprachigen Raum werden sie daher auch „Dead man‘s fingers“ genannt.


Beheimatet in China, Nepal, Myanmar, Bhutan und Indien ist der Blaugurkenstrauch auch bei uns bis etwas -20°C winterhart und kann bis 3 m hoch werden. Früher hat man zwei Arten unterschieden (D. fargesii in Westchina und D. insignis in Nepal), die heute jedoch von vielen Autoren unter D. insignis zusammengefasst werden.

In einer weiblichen Blüten stehen drei getrennte Fruchtblätter, aus denen sich im Laufe des Sommers jeweils eine fleischige Balgfrucht entwickelt. Eine Blüte ergibt somit drei Früchte! Die zahlreichen schwarzen Samen im Inneren sind in eine durchsichtige, etwas schleimige Pulpe eingebettet, die süßlich und leicht nach Wassermelone schmeckt und in China frisch gegessen wird. Die Früchte bleiben auch noch nach dem Laubfall lange am Strauch und machen ihn dadurch auch zu einer attraktiven Gartenpflanze.

Laden Sie sich hier die Infotafel zum Blaugurkenstrauch herunter!

Oleanderblättrige Kleinie (Kleinia neriifolia), November 2012

Highlight im November

Etwa ein Viertel aller Pflanzenarten, die auf den Kanarischen Inseln vorkommen sind endemisch, das heißt sie kommen nur dort und nirgends sonst auf der Welt vor.


In den trocknene Lebensräumen der Kanarischen Inseln finden sich neben Hartlaub-Gehölzen auch viele sukkulente Arten, wie beispielsweise die Oleanderblättrige Kleinie (Kleinia neriifolia).

Die Kleinie hat zwar Blätter die tatsächlich an das Laub des Oleanders erinnern, ist aber nah verwandt mit den Greiskräutern, einer sehr vielfältigen Gruppe, die auch bei uns heimisch sind. Als Endemit auf den Kanarischen Inseln ist sie im Gegensatz zu zahlreichen anderen endemischen Arten auch heute noch recht häufig und vielleicht dem einen oder anderen naturinteressierten Kanaren-Urlauber noch in Erinnerung.

Laden Sie sich hier die Infotafel zur Oleanderblättrigen Kleinie herunter!

Lebkuchenbaum (Cercidiphyllum japonicum), Oktober 2012

Highlight im Oktober

Bei einem Spaziergang um den Japan-Teich im Botanischen Garten der Universität Tübingen kann es dieser Tage sein, dass man plötzlich einen zarten, süßen Duft nach Zuckerwatte und Lebkuchen wahrnimmt.

Der Urheber heißt Katsura oder Lebkuchenbaum und mit wissenschaftlichem Namen Cercidiphyllum japonicum. Er gehört zur Familie der Kuchenbäume und ist in China, Taiwan, Korea und Japan beheimatet. Die Quelle des süßen Aromas sind die rundlichen, fast herzförmigen Blätter.

Jetzt im Oktober, wenn die Laubfärbung beginnt, werden in den sich färbenden Blättern enzymatische Reaktionen in Gang gesetzt, durch die Maltol entsteht. Hierbei handelt es sich um einen flüchtigen Stoff mit typischem Karamellaroma der auch beim Backen entsteht. Als E 636 wird Maltol in der Lebensmittelindustrie als Geschmacksverstärker in Backwaren oder Süßigkeiten eingesetzt.

Die besten Chancen auf das Dufterlebnis hat man bei feuchtem, nicht zu kaltem Wetter. Auch die gelben Blätter, die schon abgefallen sind und auf dem Weg liegen, verströmen das appetitliche Aroma, doch leider ist der angenehme Duft schon nach kurzer Zeit verflogen.

Laden Sie sich hier die Infotafel zum Lebkuchenbaum herunter!

Kap-Sonnentau (Drosera capensis), September 2012

Highlight im September

Fleischfressende Pflanzen sind eigentlich ganzjährig ein Highlight, doch derzeit stehen gleich mehrere südafrikanische und asiatische Sonnentau-Arten in Blüte. Beim südafrikanischen Kap-Sonnentau (Drosera capensis) entfalten sich die leider nur kurzlebigen rosafarbenen Blüten in wickeligen Blütenständen. Damit die Bestäuber jedoch nicht in die Falle geraten erheben sich die Blüten an langen Stielen weit über die gefährliche Blattrosette.

Beim Kap-Sonnentau sind die Blätter schmal und auf der Oberseite dicht besetzt mit langstieligen Tentakeln, die rot gefärbt sind und an der Spitze den glänzenden Tropfen eines klebrigen Sekrets tragen. Angelockt von dem scheinbar süßen Tropfen bleiben Insekten an der klebrigen Flüssigkeit hängen. Benachbarte Tentakel bewegen sich aktiv zu dem gefangenen Insekt, so dass ein Entkommen unmöglich wird. Langsam wird das Insekt schließlich von der Flüssigkeit mit Hilfe von Verdauungsenzymen aufgelöst. Auch in der Karnivorenvitrine sieht man immer wieder glücklose Insekten, die dem Sonnentau in die Falle gegangen sind.

Laden Sie sich hier die Infotafel zum Kap-Sonnentau herunter!

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Highlights im Winter

Der Große Goldkelch blüht! (Februar 2019)

Der Große Goldkelch (Solandra maxima) blüht im Subtropenhaus und macht seinem Namen alle Ehre.

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Japanische Sicheltanne (Cryptomeria japonica), Januar 2019

Kleinblättrige Fuchsie (Fuchsia microphylla), Dezember 2018

Süße Bitterblatt (Baccharoides calvoana), Februar 2018

Süße Bitterblatt (Baccharoides calvoana), Subtropenhaus

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Brennnesselblättrigen Stachelschweinsalvie (Pycnostachys urticifolia), Januar 2018

Highlight des Monats ist die Blüte der Brennnesselblättrigen Stachelschweinsalvie (Pycnostachys urticifolia)

im Subtropenhaus

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Blaue Lotus-Seerose (Nymphaea caerulea), Weihnachtsferien 2017/18

Highlight des Monats ist die Blaue Lotus-Seerose (Nymphaea caerulea)

im Tropicarium

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Menzels-Akazie (Acacia menzelii), Februar 2017

Menzels-Akazie (Acacia menzelii): in voller Blüte

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Kanaren-Glockenblume (Canarina canariensis), Januar 2017

Die Kanaren-Glockenblume (Canarina canariensis) blüht!

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Tränenkiefer (Pinus wallichiana), Dezember 2016

Die Tränenkiefer Pinus wallichiana im Rhododendrontal

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Luftblütige Tillandsie (Tillandsia aeranthos), Februar 2016

Die Luftblütige Tillandsie (Tillandsia aeranthos) Überlebenskünstler in S-Amerika im Sukkulentenhaus.

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Orangen-Klebsame (Pittosporum undulatum), Januar 2016

Ein fest für die Nase: die Blüte des Orangen-Klebsame (Pittosporum undulatum) im Subtropenhaus.

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Wohlriechender Schönfaden (Cochliostema odoratissimum), Dezember 2015

Wohlriechender Schönfaden: tropisch bunt und duftend im Tropicarium.

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Fächer-Aloe (Aloe plicatilis, Xanthorrhoeaceae), Februar 2015

Eine alte Schönheit: die Fächer-Aloe im Sukkulentenhaus
(Aloe plicatilis, Xanthorrhoeaceae)

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Puderquastenstrauch (Calliandra haematocephala), Januar 2015

Blütenstände wie Weihnachtskugel: der Puderquastenstrauch (Calliandra haematocephala) im Tropicarium

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Kolabaum (Cola millenii) , Dezember 2014

Im Winter in Blüte: der Kolabaum (Cola millenii) im Tropicarium

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Deherainie (Deherainia smaragdina), Februar 2014

Highlight im Februar:

Die smaragdgrünen Blüten der Deherainie

Bei der Deherainie (Deherainia smaragdina) handelt es sich um eine unauffällige Schönheit mit etwas strengem Geruch. Ihre smaragdgrünen Blüten sind im dunkelgrünen Laub schwer zu entdecken, obwohl sie etwa vier Zentimeter groß sind. Hätten wir aber den Geruchssinn bestimmter Fliegen, würde uns die Deherainie sofort auffallen: die Blüten verströmen einen sehr unangenehmen bis säuerlichen Duft, durch den Fliegen angelockt werden.

Bei genauerer Betrachtung der Blüten kann man sehr schön das Phänomen der Vormännlichkeit (Proterandrie) beobachten: wenn sich die Blüte öffnet, reifen zuerst die fünf Staubblätter. Sie stehen zusammengeneigt in der Mitte der Blüte und verdecken so die Narbe. Nach einigen Tagen biegen sie sich schließlich nach hinten und geben die erst jetzt empfängnisbereite Narbe frei. So wird Selbstbestäubung sehr unwahrscheinlich: die Pollenkörner gelangen nicht auf die Narbe derselben Blüte.

Deherainia smaragdina gehört zu einer kleinen Unterfamilie der Primelgewächse, die neuweltlich verbreitet ist. An den drei kleinen Bäumchen im Tropicarium des Botanischen Gartens haben sich die ersten smaragdgrünen Blüten bereits geöffnet, hunderte noch geschlossener Blütenknospen werden in den nächsten Wochen aufblühen. Offensichtlich fehlen im Gewächshaus geeignete Bestäuber, denn Früchte haben sich bisher noch nie entwickelt.

Laden Sie sich hier die Infotafel zur Deherainie herunter!

Mauritius-Glockenblume (Nesocodon mauritianus), Januar 2014

Highlight im Januar:

Glockenblume einmal anders: der rote Nektar der Mauritius-Glockenblume

Diese spezielle Glockenblume wurde erst 1976 an nahezu senkrecht abfallenden Felshängen auf der Insel Mauritius entdeckt und bis heute sind dort nur vier kleine Populationen dieser Art bekannt. Ein Blick ins Blüteninnere enthüllt das besondere Merkmal der Mauritius-Glockenblume (Nesocodon mauritianus): der Nektar ist leuchtend rot gefärbt!
Dieses Phänomen tritt im Pflanzenreich relativ selten auf und wird als Signal an nektarfressende Vögel oder Reptilien gedeutet, die zugleich als Bestäuber fungieren.

Früher vermutete man eine ausgestorbene Vogelart als Bestäuber, heute glaubt man, dass es auch Geckos sein könnten. Da es nur wenige Individuen gibt, die zudem an schwer zugänglichen Stellen wachsen, gibt es nur wenige Beobachtungen und Untersuchungen zur Bestäubungsbiologie.


Der Botanische Garten der Universität Tübingen kultiviert die Mauritius-Glockenblume seit 2007 und trägt damit zum Erhalt der vom Aussterben bedrohten Art bei.

Laden Sie sich hier die Infotafel zur Mauritius-Glockenblume herunter!

Vanille (Vanilla planifolia), Februar 2013

Highlight im Februar

Mit ihrer gelb-grünen Farbe ist diese Orchideenblüte eigentlich ganz unscheinbar und doch etwas Besonderes: seit Beginn der Sanierung des Tropicariums im Jahr 2009 blüht sie erstmals wieder!

Die einzelnen Blüten bleiben nur wenige Stunden geöffnet, ein wenig Glück muss man also schon haben, um sie in ganzer Pracht zu sehen.

Nach Bestäubung entwickelt sich im Laufe von mehreren Monaten eine längliche grüne Kapselfrucht, die „Vanilleschote“. Sie wird in den Anbauländern unreif geerntet und dann einem langwierigen Fermentationsprozess unterworfen, bei dem sich das reichhaltige Vanille-Aroma bildet. Der aufwändige Anbau und die Verarbeitung machen Vanille zum zweitteuersten Gewürz der Welt.
 

Laden Sie sich hier die Infotafel zur Gewürzvanille herunter!

Acerola-Kirsche (Malpighia glabra), Januar 2013

Highlight im Januar

Der kleine Baum stammt aus Mittel- und Südamerika und hat zahlreiche Trivialnamen, die sich vor allem auf seine Heimat beziehen: Barbadoskirsche, Westindische Kirsche, Antillenkirsche und auch Acerolakirsche. Unter diesem Namen begegnet uns Malpighia glabra in Fruchtsäften, Marmeladen und Vitaminpräparaten. Grund hierfür ist der enorme Vitamin C-Gehalt der kirschähnlichen Früchte (bis 4g je 100g Saft!).

Im Nutzpflanzen-Bereichs des Tropicariums kann man die reifen Früchte derzeit bewundern.

Laden Sie sich hier die Infotafel zur Acerolakirsche herunter!

Kakaobaum (Theobroma cacao), Dezember 2012

Highlight im Dezember

Ohne ihn müssten wir jetzt in der Vorweihnachtszeit heisse Schokolade und Schoko-Nikoläuse verzichten: der Kakaobaum!

Die Früchte des Kakaobaums sind bei ihrer Reife (je nach Sorte) orangefarben und mehr als 20 cm lang. Darin liegen, eingebettet in weißes, süß schmeckendes Fruchtfleisch zahlreiche bis 2,5 cm große Samen, die Kakaobohnen. Derzeit kann man im Tropicarium des Botanischen Gartens mehrere noch unreife Kakaofrüchte entdecken.


Die Blüten sind kaum einen Zentimeter groß, weiß und filigran gebaut. Durch den besonderen Bau der Blüte ist Selbstbestäubung ausgeschlossen. Diese Arbeit übernehmen in der Natur winzige, zu den Mücken gehörende Insekten, Thripse oder Ameisen. Letztere kommen auch im Tropicarium vor so dass auch hier ohne gärtnerische Unterstützung immer wieder Kakaofrüchte reifen.

Laden Sie sich hier die Infotafel zum Kakaobaum herunter!

Vielfalt der subtropischen Springkräuter (Gattung Impatiens), Februar 2012

Buntes Highlight im Februar:

Die Vielfalt der subtropischen Springkräuter

Jetzt im Februar bei trübem Winterwetter lohnt sich besonders der Besuch des Subtropenhauses, wo zurzeit mehrere Arten subtropischer Springkräuter (Gattung Impatiens) aus der Familie der Balsaminengewächse reichhaltig blühen. Die attraktive Form der Blüten und die bunte Färbung machen sie zu einem echten "Hingucker".

Auf einer Hinweistafel an den Eingängen wird der genaue Standort dieses Highlights gezeigt. Infotafeln an der Pflanze geben Aufschluss über Herkunft, Besonderheiten und Nutzung.

Laden Sie sich hier die Infotafel zu den subtropischen Springkräutern herunter!

Chinesische Winterblüte (Chimonanthus praecox), Januar 2012

Duftendes Highlight im Januar

Gerade während der Winterruhe unserer einheimischen Flora fallen Pflanzen auf, die zu dieser eigentlich ungünstigen Jahreszeit ihre Blüte entfalten. Ein Erlebnis nicht nur für das Auge, sondern auch die Nase ist die Chinesische Winterblüte (Chimonanthus praecox), die derzeit an mehreren Stellen im Freiland des Botanischen Gartens ihre attraktive gelb-rote Blüte zeigt.

Mit Hilfe einer Hinweistafel an den Eingängen können die Besucher dieses Highlight im Garten aufsuchen. Infotafeln an der Pflanze geben Aufschluss über Herkunft, Besonderheiten und Nutzung.

Laden Sie sich hier die Infotafel zur Chinesischen Winterblüte herunter!