Uni-Tübingen

Grundsätzliches zum Elterngeld

Mit der Geburt ihres Kindes haben Mütter und Väter Anspruch auf Elterngeld, das zusätzlich zum Kindergeld ausbezahlt wird für die ersten 14 Monate der dreijährigen Elternzeit.

Das Elterngeld ist eine dynamische Entgeltersatzleistung und orientiert sich am vorherigen Einkommen.

Es werden monatlich i.d.R. 67% des vorherigen Nettoeinkommens als Elterngeld gewährt. Eltern, die vorher nicht erwerbstätig waren, bekommen einen Mindestbetrag von 300 Euro. Antragstellerinnen und Antragssteller mit Einkommen unter 1.000 Euro, können von der Geringverdienerkomponente profitieren, durch die sich der Prozentsatz auf bis zu 100 % des Einkommens erhöhen kann.

Beim Elterngeld gibt es keine Einkommensgrenzen: Alle Mütter und Väter können in den Genuss des Elterngeldes kommen. Maximal werden 1.800 Euro Elterngeld gezahlt. Für Mehrlinge gibt es darüber hinaus 300 Euro je Mehrling Extra-Elterngeld. Eine Familie mit Zwillingen kann so maximal 2.100 Euro Elterngeld pro Monat bekommen.

Eltern, die bereits ein Kind unter 3 Jahren oder zwei Kinder unter 6 Jahren haben, erhalten einen Geschwisterbonus in Höhe von 10% des Elterngeldes, mindestens aber 75 Euro.

Elterngeld gibt es anteilig nur für das weggefallene Arbeitseinkommen. Bei der Berechnung des Elterngeldes wird das Einkommen aus Teilzeitarbeit während der Elternzeit mit berücksichtigt.

Ein Elternteil hat Anspruch auf 12 Monatsbeträge Elterngeld. Der Anspruch verlängert sich um zwei weitere Monate, wenn auch der andere Elternteil Elternzeit nimmt oder die Erwerbstätigkeit entsprechend den Bedingungen des Elterngeldgesetzes reduziert. Ebenso erhalten Alleinerziehende 14 Monate lang Elterngeld. Auf Wunsch der Eltern können die monatlichen Elterngeldzahlungen halbiert und so die Auszahlungsmonate verdoppelt werden. Auch möglich ist, dass beide Eltern in den ersten sieben Monaten Elterngeld gleichzeitig beziehen. Dann sind die Beträge für 14 Monate ebenfalls verbraucht. Erhält die Mutter in den ersten beiden Lebensmonaten des Kindes Mutterschaftsleistungen, werden somit zwei Elterngeldbezugsmonate von ihr verbraucht.

Das Elterngeld muss rechtzeitig, schriftlich nach der Geburt des Kindes beantragt werden. Rückwirkend wird es nur für die letzten drei Lebensmonate vor Beginn des Monats der Antragsstellung bewilligt. Daher empfiehlt es sich den Antrag innerhalb der ersten drei Lebensmonate des Kindes bei der Elterngeldstelle einzureichen.

Steuerfreie Leistungen wie z.B. Stipendien sind für den Bezug von Elterngeld unschädlich.

Weitere Informationen zum Elterngeld, wie z.B. Mindestelternzeit und Anspruch auf Elterngeld, den Geschwisterbonus, den Mehrlingszuschlag oder die Anrechnung des Elterngeldes bei anderen Sozialleistungen des Staates, erhalten Sie in folgenden Broschüren des BMFSFJ: 
ElterngeldPlus mit Partnerschaftsbonus und flexible Elternzeit  
Elterngeld, ElterngeldPlus und Elternzeit. Das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz

sowie auf folgenden Internetseiten: 
https://familienportal.de/familienportal/familienleistungen/elterngeld 
http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/familie,did=76746.html 
Elterngeldberatung der L-Bank 
Kalkulator Elterngeld

Allgemeine Hinweise für Familien mit Wohnsitz oder Erwerbstätigkeit außerhalb Deutschlands:

Informationen der L-Bank zum Elterngeld für Familien mit Wohnsitz oder Erwerbstätigkeit außerhalb Deutschlands.

Information in English:

The ElterngeldPlus with partnership bonus and more flexible parental leave  
Parental allowance and parental leave

Elterngeld

Seit 1. Juli 2015 ist das Gesetz zur Einführung des ElterngeldPlus mit Partnerschaftsbonus und einer flexibleren Elternzeit in Kraft getreten.

Informationsbroschüre des BFSFJ zur Einführung des ElterngeldPlus mit Partnerschaftsbonus und einer flexibleren Elternzeit zum 1. Juli 2015