Faculty of Catholic Theology

06/01/2019

Die Fakultät trauert um Prälat Professor em. Dr. Günter Biemer

Günter Biemer war von 1966 bis 1970 Professor für Pastoraltheologie der Tübinger Fakultät


Die Wahrheit in Liebe (Eph 4,15)

Am 1. Juni 2019 hat Gott, der Schöpfer und Vollender unseres Lebens

Prälat Professor em. Dr. Günter Biemer

zu sich in die ewige Heimat gerufen.

Günter Biemer wurde am 30. September 1929 in Mannheim geboren. Nach seinem Theologiestudium in Freiburg, Birmingham und Tübingen wurde er am 5. Juni 1955 durch Erzbischof Dr. Dr. Eugen Seiterich zum Priester geweiht. Von Juli 1955 bis Mai 1957 wirkte er als Vikar in Schriesheim a.d.B., Bischweier, Rastatt-Wintersdorf und Karlsruhe-Rintheim, wo sein priesterliches Wirken vor allem einer zeitgemäßen Jugendpastoral galt. Nach einem Studienurlaub in Tübingen und seiner Promotion zum Dr. theol. wirkte er im Jahre 1959 kurze Zeit als Pfarrverweser in Burladingen-Salmendingen. Im Anschluss daran arbeitete er sieben Jahre lang als Dozent für Katechetik und Liturgik am Priesterseminar in St. Peter, erarbeitete in dieser Zeit seine Habilitationsschrift und nahm eine Gastprofessur an der Duquesne University Pittsburgh/USA wahr. Zum WS 1966/67 erhielt er als Dozent den Ruf auf den Lehrstuhl für Pastoraltheologie der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen und wurde im Februar 1967 zum Ordinarius an dieser Fakultät ernannt. Zum Sommersemester 1970 übernahm er als Ordinarius den Lehrstuhl für Pädagogik und Katechetik der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Freiburg. Hier trug er 24 Jahre lang die Verantwortung für die religionspädagogische und katechetische Qualifizierung künftiger Priester, Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten sowie Religionslehrerinnen und Religionslehrer. Leben und Werk des englischen Kardinals John Henry Newman haben ihn zeitlebens gefesselt. Mit der Gründung der Internationalen Deutschen Newman-Gesellschaft und der Arbeit in dieser, auch durch weithin beachtete Publikationen zu Leben und Werk dieses bedeutenden Theologen, hat er großen Anteil daran, dass dessen Denken heute in der Kirche weiter wirken kann. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit war es ihm wichtig, in seinen Wohngemeinden March-Buchheim und Bad Krozingen-Biengen den priesterlichen Dienst auszuüben. Nach seiner Emeritierung im Jahre 1994 wirkte er knapp vier Jahre lang als Pfarradministrator der Pfarrei St. Jakobus in Stegen-Eschbach. Danach hat er bis 2004 in Wittnau als Subsidiar in der Seelsorge mitgewirkt. Nach seinem Umzug nach Staufen hat er in dieser Gemeinde priesterliche Dienst übernommen.

In großer Dankbarkeit erinnern wir uns an sein fruchtbares Wirken als Priester und als wissenschaftlicher Lehrer. Wir bitten alle, die ihm verbunden waren, um ihr Gedenken im Gebet.

Für die Erzdiözese Freiburg
Msgr. Dr. Axel Mehlmann, Generalvikar

Für das Dekanat Breisach-Neuenburg
Gerhard Disch, Dekan

Für die Seelsorgeeinheit Staufen-St.-Trudpert
Johannes Frische, Leitender Pfarrer
Elisabeth Wiesler, PGR-Vorsitzende

Für die Angehörigen
Markus Hirsch mit Familie
Mathias Hirsch mit Familie

Das Requiem feiern wir am Freitag, dem 7. Juni 2019, um 14:00 Uhr in der Pfarrkirche St. Martin in Staufen. Im Anschluss daran findet die Beisetzung auf dem dortigen Friedhof statt. Konzelebranten mögen bitte weiße Stola und Albe mitbringen.

Die Traueranzeige in der Badischen Zeitung finden Sie hier.

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