Studienfahrt nach Griechenland

Vom 07.06.2019 bis 16.06.2019 begab sich der Lehrstuhl für Neues Testament mit 11 Studierenden und einem Gast auf die Suche nach den Spuren des Paulus in Griechenland. Die Studienfahrt folgte dabei den Stationen der paulinischen Missionsreise durch Griechenland von Philippi über Thessaloniki und Korinth bis nach Athen (Apg 16-18). Archäologische Ausgrabungen, die dazu gehörenden Museen und moderne Gedenkstätten und Kirchen wurden besichtigt und ausführlich erschlossen.

Dabei begegneten uns großartige Zeugnisse der griechischen Geschichte aus vielen Jahrhunderten. Den Teilnehmenden eröffnete sich vor Ort ein ganz neuer Zugang – Geschichte nicht nur aus Büchern, sondern wirklich zum Anfassen. Die biblischen Texte gewannen - vor Ort gelesen- ein ganz neues Leben. Entfernungen, Landschaften und Klima müssen erfahren werden. Historische und archäologische Aspekte verbanden sich dabei mit exegetischen und theologischen Aspekten. 

Neben den Orten, wo Paulus nachweislich missioniert hat, besuchten wir auch bedeutende antike Stätten im Umkreis seiner Wirkstätten, die einen bedeutenden Einfluss auf die antike griechisch-römische Kultur hatten, die dem hellenistischen Judenchristen Paulus alles andere als fremd war. So gehörten die Ausgrabungen des Orakels von Delphi ebenso zum Programm wie die Ausgrabungen des Asklepiusheiligtums in Epidauros oder die Ausgrabungen des Demeterheiligtums in Eleusis, dem Zentrum der antiken Mysterienkulte. Diese antike Kultur prägte in Verbindung mit dem von Paulus gepredigten christlichen Glauben nachhaltig Europa. 

Immer wieder wurden auch die Rezeptionsgeschichte und ihre moderne Bedeutung offenbar. So besuchten wir nicht nur moderne Gedenkstätten an das Wirken des Apostels Paulus, sondern auch orthodoxe Kirchen mit ihrem Ikonenreichtum, in denen der Glaube gelebt und Bibel heute noch verlesen wird. Abgerundet wurde die Reise durch Einblicke in die zoologische, botanische und kulinarische Kultur Griechenlands. 

Dank großzügiger Zuschüsse von verschiedener Seite konnten die Kosten für die Studierenden im Nachhinein auf 1130 Euro pro Person reduziert werden. Dafür ein herzliches Dankeschön!

Beitrag von Wilfried Eisele im Jahrbuch für Moraltheologie

Im neuen Jahrbuch für Moraltheologie (Bd. 2, 2018) ist ein Beitrag von Wilfried Eisele erschienen. Er trägt den Titel: "Die des Weges sind" (Apg 9,2). Zum Ethos der Jünger Jesu nach Lukas.

Beiträge in der Neuauflage des Stuttgarter Neuen Testaments

Komplett überarbeitete Neuausgabe - das Stuttgarter AT und NT auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft:

• Text der revidierten Einheitsübersetzung 2016

• Ausführlicher, allgemeinverständlicher Kommentar im laufenden Bibeltext mit Querverweisen und Quellenangaben

• NEU: Das Bibellexikon als eigenes Buch, das auch unabhängig verwendbar ist.

Kommentare zum Lukasevangelium und zur Apostelgeschichte von Wilfried Eisele und Rebekka Groß.

Griechenlandexkursion (07.06.19 - 16.06.19)

Vom 07. bis zum 16. Juni 2019 wird der Lehrstuhl für Neues Testament eine Griechenlandexkursion anbieten. Alle Informationen finden Sie auf dem Informationszettel. Eine Anmeldung ist nur persönlich in der Sprechstunde von Prof. Eisele (montags 15-16 Uhr) möglich. Bringen Sie dazu bitte das ausgefüllte Anmeldeformular mit. 

Antrittsvorlesung Prof. Dr. Wilfried Eisele

Am Dienstag, 04.07.2017, hielt Prof. Dr. Wilfried Eisele, Professor für Neues Testament, seine Antrittsvorlesung zum Thema „Der große Wurf“ - Vom lukanischen Ideal, „eines Freundes Freund zu sein“.

Nach einer freundlichen Begrüßung und Vorstellung durch Dekanin Prof.in Dr. Johanna Rahner ging Herr Prof. Eisele auf die Konzeption der Freundschaft im Lukanischen Doppelwerk ein.

Beginnend mit einer Verhältnisbestimmung von Freundschaft und Gerechtigkeit bei Lukas im Vergleich zum matthäischen Gerechtigkeitsideal, kam er auf das antike Ideal der Lebens- und Gütergemeinschaft der Freunde zu sprechen, das insbesondere in der Apostelgeschichte eine prominente Rolle spielt. Auch die Möglichkeit der Freundschaft mit Gott und die Konzeption der Freunde des „Königs“, in Lukas' Fall also Jesu Freunde, wurden unter Einbeziehung antiker Parallelen diskutiert. Am Ende der Vorlesung schloss Prof. Eisele seinen Vortrag mit dem Ende der Freundschaft: dem Verrat des Freundes. Ein Schicksal, dem Prof. Eisele hoffentlich entgehen möge.

Freundschaft war auch das übergreifende Thema des anschließenden Empfangs:

Neben ProfessorInnen, MitarbeiterInnen und Studierenden der Katholisch-Theologischen Fakultät waren zahlreiche akademische und persönliche Wegbegleiter von Prof. Eisele gekommen, um ihm zu gratulieren und ihm alles Gute zu wünschen. Über 150 Gäste waren beim Vortrag anwesend und hatten anschließend die Möglichkeit, mit einem Glas Wein anzustoßen.


Habilitation von Dr. Stefan Eckhard

Dr. Stefan Eckhard, Mitarbeiter am Lehrstuhl für das DFG-Projekt, schloss am 27. Juni sein Habilitationsverfahren ab. In seiner Habilitationsschrift mit dem Titel „Zeichen und Geist. Eine semiotisch-exegetische Untersuchung zum Geistbegriff im Markusevangelium“ schlägt er einen neuen bibelwissenschaftlich-hermeneutischen Ansatz vor, indem er durch eine Adaption des semiotisch-triadischen Kategorienmodells des US-amerikanischen Philosophen Charles Sanders Peirce den neutestamentlichen Geistaspekt am Beispiel des Markusevangeliums erschließt. Dabei werden die semiotischen Kategorien von „Objekt“, „Zeichen“ und „Interpretant“, die Peirce entwickelt und beschrieben hat, in formaler und materialer Weise ausgewertet und an Schlüsselstellen des Markusevangeliums erprobt. Der Geistbegriff lässt sich dadurch in seiner dynamischen wie relationalen Struktur erfassen, darstellen und mit dem traditionellen offenbarungs- wie schöpfungstheologischen Kontext verbinden.

Gutachter waren Prof. Dr. Wilfried Eisele, Prof. Dr. Dr. habil. Klaus Müller (Uni Münster) und Prof. Dr. Rainer Schwindt (Uni Koblenz-Landau). Die Dekanin der Katholisch-Theologischen Fakultät Münster überreichte Dr. Eckhard die Habilitationsurkunde und verlieh ihm die „venia legendi“ für das Fach Exegese des Neuen Testaments.