Religionspädagogik

Aktuelles

Internationales Elie Wiesel Symposium

3.09.-05.09.2019 in Berlin/Potsdam

Thema: "The Genesis of 'Night'"

Leitung: Prof. Daniel Krochmalnik und Prof. Reinhold Boschki

Hauptreferent: Dr. Joel Rappel, Direktor des Elie Wiesel Archive an der Boston University

 

Tagung der FEW in Berlin

Am 20.06.2019 fand im Riverside Hotel Berlin die jährliche Tagung der Forschungsstelle Elie Wiesel (FEW) statt. Im Zentrum der Tagung stand die Planung der anstehenden Erstveröffentlichung der deutschen Übersetzung von "Un di Welt hot geshwign". Marion Eichelsdörfer, examinierte Jiddistin, welche im Zuge ihres Disserattionsprojekts "Un die Welt hot geshwign" ins Deutsche übersetzt, hat die FEW an ihren neuesten Forschungsergebnissen teilhaben lassen und Auszüge aus ihrer Übersetzung präsentiert. Im Team wurde besprochen, wie die anstehenden Neuveröffentlichungen des Gesamtwerks Elie Wiesels seitens der Forschungsstelle kommentiert und ediert werden.Diesbezüglich hat Prof. Reinhold Boschki den aktuellen Arbeitsstand der Neuübersetzung von "La Nuit" präsentiert. Wir hoffen mit den Veröffentlichungen der autobiographischen Schriften Elie Wiesels, eröffnend mit "Un di welt hot geshwign", im Herbst 2020 beginnen zu können.

Neben dem wissenschaftlich-inhaltlichen Austausch wurden noch zwei internationale Konferenzen für 2020 und 2021 geplant, welche die FEW in Berlin/Potsdam und Tübingen ausrichten wird.

 

Gastvortrag von Juliane Güler in Tübingen

Im Zuge des Hauptseminars "Begegnung mit dem heutigen Judentum - Zur Aktualität des Werks von Elie Wiesel" begrüßten Prof. Reinhold Boschki und Valesca Baert-Knoll die Gastreferentin Juliane Güler geb. Schnürle an der Universität Tübingen. Nach einem intensiven Austauch und Forschungskolloquium der Forschungsstelle Elie Wiesel hielt sie im Hauptseminar einen Vortrag zum Verhältnis der chassidischen Schriften Martin Bubers und Elie Wiesels. Als studierte Judaistin konnte sie den Tübinger Studierenden eine Perspektivweitung und inhaltliche Vertiefung der spezifisch jüdischen Motive in den chassidischen Schriften Wiesels aufzeigen.  Wir bedanken uns bei Juliane Güler für ihren Input und unseren Studierenden für die rege Teilnahme und die abschließende Diskussions- und Austauschrunde.

Textgrundlage zur Vorbereitung für die Studierenden war Bubers "Chassidismus und der abendländische Mensch" sowie das Themenheft der Zeitschrift für christlich-jüdische Begegnung zu Martin Buber. 

Wir freuen uns weiterhin Forschende zum Werk Elie Wiesels begrüßen zu dürfen und Kontakt zum gelebten Judentum herzustellen. So wird demnächst eine Skype-Sitzung mit dem Rabbiner Joe Kanofsky stattfinden. 

 

Konferenzschaltung Israel, Potsdam, Tübingen, Heidelberg

Dass man nicht immer am gleichen Ort sein muss, um eine Konferenz und Teambesprechung einer Forschungsstelle zu realisieren, zeigte sich beim letzten Skype-Termin der FEW am 12.12.18, an denen die Mitarbeiter_Innen aus Jerusalem, Tübingen, Heidelberg und Potsdam zugeschaltet waren. Prof. Reinhold Boschki war zu diesem Zeitpunkt in Israel, um mit Wissenschaftlern und Elie Wiesel-Experten über unsere geplante historisch-kritische Gesamtausgabe zu sprechen. Durch die vielen Gespräche wurde deutlich, dass unser Projekt großen Zuspruch und Unterstützung findet. Zu den Ergebnissen unseres Treffens gehört unter anderem die Planung einer Tagung Mitte/Ende des Jahres, zu der wir Expert_Innen nach Berlin und Potsdam einladen möchten, die sich mit dem Werk und dem Leben von Elie Wiesel beschäftigen. Dies nehmen wir auch zum Anlass, das Promotionsprojekt unserer Mitarbeiterin Marion Eichelsdörfer vorzustellen, die sich mit der Übersetzung des Werkes Un di Welt hot geschwign befasst. Nach Abschluss der Tagung soll ein Tagungsband entstehen, in dem wir die aktuellen Kenntnisse und Projekte der Expert_Innen aufnehmen wollen. So erzielen wir eine enge Zusammenarbeit aller Wissenschaftler_Innen und schaffen es die aktuellen Studien und Arbeiten transparent und zugänglich zu machen.

Kooperationsseminar an der Forschungsstelle Elie Wiesel

Am 26.06.2017 fand in der Hochschule für Jüdische Studien (HfJS) unter der Leitung von Prof. Reinhold Boschki (Universität Tübingen), Prof. Daniel Krochmalnik und Marion Eichelsdörfer, MA (beide HfJS) eine gemeinsame Seminarsitzung zum Thema Elie Wiesels Glaubenswelt statt. Insgesamt 60 Studierende aus Tübingen und Heidelberg beschäftigen sich in diesem Sommersemester mit Elie Wiesels Überlebensbericht Die Nacht unter Berücksichtigung aller Textversionen sowie weiterer Werkauszüge. In Tübingen steht die Veranstaltung von Prof. Boschki unter dem Titel: Begegnungen mit dem Judentum: Elie Wiesel, während an der HfJS die Veranstaltung Glauben unter dem Holocaust – Elie Wiesels Nacht im Spiegel seines autobiographischen Schreibens (M. Eichelsdörfer) abgehalten wird.


Die gemeinsame Seminarsitzung gab Gelegenheit einige Aspekte der jüdischen Glaubenswelt Elie Wiesels und ihr Widerhall in seiner Literatur zu diskutieren. Als Einstieg diente Wiesels Text Wiederbegegnung mit Auschwitz, der seine Gedanken und Gefühle beim Besuch der Gedenkstätte Auschwitz reflektiert, unter Berücksichtigung der korrespondierenden Textauszüge aus Die Nacht und aus dem jiddischen Urtext …un di welt hot geschwign.
 

Die Geselligkeit kam wie üblich bei diesen Treffen nicht zu kurz. Die 60 TeilnehmerInnen wurden wieder einmal vorzüglich von Mensachefin Frau Zierl koscher verköstigt und es gab währenddessen reichlich Gelegenheit zu lockerem wissenschaftlichen Austausch und zum Schmieden weiterer Pläne.