Institute of Political Science

Aktuell

06/25/2018

Vortragsreihe: Ziemlich beste Fremde? Muslimisches Leben in Frankreich und Deutschland

"Die Ausbildung von Islamexperten und Imamen im Vergleich" - Vortrag von Prof. Dr. Francis Messner und Gespräch mit Prof. Dr. Ruggero Vimercati Sanseverino, moderiert von Debora Müller, Vortrag und Gespräch in deutscher Sprache

Donnerstag, 28. Juni 2018, 20.15 – 21.45 Uhr · Deutsch-Französisches Kulturinstitut, Doblerstraße 25, Tübingen

2011 wurde die Islamische Theologie als universitäre Disziplin in Deutschland eingeführt. Dies führte zu einer Entspannung in der Islam-Debatte. Auch in Frankreich intensivierte sich die Debatte über den Islam und Muslime in den letzten Jahren. Trotz widersprüchlicher Debatten hat der Staat Initiativen ergriffen, um Islam-ExpertInnen auszubilden. Die Veranstaltung soll die Erfahrungen in beiden Ländern vergleichen und einen möglichen Verbesserungsbedarf sichtbar machen.

Francis Messner ist Professor für Rechtswissenschaft an der Universität Straßburg und promovierter Religionswissenschaftler. Er ist Spezialist für Religionsrecht in Frankreich und befasst sich mit islamischer Theologie an Universitäten.

Ruggero Vimercati Sanseverino ist Juniorprofessor für Hadithwissenschaften und prophetische Tradition am Zentrum für
Islamische Theologie in Tübingen. Er forscht zu Hadithüberlieferungen und Literaturen über den Propheten Muhammad.

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Ziemlich beste Fremde? Muslimisches Leben in Frankreich und Deutschland

Gemeinsame Veranstaltungsreihe - April bis Juli 2018

Die Frage nach der Stellung des Islams wird seit Jahren in teils hitzigen Debatten in Frankreich und Deutschland diskutiert. Dabei arbeiten sich unsere Gesellschaften immer wieder an Reizthemen wie z.B. dem Kopftuchverbot, dem umstrittenen Bau von Moscheen oder der Frage nach der Verbindung des Islams mit dem Terrorismus ab. Schwerpunkt der Diskussionen ist meist die Frage, inwiefern Muslime unsere Gesellschaften verändern. Dabei wird ausgeblendet, dass umgekehrt auch unsere Länder den Islam und muslimische Lebensweisen verändern.

Die Veranstaltungsreihe will diese Wechselwirkung untersuchen und die Stellung des Islams in Frankreich und in Deutschland analysieren. Ziel ist es, sich diesem hochaktuellen und sensiblen Thema von verschiedenen Seiten zu nähern und dabei die häufig gegenüber dem Islam empfundene Fremdheit abzuschwächen. TeilnehmerInnen an der Diskussion sind Franzosen und Deutsche, Muslime und Christen, AkademikerInnen und Personen aus der Zivilgesellschaft, sodass nicht nur ein interkultureller, sondern auch ein interreligiöser und interdisziplinärer Dialog entstehen kann.

Die Veranstaltungsreihe „Ziemlich beste Fremde? Muslimisches Leben in Frankreich und Deutschland“ ist eine Kooperation des Deutsch-Französischen Kulturinstituts, des Zentrums für Islamische Theologie, des Instituts für Politikwissenschaft, des Weltethos Instituts und der Stiftung Weltethos.

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