Institute of Political Science

Public Lecture Series

Prof. Dr. Gabriele Abels regularly organizes public lecture series covering contemporary political topics. The series are jointly organized with varying project partners.



Lecture Series 2018: "Ziemlich beste Fremde? Muslimisches Leben in Frankreich und Deutschland"

Welche Stellung der Islam hat, ist ein Thema, welches seit Jahren teils hitzig in Frankreich und Deutschland diskutiert wird. Dabei arbeiten sich unsere Gesellschaften immer wieder an bestimmten Reizthemen ab wie zum Beispiel dem Kopftuchverbot, dem umstrittenen Bau von Moscheen oder der Frage nach der Verbindung des Islams zum Terrorismus.

In all den Diskussionen liegt der Schwerpunkt meist auf der Frage, inwiefern Muslime unsere Gesellschaften verändern. Dabei wird aber ausgeblendet, dass umgekehrt auch unsere Länder den Islam und muslimische Lebensweisen verändern. Dies zeigt sich nicht nur am Beispiel einzelner Lebenswege, sondern beispielsweise auch an der Entstehung des Halal-Markts oder der Diskussion um die Imam-Ausbildung.

Die Veranstaltungsreihe will diese Wechselwirkung genauer untersuchen und die Stellung des Islams in Frankreich und in Deutschland analysieren. Ziel ist es, sich diesem hochaktuellen und sensiblen Thema von verschiedenen Seiten zu nähern und dabei der häufig gegenüber dem Islam empfundenen Fremdheit mit Aufklärung zu begegnen. TeilnehmerInnen an der Diskussion sind Franzosen und Deutsche, Muslime und Christen, Akademiker-Innen und Personen aus der Zivilgesellschaft , sodass nicht nur ein interkultureller, sondern auch ein interreligiöser und inter-disziplinärer Dialog entstehen kann.

Die Veranstaltungsreihe wird vom Deutsch-Französischen Kulturinstitut Tübingen e.V. in Kooperation mit dem Zentrum für Islamische Theologie, dem Institut für Politikwissenschaft , dem Weltethos-Institut und der Stiftung Weltethos sowie dem Deutsch-Amerikanischen Institut Tübingen organisiert und veranstaltet. 

Detailierte Informationen zum Programm (PDF-Flyer)


Lecture Series 2016/2017: Où allons-nous? Deutschland und Frankreich vor den Wahlen 2017

Deutschland und Frankreich sind in Europa seit Jahrzehnten die besten Nachbarn und engsten Verbündeten. Ohne den deutsch-französischen Motor wäre die europäische Integration undenkbar gewesen. Doch es knirscht seit geraumer Zeit in den deutsch-französischen Beziehungen. Dies hat viele Gründe.

Zum einen ist der äußere Druck auf die beiden Staaten durch die Krisen im europäischen Integrationsprozess („Euro-Krise“ und Staatsschuldenkrise, Flüchtlingskrise, Vertrauenskrise, „Brexit“, usw.) größer geworden. Es gelingt ihnen kaum noch, eine gemeinsame Führungsrolle zu definieren.

Zum anderen sind hierfür auch innenpolitische Gründe verantwortlich wie beispielsweise die unterschiedlichen wirtschafts- und sozialpolitischen Entwicklungen, die umstrittene Territorialreform und die Konflikte im Föderalismus, die Bedrohung durch den Terrorismus und der massive Wandel des Parteiensystems, nicht zuletzt durch das Erstarken der „Neuen Rechten“.

In beiden Ländern stehen 2017 Wahlen an (Präsidentschaftswahl im April 2017, Bundestagswahl im September 2017), welche die Weichen für die künftige Entwicklung in der Innen- und Europapolitik stellen. In der Vortragsreihe werden zentrale Aspekte der aktuellen Entwicklungen vergleichend vorgestellt und analysiert. Hierdurch sollen die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen beiden Staaten beleuchtet werden, um zum wechselseitig besseren Verständnis beizutragen. Die Referentinnen und Referenten aus der Politik und aus der Wissenschaft sind ausgewiesene Frankreichexperten und Deutschlandexperten.

Die Veranstaltungen richten sich an Studierende sowie an alle diejenigen, die Interesse an den innen- und europapolitischen Entwicklungen in Frankreich und Deutschland haben. Die Veranstaltungsreihe wird gemeinsam vom Deutsch-Französischen Kulturinstitut Tübingen e.V. und dem Lehrstuhl für Vergleichende Politikwissenschaft und Europäische Integration, Prof. Dr. Gabriele Abels, der Universität Tübingen organisiert. Die Veranstaltungsreihe findet in Kooperation mit weiteren Partnereinrichtungen statt.

Detaillierte Informationen zum Programm (PDF-Flyer)


Series of lectures in the context of European Parliament elections 2014

The role of parliaments according to the new EU-treaty

The lecture series is concerned with the question which role the European Parliament, the German Bundestag and the German state parliaments can play on the different levels of European politics. What has changed after the new EU-treaty from 2009?

European politics were long considered a governmental issue. This was conveyed particularly in the field of crisis politics, where the European Council of the heads of state or governments of the EU member states played an important role. Nevertheless: The supreme position of the governments was starting to change. Especially with the Lisbon Treaty, which provided the legal grounds for the European Union since 2009, parliaments on all political levels were strengthened. This increased the powers of the European parliament. The European Parliament is the only transnational and directly elected parliament in the world. Against common assumptions it is not such a weak parliament anymore, but rather it has a impact on EU legislative politics. But also the rights of the German national parliament, the Bundestag, were expanded – not least due to judgements by the Federal Constitutional Court – and these rights are since then also used more intensively by members of parliament. And finally, the German state parliaments were also benefitting from the new rights, particularly within the scope of the so-called subsidiarity control. The Landtag Baden-Württemberg was traditionally taking a leading role among the German state parliaments. It developed a more proactive approach to European politics.

Each lecture by recognised international experts discusses particular aspects of this overarching question. In addition, EU politicians and EU politicians of the Landtag as well as the European parliament are facing the questions posed by citizens. The events are taking place in Stuttgart, Ludwigsburg, Reutlingen und Tübingen.

The Lecture Serie's Programme