Institute of Political Science

Dr. Thomas Nielebock, Akademischer Oberrat (a.D.)

Thomas Nielebock war ab 1981 am Institut für Politikwissenschaft im Bereich Friedensforschung/ Internationale Beziehungen als Lehrender und Forschender tätig. Nach dem Studium der Fächer Politikwissenschaft, Geschichte und Deutsch wurde er zum Redakteur an Tageszeitung ausgebildet, bevor er ab 1981 am Institut für Politikwissenschaft zunächst als wissenschaftlicher Angestellter seine Lehr- und Forschungstätigkeit aufnahm. Zu Lehr- und Forschungsaufenthalten weilte er am Polemologischen Institut der Rijksuniversiteit Groningen und an The University of Chicago. Seit 1993 bis April 2019 besetzt er die Stelle eines Akademischen Rates.

Seine Arbeitsschwerpunkte sind Europäische Sicherheit und europäische Sicherheitsinstitutionen, Rüstungskontrolle, insbesondere Rüstungsexporte und Atomwaffenfreie Zonen, Konfliktanalyse, Konfliktmanagement und Mediation, normative Theorien der IB sowie Friedensbildung und Verantwortung der Wissenschaft.

Die Schwerpunkte seiner akademischen Dienstleistungen liegen derzeit in den Bereichen Studienberatung und Studiengangsbetreuung (s.u.) sowie Koordination des Lehrangebots des Instituts für Politikwissenschaft.

Thomas Nielebock ist seit 2012 Mitglied des Universitätsrats der Universität Tübingen (bis September 2018). Er war mehrere Jahre lang für die Gruppe der Wissenschaftlichen Mitarbeiter gewähltes Mitglied des Senats der Universität Tübingen sowie im Fakultätsrat der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

Im Frühjahr 2015 wurde er vom Kultusminister des Landes Baden-Württemberg in die fünfköpfige Steuerungsgruppe der Servicestelle "Friedensbildung" berufen. Diese Servicestelle wurde vom Land Baden-Württemberg in der Trägerschaft der Landeszentrale für politische Bildung und der Berghof Foundation Tübingen, Abt. Friedenserziehung, eingerichtet, um die „Friedensbildung“ in Schulen und im außerschulischen Bereich zu fördern. Die Arbeit der Servicestelle wird von der Steuerungsgruppe geplant und begleitet. Außerdem ist er Mitglied in der Kommission „Rüstungskonversion“ der vier Kirchen in Baden-Württemberg.

Zwischen 2009 bis 2013 war er zusammen mit Dr. Tatjana Reiber (Deutsches Institut für Entwicklungspolitik Bonn) Sprecher des AK Curriculum der Arbeitsgemeinschaft Friedens- und Konfliktforschung (AFK) (www.afk-web.de). Alle zwei Jahre führte er zusammen mit Tatjana Reiber und Verena Brenner den Didaktik-Workshop für Nachwuchslehrende aus dem Bereich der Friedens- und Konfliktforschung „Das Lehren lernen“ durch.

Ein vom DAAD gefördertes Projekt im Rahmen des PROFIN-Programms zur integrativen Orientierung von ausländischen Master-Studierenden in der Politikwissenschaft und der Wirtschaftswissenschaft wurde von Kelly Neudorfer, Alexandra Galeitzke und Bea Schimmang unter seiner Verantwortung durchgeführt (Laufzeit Juni 2010-Dezember 2011).

Im Oktober 2012 erschien der von ihm zusammen mit Simon Meisch und Volker Harms herausgegebene Band „Zivilklauseln für Forschung, Lehre und Studium. Hochschulen dem Frieden verpflichtet“ im Nomos-Verlag. Seit Januar 2018 liegt der von ihm, Simon Meisch und Uli Jäger herausgegebene Band „Erziehung zur Friedensliebe. Annäherungen an ein Ziel der Landesverfassung Baden-Württemberg“ vor.

Er ist Mitglied des Ortschaftsrates Immenhausen und des Kreistages des Landkreises Tübingen.