Institute of Sports Science

Alina Böhm

Sportart: Judo
Studiengang: Sportpublizistik (Bachelor)

Alina Böhm besuchte die Grundschule am Römerkastell in Böbingen, einem Dorf in der Nähe von Heubach. 2007 wurde sie bei einem Ferienprogrammtag von ihrem späteren Heimattrainer im Dojo (Japanisch: Judohalle) des Judozentrums Heubach entdeckt. Dieser bildete Alina bis zur 10. Klasse am Rosensteingymnasium Heubach zu einer willensstarken und zielstrebigen Kämpferin aus. Durch ihr Talent und ihre ersten Erfolge auf diversen Sichtungsturnieren, wurde Alina die Möglichkeit geboten mit 16 Jahren ins Sportinternat zu ziehen und am Wirtemberg-Gymnasium Untertürkheim neben der sportlichen Karriere ihr Abitur zu absolvieren. Von da an wurde sie am Bundesstützpunkt Sindelfingen trainiert, um dort vor allem ihre taktischen und technischen Fähigkeiten zu verbessern. Alina lernte schnell und erreichte ihren nationalen und internationalen Durchbruch im ersten Internatsjahr: Deutsche Meisterin und Europameisterin U18 in der Klasse bis 70kg. Auch an der Weltmeisterschaft in Sarajevo nahm die damals 17-Jährige teil und kämpfte sich bis ins Finale. Besser konnte es für die junge Athletin kaum laufen. Nach diesem WM-Finale 2015 durfte sie mit der Silbermedaille, aber leider auch mit einem Kreuzbandriss nach Hause fliegen.

Nach einjähriger Verletzungspause und konsequenter Reha schrieb Alina 2016 ihr Abitur und knüpfte mit ihrer ersten Europacup-Medaille erfolgreich an ihre neue Altersklasse U21 an. Um sich intensiver ihrem Sport zu widmen, entschied sie sich für einen Bundesfreiwilligendienst am Bundesbildungswerk Waiblingen. So konnte sie eine starke Saison mit weiteren Erfolgen auf internationaler Ebene absolvieren und sich bestmöglich auf die U21 EM 2017 in Slowenien vorbereiten. Doch Alina Böhm erlitt einen weiteren Rückschlag: Zwei Wochen vor der EM riss sie sich erneut ein Kreuzband. Im Oktober 2017 begann für die ehrgeizige Sportlerin neben ihrem sportlichen Tief glücklicherweise ein neues Kapitel: ein Sportpublizistik-Studium an der Universität Tübingen. Nach einer langatmigen Reha im ersten Semester, kämpfte sich Alina im Juli 2018 erneut zurück an die Juniorenspitze. Mit zwei European Cup-Medaillen in Prag und Gdynia bei den Junioren und einer Silbermedaille bei den Frauen in Bratislava, gelang ihr ein erneutes erfolgreiches Comeback. Mit dieser Leistung sicherte sie sich ihre Nominierung für die Juniorenweltmeisterschaft im Oktober 2018 auf den Bahamas. Besser kann ihr drittes Fachsemester kaum starten.