Institute of Art History

Aktuelle Projekte und Ausstellungen

 

SS 2018

KEHRSEITE(N). Meisterwerke, Sammler, Marken

Die Graphiksammler Ernst Riecker (1845-1918) und Otto Freiherr von Breitschwert (1829-1910)

Graphik-Kabinett Backnang, Helferhaus / Petrus-Jacobi-Weg 5, 71522 Backnang

9.6.2016 - 19.8.2018

Eröffnung am 8.6.2018 um 20 Uhr

Dienstag bis Freitag 17.00 - 19.00, Samstag und Sonntag 14.00 - 19.00 Uhr, Führungen sind auf Anfrage möglich

Die Ausstellung widmet sich einer Auswahl von Stiftungen des Backnanger Bürgers Ernst Riecker (1845-1918), der nach St. Louis auswanderte und seiner Vaterstadt eine hochkarätige Sammlung stiftete, darunter ein Viertel des druckgraphischen Werkes von Albrecht Dürer. Dieser ehemaligen Privatsammlung wird die Graphikkollektion des Tübinger Kreisgerichtsrates Otto Freiherr von Breitschwert (1829-1910) gegenübergestellt, die 1910 testamentarisch an das Kunsthistorische Institut der Universität Tübingen ging. Thematisiert werden die Sammlerpersönlichkeiten und die Struktur ihrer Sammeltätigkeit sowie die Frage nach der Provenienz der Blätter, die sich insbesondere auf den Kehrseiten der Blätter und in Quellen dokumentiert.

Die Ausstellung und der begleitende Katalog wurden gemeinsam mit Studierenden der Kunstgeschichte im Wintersemester 2017/18 erarbeitet. Das Praxis-Projekt wurde in enger Kooperation mit dem Graphik-Kabinett der Stadt Backnang realisiert, wo auch die Ausstellung präsentiert wird.

Einige Impressionen aus der Ausstellung „Kehrseite(n). Von Meisterwerken, Sammlern, Marken“ im Graphik-Kabinett Backnang - die Ausstellung ist noch bis zum 19. August 2018 geöffnet:

Kooperatives Praxisprojekt

Studierende der Kunstgeschichte in Tübingen arbeiten mit Studierenden der Universitäten Trier und Göttingen gemeinsam an einem Ausstellungsprojekt:

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Adam von Bartsch

Kunst – Kommerz – Kennerschaft

Die Ausstellung ist vom 17. April bis 11. September 2016 in den Kunstsammlungen der Universität Göttingen zu sehen. Die Exponate kommen aus den Graphischen Sammlungen der Kunsthistorischen Institute der drei Universitäten sowie aus der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen. Das Projekt wurde von Dr. Stephan Brakensiek (Trier), Dr. Anette Michels (Tübingen) und Dr. Anne-Katrin Sors (Göttingen) geleitet.

Die Ausstellung zeigt Druckgraphiken verschiedener Techniken, die geschaffen wurden, um Zeichnungen von berühmten Meistern zu reproduzieren. Diese Blätter sind Teil eines sich zunehmend ausdifferenzierenden Kunstmarktes im 18. Jahrhundert, der mit der Ausbildung von Kennerschaft, den damit verbundenen Beurteilungskriterien und Bewertungs- und Beschreibungsmethoden verbunden war. Im Zentrum steht Adam von Bartsch (1757-1821), der selbst Reproduktionsgraphiker war und mit seinen Schriften zum Begründer der modernen Kupferstichkunde wurde.

Zur Ausstellung ist eine Publikation im Michael Imhof Verlag erschienen.

Tagung:

Das Projekt wird durch eine wissenschaftlichen Tagung begleitet, die vom

16.-18. Juni 2016 an der Universität Göttingen stattfindet:

Zeichnung für den Markt?

Die Handzeichnung und ihre Reproduktion zwischen künstlerischem Ausdruck, Handelspraxis und Kennerschaft

Digitalisierungsprojekt

Portraitsammlungen in der Universität Tübingen (16. bis 20. Jahrhundert): Ziel des kooperativen Projektes der Universitätsbibliothek Tübingen und der Graphischen Sammlung des Kunsthistorischen Instituts ist die Veröffentlichung von 10 000 Portraits in einer Datenbank (ab Herbst 2012), die online recherchierbar gemacht werden. Es stehen Digitalisate im TIF-Format für Bestellungen zur Verfügung. tobias-bild.uni-tuebingen.de/search