Japanese Studies

Lehre Klaus Antoni

Sommersemester 2019:

Projektseminar: „Kôbe – Internationalisierung und Moderne in Japan“

09.04. -18.04. 2019, Tübinger Zentrum für Japanstudien (TCJS) in Kyōto, Dôshisha-Universität,

Der Raum Kansai umfasst urbane Zentren höchst unterschiedlichen Charakters, mit Nara, der alten Südlichen Hauptstadt und ihrer durch den frühen Staat des achten Jahrhunderts geprägten Architektur, mit Kyôto, dem Zentrum der klassischen Kultur Japans sowie Ôsaka, der alten Wirtschafts- und Handelsmetropole des vormodernen Japans. Doch bietet der Raum darüber hinaus einen weiteren städtischen Kristallisationspunkt, der jedoch nicht für das historische Japan steht, sondern für Moderne und Weltoffenheit des Landes: Kôbe. Das Seminar befasst sich mit der Geschichte und Gegenwart dieser Stadt und nimmt dabei insbesondere die internationalen Verflechtungen sowie neuere Prozesse der Stadtentwicklung in kritischen Augenschein. Den Kern des Projektseminars bildet eine ganztägige Exkursion nach Kôbe.

Hauptseminar „Zum Thronwechsel in Japan – Geschichte und Gegenwart der Tennô-Institution“

Montag, 10 - 12, Raum 7

Das Jahr 2019 bringt für die japanische Tennô-Institution eine historisch höchst außergewöhnliche Zäsur mit sich, den freiwilligen Thronverzicht des bisherigen Tennô Akihito (Heisei) und den damit einhergehenden Wechsel zur Ära des neuen Tennô, seines Sohnes Naruhito. Diese Entwicklung lenkt auch das wissenschaftliche Interesse erneut auf die Tennô-Institution Japans, auf deren historische Hintergründe und gegenwärtige Position, die im Rahmen des Hauptseminars eingehend bearbeitet werden sollen. Neben der Dokumentation des aktuellen Thronwechsels anhand von Medienberichten, sollen insbesondere Fragen von Kontinuität und Legitimität des Kaisertums in Japan thematisiert werden. Dabei wird dem verfassungsrechtlichen Aspekt eine besondere Aufmerksamkeit gelten.

Übung: „Kulturgeschichte Japans (für Hauptfach)“   Mo, 14-16, R 2.10

Die Übung befasst sich mit ausgewählten Themen der japanischen Kulturgeschichte. Insbesondere aus dem Blickwinkel japanologischer Forschungen zu Volkskunde, Literatur, Erzählforschung und Regionalkultur Japans werden dabei auch grundlegende Fragen zu Klischee und Wirklichkeit „der“ japanischen Kultur thematisiert. Die Auseinandersetzung mit generellen Kulturtheorien sowie allgemeinen Theorien zur japanischen Kultur zu Beginn der Übung soll dafür eine hilfreiche methodische Grundlage bieten.

Kolloquium: „Kulturwissenschaftliches Kolloquium“

Montag, 16 – 18, R 7, und Freitag 9 – 10, R 102

Dieses Kolloquium richtet sich v. a. an Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich in der konkreten Vorbereitungsphase für ihren Master- oder Doktorabschluss befinden, jedoch haben auch Studierende in der Abschlussphase ihres BA-Studiums die Möglichkeit zur Teilnahme, dies v.a. am Freitagstermin. Neben der Behandlung allgemeiner und theoretischer Fragen (Wissenschaftsmethodik, Quellenkunde, Daten-Recherche etc.) ist insbesondere die Gelegenheit zur Vorstellung und konstruktiven Besprechung jeweils individueller Projekte gegeben.