Japanese Studies

Lehre Klaus Antoni

Wintersemester 2019/20:

Für alle Veranstaltungen ist eine individuelle Anmeldung per ILIAS erforderlich. Das jeweilge Passwort wird in der ersten Stunde mitgeteilt.

Hauptseminar: „Daijôsai  - religiöse Zeremonien des Kaiserhauses“, Donnerstag, 14-16, R 7

Das Jahr 2019 hat für die japanische Tennô-Institution eine historisch höchst außergewöhnliche Zäsur mit sich gebracht, den freiwilligen Thronverzicht des früheren Tennô Akihito (Heisei) und den damit einhergehenden Wechsel zur Ära des jetzigen Tennô Naruhito (Reiwa). Im Anschluss an das Hauptseminar des Sommersemesters („Zum Thronwechsel in Japan – Geschichte und Gegenwart der Tennô-Institution“) sollen in diesem Semester die weiteren Entwicklungen, insbesondere im Hinblick auf die im Herbst anstehenden Inthronisationsfeierlichkeiten, verfolgt und analysiert werden. Im Zentrum unseres Interesses steht die geheime Zeremonie des „Daijôsai“, welche in der Nacht vom 14. auf 15. November durch den neuen Tennô zu absolvieren ist. Mit diesem Ritual erfährt die Frage der religiösen Fundierung des japanischen Kaiserhauses neue Relevanz und Aufmerksamkeit. Das Seminar wird sich über die aktuellen Fragen hinaus auch mit den historischen Grundlagen und Quellen des „Daijôsai“ auseinandersetzen.

Hauptseminar: „Märchen, Sagen, Mythen  - die Grundlagen der japanischen Erzählforschung (mit Textlektüre)“, Montag, 10-12, R 7

Japan ist ein Land, das reich ist an Mythen, Sagen, Legenden und Märchen; kurz, es verfügt über einen Schatz an mündlich wie schriftlich tradierter Erzählliteratur, welcher im Westen noch nicht einmal in seinen Ansätzen gehoben, oder auch nur erkannt worden ist. Die Betrachtung dieser narrativen Tradition zeigt, dass Japan im Vergleich zur europäischen Überlieferung über eine große Zahl von Erzählungen, Stoffen und Motiven verfügt, die uns in unterschiedlichster Form und Gestalt, in wechselnden literarischen Gattungen und auch historisch durch die gesamte bekannte japanische Geschichte hindurch entgegentreten. Hier zeigt sich eines der Kernprobleme der Erzählforschung, die Frage nach dem wechselseitigen Verhältnis von mündlicher und schriftlicher Tradition, der in diesem Hauptseminar vornehmlich nachgegangen werden soll.

Übung: „Geschichte Japans (für Hauptfach)“   Montag, 14-16, R 2.10

Die Kenntnis der japanischen Geschichte stellt eine unerlässliche Basis für das gesamte Studium der Japanologie dar. Die Übung gibt einen Einblick in die Chronologie und wichtigsten Themen der japanischen Geschichte. Der behandelte Zeitraum umfasst die gesamte Historie Japans, von den vor- und frühgeschichtlichen Anfängen bis in die Moderne und Gegenwart. Dabei sollen die Studierenden zum einen das grundlegende Faktenwissens zur Geschichte Japans erwerben, zum anderen aber auch anhand historischer Quellen einen ersten Eindruck von den Kontinuitäten wie auch vielfältigen Brüchen und Diskontinuitäten im Verlauf dieser Geschichte erhalten. Überkommene Geschichtsbilder werden dabei ebenso thematisiert wie unterschiedliche Blickwinkel auf die Historie Japans.

„Kulturwissenschaftliches Kolloquium“, Montag, 16–18, R 7, und Freitag 9–10, R 102

Dieses Kolloquium richtet sich an Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich in der konkreten Vorbereitungsphase für ihren Master- oder Doktorabschluss befinden (Termin: montags, 16 - 18), jedoch haben auch Studierende in der Abschlussphase ihres BA-Studiums die Möglichkeit zur Teilnahme (Termin: freitags, 9 – 10). Neben der Behandlung allgemeiner, theoretischer und methodischer Fragen (Wissenschaftsmethodik, Quellenkunde, Daten-Recherche etc.) ist insbesondere die Gelegenheit zur Vorstellung und konstruktiven Besprechung jeweils individueller Projekte gegeben.