Deutsches Seminar

Forschung

 Die Forschungsarbeiten der Abteilung für Skandinavistik am Deutschen Seminar richten sich in ihren Schwerpunkten auf Fragen der Literaturtheorie und Ästhetik, der mittelalterlichen Poetik sowie des kulturellen und literarischen Transfers im Mittelalter. Es wird sowohl in Einzelprojekten als auch in interdisziplinären Forschungsverbünden im Rahmen von Promotionsverbünden gearbeitet.

 

Prof. Dr. Stefanie Gropper:

  • Projekt MoMod (Modes of Modification)

in Zusammenarbeit mit Karl-Gunnar A. Johansson (Oslo), Anna Horn (Oslo), Jonatan Petterson (Stockholm), Massimiliano Bampi (Venedig) und Elise Kleivane (Oslo).
https://www.hf.uio.no/iln/english/research/projects/modes-of-modification/index.html

Das Teilprojekt „Texts in the Insular Distance. Narrative Concepts in Medieval Icelandic Literature“ untersucht, nach welchen Selektions- und Bewertungskriterien die anonym überlieferten Íslendingasögur einen Platz im literarischen System des isländischen Mittelalters erhielten und wie sich diese Kriterien im Lauf der Überlieferungsgeschichte der Texte veränderten.

  • SFB 1391 Andere Ästhetik
    Teilprojekt "Narrative (Selbst-) Reflexion in den Isländersagas"

https://uni-tuebingen.de/forschung/forschungsschwerpunkte/sonderforschungsbereiche/sfb-andere-aesthetik/forschungsprojekte/projektbereich-b-manifestationen/b5-gropper/

https://uni-tuebingen.de/forschung/forschungsschwerpunkte/sonderforschungsbereiche/sfb-andere-aesthetik/

 

Dr. Rebecca Merkelbach

  • ‘The Other Sagas: A New Reading of the “Post-Classical” Sagas of Icelanders’ (Habilitationsprojekt)

Das DFG-geförderte Projekt, „The Other Sagas: A New Reading of the ‘Post-Classical’ Sagas of Icelanders“ befasst sich mit den lange von der Wissenschaft vernachlässigten späten Isländersagas. Es wurde häufig behauptet, dass in diesen ‘post-klassischen’ Sagas die sozialen Aspekte fehlten, die als charakteristisch für die ‘klassischen’ Sagas gelten. Stattdessen wurden ihnen eine binär aufgebaute Handlung zugeschrieben, die aus dem Konflikt zwischen übertrieben gezeichneten Heldenfiguren und in Einzelepisoden auftretenden paranormalen Gegenspielern besteht. Diese Dichotomie erscheint mir zu simplistisch. In meinem Projekt liegt der Fokus deshalb auf der Frage, ob die ‘post-klassischen’ Sagas tatsächlich einer sozialen Dimension entbehren. Als Arbeitshypothese lege ich dazu der Sagahandlung statt einer Dichotomie aus Held versus Monster eine Triangulation aus dem Einzelnen, dem Paranormalen und dem Sozialen zugrunde. Jeder dieser drei Aspekte wird zunächst einzeln betrachtet, aber genauso sollen auch die Fälle beleuchtet werden, in denen die Grenzen zwischen den Kategorien verwischen oder gar zusammenbrechen. Diese Herangehensweise soll schlussendlich ermöglichen, die spätmittelalterlichen Isländersagas vor ihrem soziokulturellen Hintergrund zu lesen.

 

Dr. des. Andreas Schmidt

  • N.N. (Habilitationsprojekt)

 

Dr. Anna-Katharina Heiniger

  • N.N. (Habilitationsprojekt)

 

Dr. Kieran Tsitsiklis

  • 'How to Fail Like a Viking: Failure and Defeat in Selected Old Norse-Icelandic Family Sagas' (Arbeitstitel, Habilitationsprojekt)