Institute of Media Studies

Outgoings: Aus Tübingen ins Ausland

Als Medienwissenschafts-Studierende könnt Ihr am ERASMUS-Programm teilnehmen und so ein Semester oder ein ganzes Jahr an einer unserer Partnerhochschulen im Ausland studieren.

Ein Auslandsaufenthalt im Studium ist sowohl eine fachliche als auch eine persönliche Bereicherung und macht sich auch im Lebenslauf nicht schlecht. Das ERASMUS-Programm bietet eine sehr gute und einfache Möglichkeit, ins Ausland zu gehen.

  • Ihr profitiert von erleichterten Zulassungsbedingungen zu Hochschulen, in die man sonst nicht ohne weiteres reinkommt.
  • Ihr bekommt jede Menge organisatorische Hilfestellung, sowohl hier als auch im Ausland.
  • Spezielle Fachkoordinator*innen betreuen Euch auch in akademischer Hinsicht und beraten Euch bei der Kurswahl.
  • Es gibt ein formalisiertes Verfahren, das die Anerkennung Eurer im Ausland absolvierten Scheine für Euer Studium regelt.
  • Geld: Ihr bezahlt keine Studiengebühren an der Gasthochschule.
  • Noch mehr Geld: ERASMUS-Plätze sind in der Regel mit einem Stipendium verbunden.

Mehr Infos zum ERASMUS-Programm hat das International Office der Uni Tübingen:

International Office der Uni Tübingen / ERASMUS


Wer kann teilnehmen?

Das ERASMUS-Programm des Instituts steht allen unseren Studierenden offen. Wer also in der Medienwissenschaft eingeschrieben ist, egal ob im BA oder MA, kann sich um einen ERASMUS-Platz bewerben. Das gilt auch für alle Nebenfach-Studis! In Ausnahmefällen können auch „fachfremde“ Studierende, die nicht Medienwissenschaft studieren, zur Bewerbung zugelassen werden.

Sprachkenntnis: Eine Voraussetzung ist allerdings, dass Ihr die Unterrichtssprache der jeweiligen Gasthochschule ausreichend beherrscht.


Wann ins Ausland?

Es gibt nicht den einen „richtigen“ Zeitpunkt, denn das Auslandssemester ist kein fest eingeplantes Element der MeWi-Studiengänge. Wir empfehlen allgemein, im BA-Studiengang das 5. Fachsemester, im MA-Studiengang das 4. Fachsemester anzupeilen. Es hängt aber vom individuellen Studienverlauf und den eigenen Präferenzen ab.

Für BA-Studierende ist es auf jeden Fall sinnvoll, sowohl Orientierungs- als auch Zwischenprüfung noch vor dem Auslandsaufenthalt zu absolvieren.

Die Planung und Vorbereitung eines Auslandssemesters startet etwa zu Beginn des Wintersemesters im vorhergehenden akademischen Jahr. Wenn Ihr im Wintersemester ins Ausland gehen wollt, habt Ihr also einen Vorlauf von etwa 12 Monaten. Plant Ihr im Sommersemester zu fahren, so sind es etwa 18 Monate!


Wohin kann ich gehen?

Das Institut für Medienwissenschaft unterhält derzeit 10 Partnerschaften mit Hochschulen in: UK, Belgien, Dänemark, Schweden, Österreich, Schweiz*, Rumänien, Spanien sowie Singapur*. Genauere Infos zu den Hochschulen findet Ihr hier:

Partnerhochschulen des Instituts für Medienwissenschaft

* Unsere Partnerschaft mit Singapur ist nicht Teil des Erasmus-Programms. Das bedeutet leider: Für Singapur gibt es kein Erasmus-Stipendium.
Genau genommen gehört auch die Schweiz nicht zum Erasmus-Programm, weil sie nicht in der EU liegt. Aber die Schweiz bietet ein eigenes Stipendium an, das dem Erasmus-Stipendium entspricht.


Wie läuft das Ganze ab?

Phase 1: Von der Recherche bis zur Nominierung

In dieser Phase entscheiden wir (also die Fachkoordination für internationalen Austausch am Institut für Medienwissenschaft), wen wir ins Ausland schicken werden. Wir müssen leider eine Auswahl treffen, weil wir nur eine begrenzte Anzahl an Austauschplätzen vergeben können. Deswegen besteht diese Phase aus einem Bewerbungsprozess:

  1. Recherche: Die Planung für einen Auslandsaufenthalt beginnt mit Eurer Recherche und ggf. einer ersten Beratung. Welche unserer Partner-Hochschulen kommt für Euch in Frage? Welches ist der richtige Zeitpunkt? Es gibt in den ersten Wochen jedes Wintersemesters eine Infoveranstaltung und spezielle Sprechstunden bei der Fachkoordination.
  2. Bewerbung: Ihr bewerbt Euch schriftlich mit einem Motivationsschreiben bei der Fachkoordination um einen Platz. Die Bewerbungsphase beginnt, sobald wir die Ausschreibung der aktuellen ERASMUS-Plätze über die Website des Instituts ankündigen (typischerweise Anfang/Mitte November). Wie die Bewerbungen aussehen sollen, ist in der Ausschreibung beschrieben. Achtet auf die Bewerbungsfrist!
  3. Auswahlgespräche: Wenn Eure Bewerbung überzeugt, laden wir Euch zu einem Auswahlgespräch ein – etwa zwischen Ende Januar und Mitte Februar. Es kann auch noch ein Nachrückverfahren geben.
  4. Nominierungen: Wir stellen am Ende des Auswahlprozesses – etwa Mitte Februar – eine „Nominierungsliste“ zusammen. Das heißt, wir nennen unseren Partnerhochschulen, wen wir ihnen gerne schicken möchten. Wer nicht auf die Nominierungsliste gekommen ist, erhält von uns leider eine Absage.

Phase 2: Formalitäten vor dem Austausch

Wer zu den Glücklichen gehört und von uns nominiert wurde, muss nun einen etwas bürokratischen Prozess durchlaufen. Dieser Prozess sieht bei jeder Gasthochschule und jedem Gastland etwas anders aus, und wir können Euch dabei nur bedingt unterstützen.

  1. Bewerbung an der Gasthochschule – auch wenn Ihr den Platz durch die Nominierung praktisch sicher habt, müsst Ihr Euch noch formal bewerben. Wie und wann das genau abläuft, erfahrt Ihr nach Eurer Nominierung; die Gasthochschule wird sich bei Euch melden.
  2. Formalia: Während Ihr auf die Mail der Gasthochschule wartet, könnt Ihr schon einige Dinge klären: Benötigt Ihr einen offiziellen Sprachtest (manche Hochschulen verlangen das)? Benötigt Ihr ein Visum? Lasst Euch vom Prüfungsamt ein beglaubigtes Transcript of Records ausstellen. Manche Hochschulen verlangen außerdem eine beglaubigte Übersetzung des Transcripts. Wendet Euch dafür an den Infodesk des International Office.
  3. Stipendienantrag: Separat davon stellt Ihr am International Office einen Antrag auf finanzielle Unterstützung. Dafür müsst Ihr auch eine ganze Reihe an Dokumenten einreichen. Dieser Prozess läuft im Wesentlichen online ab.
  4. Learning Agreement: Schaut Euch noch einmal genau das Kursangebot Eurer Gasthochschule an und überlegt, welche Veranstaltungen Ihr konkret belegen wollt. Besprecht mit uns, ob Ihr die im Ausland belegten Kurse für das Studium in Tübingen anrechnen lassen könnt. Das alles wird dann in ein Formular eingetragen („Learning Agreement“), das Euch im Laufe des Prozesses zur Verfügung gestellt wird.

Phase 3: Im Ausland

Die spannendste und spaßigste Phase – hoffen wir zumindest. Oft stellt sich gleich mal heraus, dass Eure Kursbelegungen nicht alle so funktionieren wie geplant, und Ihr müsst noch etwas umplanen. In der Regel habt Ihr aber auch selbst die Möglichkeit, jetzt noch einmal Kurse auszutauschen. Sollte das der Fall sein, stehen wir noch einmal in intensivem Mailkontakt zu Euch, weil wir die Änderungen im Learning Agreement ebenfalls überprüfen und gegenzeichnen.

Darüber hinaus bitten wir Euch, während des Aufenthalts an unserer kleinen Erasmus-Umfrage teilzunehmen – uns also ein paar Fragen zum Aufenthalt und zu Euren Erfahrungen zu beantworten, und uns vielleicht auch ein Foto zu schicken. Dieses Feedback ist wichtig, um künftige Studierende besser beraten zu können.

Phase 4: Wieder zurück

Wenn Ihr wieder zurück seid, werdet Ihr noch einmal mit uns zu tun haben, nämlich wenn es um die Anrechnung Eurer Leistungen geht. Das läuft in der Regel so ab:

  1. Eure Gasthochschule sendet Euch und uns ein Transcript Eurer Noten zu.
  2. Ihr meldet Euch dann bei uns. Wenn alles nach Plan verlaufen ist, können wir problemlos auf Grundlage des Learning Agreements einen Anerkennungsschein ausstellen. Wenn sich doch noch einmal Dinge geändert haben, müssen wir das eben kurz besprechen.
  3. Mit dem Anerkennungsschein geht Ihr zum Prüfungsamt; die tragen Eure Noten dann ein. Das war’s.

Weitere Informationen

Der Austausch über unsere Erasmus-Partnerschaften ist nur eine Möglichkeit, einen Auslandsaufenthalt ins Studium zu integrieren. Es ist aber die einfachste. Weitere Möglichkeiten:

  • Ein Semester an der NTU in Singapur: Die NTU ist ebenfalls eine Partnerhochschule des Instituts für Medienwissenschaft. Die Bewerbung für einen Platz in Singapur läuft genau so ab wie bei den Erasmus-Plätzen. Beachtet aber, dass es für den Aufenthalt an der NTU kein Stipendium gibt.
  • Ein Erasmus-Semester an einer anderen Hochschule, mit der wir keine Partnerschaft haben: Das ist generell auch möglich, wenn ein anderes Institut oder ein anderer Fachbereich an der Uni Tübingen die gewünschte Partnerschaft hat. Dann könnt Ihr Euch dort um einen „fachfremden“ Platz bewerben. Sprecht dafür die zuständige Fachkoordination an. Die Liste der Erasmus+ Partnerhochschulen kann dabei helfen, die richtigen Ansprechpersonen zu finden.
  • Die Teilnahme an einem anderen Austauschprogramm: Das International Office unterhält noch andere Austauschprogramme, vor allem ins außereuropäische Ausland. Schaut Euch hierfür auf der Website des International Office um.
  • Als Freemover: Wer es wirklich möchte, kann auch einen Auslandsaufenthalt völlig unabhängig von bestehenden Austauschprogrammen organisieren. Zu Fragen der Organisation können wir dabei allerdings keine Unterstützung anbieten.

Wenn jetzt noch Fragen offen geblieben sind, lasst Euch sich individuell beraten: Entweder beim International Office der Universität oder bei der Fachkoordination für internationalen Austausch am Institut für Medienwissenschaft:

International Office / Studieren im Ausland

MeWi-Fachkoordination Internationales

 

Erste Ansprechstelle

  • Wer zwar Medienwissenschaft studiert, aber über ein anderes Institut ins Ausland fahren möchte (z.B. über das jeweils andere BA-Fach), wendet sich zunächst an die Fachkoordination des anderen Instituts.
  • Wer sich für einen außereuropäischen Austausch interessiert, wendet sich gleich an das International Office der Universität.
  • Mit anderen Worten: Erste Ansprechstelle ist jeweils die Stelle, die den Kontakt mit der gewünschten Gasthochschule unterhält.