Slavisches Seminar

Читаємо для України / Lesen für die Ukraine / Reading for Ukraine

Jeden Mittwoch, 18:00-18:20 Uhr

„Durchmisst man dieses riesige Land hinsichtlich der modernen Literatur von Lemberg bis Charkiw, trifft man auf Paul Celan aus Czernowitz, Bruno Schulz aus Drohobytsch, Isaak Babel aus Odessa oder Scholem Alejchem aus Perejaslaw und Michail Bulgakow aus Kiew“, schreibt Annette Werberger in ihrem Überblick über die ukrainische Literatur (FAZ, 26. Februar 2022). Die Autoren und Autorinnen, die auf dem Gebiet der heutigen Ukraine lebten, schrieben auf Deutsch, Polnisch, Russisch, Jiddisch und Ukrainisch, und so ist die Ukraine „ein Vorbild für die Idee einer europäischen Literatur“.

Um die Vielfalt der Literatur in der Ukraine aufzuspüren, in Gegenwart und Vergangenheit, in Lyrik und Prosa, werden wir ab Mittwoch, dem 2. März, 18 Uhr, jede Woche literarische Texte zu Gehör bringen: für die Ukraine, aber auch für uns, die wir als Expert*innen für slavische Literaturen das Land unterschiedlich gut kennen, und für alle anderen, die sich dem Land in dieser für ganz Europa bedrohlichen Situation zuwenden wollen. Jeden Mittwoch, 18 Uhr, ca 20 Minuten lang, lesen wir für die Ukraine, für uns und für Sie, ukrainische Literatur in deutscher Übersetzung.

Verantwortlich: Claudia Dathe (Europa-Universität Viadrina, Frankfurt / Oder) und Schamma Schahadat (Eberhard Karls Universität Tübingen), unter Beteiligung vieler Kolleginnen und Kollegen und Studierenden aus der Slavistik und aus Osteuropa und in Kooperation mit Freie Bühne Jena e.V.

Den ZOOM Zugangscode erhalten Sie unter slavistik@uni-tuebingen.de 

Oder schalten Sie sich per Youtube zu unter: https://www.youtube.com/channel/UCoCQX9MO1Nyi-RVk15lvYmw

Aktuelle Lesungen:

Vergangene Lesungen:

08. Juni 2022: Hryhorij Sementschuk

Gelesen von Ulrike Almut Sandig

01. Juni 2022: Songtexte, z.B. von Okean Elzy, Linija Mannergejma

Gelesen von Gesine Drews-Sylla und Anna Michailowski

25. Mai 2022: Boris Chersonskij

Gelesen von Susanne Frank, Julia Koifman und Elisabeth Landenberger

18. Mai 2022: Oksana Luzyschyna

Gelesen von Lydia Nagel

11. Mai 2022: V. Pidmohylnyj "Die Stadt"

Gelesen von Frank, Joura, Kratchovil, Wunderwald, Zalitok

04. Mai 2022: Aseev, In Isolation

Gelesen von Jennifer Döring und Julia Furmanczyk

27. April 2022: Erzählung des jiddischen Schriftstellers Der Nister

Gelesen von Philip Schwartz und Daria Vakhrushova

20. April 2022: Majakovskijs Gedicht «Долг Украине» und Tanja Maljartschuk, Blauwal der Erinnerung

Gelesen von Daniela Amodio und Elena Glökler

13. April 2022: Hebräische Lyrik

Gelesen von Aminadav Dykman und Jörg Schulte

6. April 2022: Nazar Hončars Lyrik- und Essayband Dichter noch dichter

Gesine Drews-Sylla und Renata Makarska lesen aus Nazar Hončars Lyrik- und Essayband Dichter noch dichter (Edition Thanhäuser 2011, Deutsch von Chrystyna Nazarkewytsch).

Nazar Hončar (1964-2009) war ein Lyriker, Essayist und Performancekünstler aus L’viv.

30. März 2022: Aktuelle Texte ukrainischer Autor*innen aus den Sozialen Netzwerken

Irina Wutsdorff und Tetyana Dagovych: Aktuelle Texte ukrainischer Autor*innen aus den Sozialen Netzwerken

Die Texte wurden speziell für die Lesung von Tetyana Dagovych aus dem Ukrainischen übersetzt.

23. März 2022: Prosa von Stanisław Vincenz

Renata Makarska und Bernhard Hartmann lesen Prosa von Stanisław Vincenz

Stanisław Vincenz (1888-1971) wurde im österreich-ungarischen Vielvölkerstaat geboren, in einem Ort, der heute im Gebiet der West-Ukraine liegt. Vincenz hat auf Polnisch geschrieben; gelesen wird aus seinen Büchern Auf den Almen (1938) und Dialoge mit den Sowjets (1966).

16. März 2022: Dichter in Zeiten der Belagerung - Gedichte von Lesja Ukraїnka und Lina Kostenko

Gelesen von Oleksii Isakov, Iryna Kovalenko und Annette Werberger

09. März 2022: Taras Schewtschenko zum Geburtstag und Serhij Zhadan: Vor dem Krieg und im Krieg

Gelesen von Ilja Klobertanz, Gesine Drews-Sylla und Schamma Schahadat

02. März 2022: 1914 / 2014 / 2022: Texte aus dem 1. Weltkrieg

Gelesen von Alexander Kratochvil und Beatrix Kersten