Wissenschaftliche Online-Vortragsreihe „Begabung und Hochbegabung“

Schulleistungsstudien zeigen, dass in beinahe jeder Klasse ein begabtes oder hochbegabtes Kind sitzt. Lernumgebungen im Klassenzimmer sowie in Enrichment-Angeboten so zu gestalten, dass auch Begabte und Hochbegabte begleitet und gefördert werden, kann eine Herausforderung darstellen. 

Die Vortragsreihe "Begabung und Hochbegabung" nimmt die Aspekte wie Erkennen, Begleiten und Fördern begabter und hochbegabter Schülerinnen und Schüler in den Fokus und gibt Einblicke in den aktuellen Stand der Begabungsforschung.  

Mit dieser Vortragsreihe sollen Geschäftsführungen und Kursleitungen der Hector Kinderakademien Impulse aus dem Feld der Begabten- und Hochbegabtenforschung und -förderung gegeben werden. 

Termine

30.09.2021: „Wie kann die Förderung leistungsstarker Kinder im Unterricht gelingen?“, Referentin: Prof. Dr. Miriam Vock (Uni Potsdam)

Online-Vortrag der wissenschaftlichen Vortragsreihe „Begabung und Hochbegabung" am 30.09.2021, 16-17 Uhr

„Wie kann die Förderung leistungsstarker Kinder im Unterricht gelingen?", Referentin: Prof. Dr. Miriam Vock (Uni Potsdam)

Anmeldung zum Online-Vortrag unter folgendem Link

Über die Referentin:

Prof. Dr. Miriam Vock ist seit 2011 Professorin für Empirische Unterrichts- und Interventionsforschung am Department Erziehungswissenschaft an der Universität Potsdam. Sie studierte Psychologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und promovierte zur Arbeitsgedächtniskpazität von Kindern. Frau Vock erforscht unter anderem, wie leistungsstarke Schülerinnen und Schüler in der Schule optimal gefördert werden können und wie die Inklusion von ihnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf an Grundschulen gelingen kann.

Exklusiv für die Akteure der Hector Kinderakademien:

Im Anschluss an den Vortrag haben alle Akteure der Hector Kinderakademien die Möglichkeit an einer exklusiven Diskussionsrunde mit Frau Prof. Dr. Vock teilzunehmen. Im 30-minütigen Austausch wird thematisiert, was die Vortragsinhalte für die Arbeit an den Hector Kinderakademien bedeuten. Die Diskussionsrunde findet nach einer kurzen Pause im Anschluss an den Vortrag statt. Den Veranstaltungslink erhalten Sie per E-Mail. Wir freuen uns auf spannende Gespräche mit Ihnen!

 

17.06.2021: „Das Talententwicklungsmodell (TAD) und dessen Implikationen für Erkennen und Förderung von Begabungen", Prof. Dr. Franzis Preckel (Uni Trier)

Online-Vortrag der wissenschaftlichen Vortragsreihe „Begabung und Hochbegabung" am 17.06.2021, 16-17 Uhr

„Das Talententwicklungsmodell (TAD) und dessen Implikationen für Erkennen und Förderung von Begabungen", Referentin: Prof. Dr. Franzis Preckel (Uni Trier)

Anmeldung zum Online-Vortrag unter folgendem Link

Begabung kann ganz generell als leistungsbezogenes Entwicklungspotenzial einer Person beschrieben werden. Doch was macht dieses Potenzial eigentlich aus? Welche Rolle spielen Fähigkeiten, die Persönlichkeit oder bestimmte Fertigkeiten? Verändert sich möglicherweise das, was Begabung ausmacht, im Laufe der Talententwicklung? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für das Erkennen und Fördern von Begabungen? Im Vortrag werden diese Fragen aufgegriffen. Den Rahmen hierfür liefert das talent development in achievement domains (kurz: TAD) framework. Das TAD framework unterteilt den Prozess der Begabungsentwicklung in unterschiedliche Abschnitte und erleichtert es damit, die Talententwicklung konkret zu beschreiben. Praktische Implikationen für die Begabungsdiagnostik und -förderung in der Schule werden aufgezeigt und diskutiert.

Über die Referentin:

Prof. Dr. Franzis Preckel ist Professorin für Hochbegabtenforschung und -förderung im Fach Psychologie an der Universität Trier und zudem Mitglied der Steuergruppe des BMBF Verbundprojekts LemaS. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Intelligenz, intellektuelle Hochbegabung, Einflussfaktoren der Leistungsentwicklung, psychologische Diagnostik sowie die wissenschaftliche Begleitung von Maßnahmen der Begabtenförderung.

Exklusiv für die Akteure der Hector Kinderakademien:

Im Anschluss an den Vortrag haben alle Akteure der Hector Kinderakademien die Möglichkeit an einer exklusiven Diskussionsrunde mit Frau Preckel teilzunehmen. Im 30-minütigen Austausch wird thematisiert, was die Vortragsinhalte für die Arbeit an den Hector Kinderakademien bedeuten. Die Diskussionsrunde findet nach einer kurzen Pause im Anschluss an den Vortrag in einem separaten Zoom-Raum statt. Den Veranstaltungslink erhalten Sie per E-Mail. Wir freuen uns auf spannende Gespräche mit Ihnen. 

20.05.2021: „Förderorientierte Diagnostik und diagnosebasierte Förderung in begabungsfreundlichen Schulen", Prof. Dr. Christoph Perleth (Uni Rostock)

Online-Vortrag der wissenschaftlichen Vortragsreihe „Begabung und Hochbegabung" am 20.05.2021, 16-17 Uhr

Förderorientierte Diagnostik und diagnosebasierte Förderung in begabungsfreundlichen Schulen", Referent: Prof. Dr. Christoph Perleth (Uni Rostock)

Wenn von Diagnostik die Rede ist, insbesondere im Zusammenhang mit besonderen Begabungen, werden oftmals Assoziationen mit Intelligenztests geweckt. Diesen wird nach wie vor eine hohe Bedeutung zugeschrieben und sie sind für (Schul-)Beratungsstellen sicherlich unentbehrlich. Andererseits werden für die praktische Förderung von Begabungen durch Lehrkräfte in der Schule ständig diagnostische Informationen benötigt. Eine bewusste und reflektierte Anwendung dieser pädagogischen Diagnostik durch Lehrkräfte ist essenziell für die Gestaltung einer begabungsfreundlichen Schule. In dem Vortrag von Professor Perleth wird aus Sicht der Schulentwicklung beschrieben, wie pädagogische und psychologische Diagnostik an begabungsfreundlichen Schulen idealerweise verankert sein sollte. Diese Postulate werden an Beispielen (u.a. auch aus der Bund-Länder-Initiative LemaS) verdeutlicht.
 

Über den Referenten:

Prof. Dr. Christoph Perleth ist Professor für Pädagogische und heilpädagogische Psychologie mit dem Schwerpunkt Differentielle Psychologie und psychologischer Diagnostik am Institut für Pädagogische Psychologie Rosa und David Katz" der Universität Rostock. Zudem ist er Direktor des Instituts. Seine Forschungsinteressen liegen unter anderem in den Bereichen Hochbegabung, Intelligenz, Leistungsentwicklung bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, Begabungspsychologie und in der Testentwicklung. Er engagiert sich in Gremien und wissenschaftlichen Beiräten wie z.B. dem Wissenschaftlichen Beirat des Österreichischen Zentrums für Begabtenförderung und Begabungsforschung (ÖZBF) oder dem Arbeitskreis Begabtenförderung und Begabungsforschung e.V. (ABB).

Im Projekt Leistung macht Schule" (LemaS) unterstützt er Schulen bei einer Schul- und Netzwerkentwicklung, die auf eine leistungsfördernde Schulkultur abzielt. Erarbeitet werden dazu unter anderem diagnosebasierte individualisierte Förderformate.

Exklusiv für die Akteure der Hector Kinderakademien:

Im Anschluss an den Vortrag haben alle Akteure der Hector Kinderakademien die Möglichkeit an einer exklusiven Diskussionsrunde mit Herrn Perleth teilzunehmen. Im 30-minütigen Austausch wird thematisiert, was die Vortragsinhalte für die Arbeit an den Hector Kinderakademien bedeuten. Die Diskussionsrunde findet nach einer kurzen Pause im Anschluss an den Vortrag in einem separaten Zoom-Raum statt. Den Veranstaltungslink erhalten Sie per E-Mail. Wir freuen uns auf spannende Gespräche mit Ihnen.

26.04.2021: „Schulleistung und Intelligenz: Wo genau kommt sie ins Spiel?“, Prof. Dr. Elsbeth Stern (ETH Zürich)

Kick-off der wissenschaftlichen Online-Vortragsreihe „Begabung und Hochbegabung“ am 26.04.2021, 16-17 Uhr

„Schulleistung und Intelligenz: Wo genau kommt sie ins Spiel?“, Referentin: Prof. Dr. Elsbeth Stern (ETH Zürich)  

Der Vortrag wurde aufgenommen und kann hier abgerufen werden (Passwort: Begabung).

Seitdem sich die Psychologie als eigenständige wissenschaftliche Disziplin etabliert hat, sind Intelligenzunterschiede ein zentrales Forschungsthema. Fortschritte konnten nicht nur im psychometrischen und diagnostischen Bereich erzielt werden, sondern auch bei der Aufklärung kognitiver, neuronaler und genetischer Grundlagen der Intelligenz. Unbestritten ist, dass schulischen Lerngelegenheiten bei der Entstehung der Intelligenz und vor allem bei ihrer Umsetzung in Wissen eine entscheidende Bedeutung zukommt. Welche neuen Erkenntnisse sich aus den Fortschritten der Intelligenzforschung für die Vorhersage und die Erklärung von Schulleistungen in unterschiedlichen Fächern ergeben, wird im Mittelpunkt des Vortrages stehen. Dabei werden Ergebnisse aus der an der ETH Zürich durchgeführten Längsschnittstudien zum Lernen von Physik und Mathematik in der Primarschule sowie am Gymnasium vorgestellt. Ob Schülerinnen und Schüler in Abhängigkeit von ihrer Intelligenz von unterschiedlichen Lerngelegenheiten profitieren (d.h. ob Aptitude-Treatment-Interaktionen nachzuweisen sind), wird ebenso thematisiert wie die Frage, auf welche Aspekte des Wissenserwerbes sich Intelligenzunterschiede besonders stark auswirken. Schließlich wird anhand unterschiedlicher Studien noch der Frage nachgegangen, in welchem Ausmaß sich Intelligenz bei Bildungsentscheidungen durchsetzt.    

Weitere Vorträge in Planung

Weitere Online-Vorträge mit dem Fokus „Begabung und Hochbegabung“ sind aktuell in Planung. Informationen dazu können hier zeitnah abgerufen werden. 

Kooperation

Die Vorträge zum Schwerpunkt „Begabung und Hochbegabung“ werden in Kooperation zwischen dem Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung Baden-Württemberg und der wissenschaftlichen Begleitung der Hector Kinderakademien (Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung sowie Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation) geplant und durchgeführt.