Uni-Tübingen

Dr. phil. Matthias Becker

Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Postdoc)

Teilprojekt D01: Platonismus und Christentum. Philosophische und literarische Bedrohungskonstellationen in der Spätantike


Dienstadresse:

Keplerstraße 2
72074 Tübingen
Raum:289n
Telefon:07071 29 77 295
E-Mail:matthias.beckerspam prevention@philologie.uni-tuebingen.de

 

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Forschungsschwerpunkte / wissenschaftliche Interessensgebiete



Post-Doc-Projekt im Rahmen des SFB 923

<span style="font-weight: bold; ">Thema:</span> Platonismus und Christentum. Philosophische und literarische Bedrohungskonstellationen in der Spätantike

<span style="font-weight: bold; ">Abstract:</span>
Das Teilprojekt beschäftigt sich mit der durch das Christentum ‚von außen’ gegebenen Bedrohung des Platonismus in der Spätantike. Diese soll zunächst am konkreten Beispiel der zwischen 270 und 305 entstandenen Kritik des Porphyrios an den Christen in 15 Büchern untersucht werden. Bereits seit dem 2. Jh. n. Chr. beschäftigen sich griechische Platoniker (z.B. Numenios, Kelsos, Amelios) intensiv mit den Texten und Lehren der christlichen Autoren. War die christliche Religion anfänglich eher für niedere soziale Schichten attraktiv, wird seit dem 2. Jh. n. Chr. ein starker Impetus der sozialen Eliten erkennbar, eine anspruchsvolle ‚christliche Philosophie’ zu etablieren, die nicht wenige platonische Denkmuster adaptiert oder Methoden der philologischen Textexegese teilt, wofür z. B. das Werk des Origenes (185/56-254) Zeugnis ablegt. Von den Vertretern eines religiösen Platonismus wird die zunehmend philosophischer verhandelte, inhaltlich neuartige christliche Religion als ernstzunehmende Bedrohung der eigenen Philosophie und damit der gesamten paganen Religion, Theologie und Kultur, kurz: ihrer elitären Lebens-, Wissens- und Weltordnung überhaupt gewertet. Dabei spielt, neben den christenkritischen Texten eines Kelsos oder Julian Apostata, das Szenario der christlichen Bedrohung in seiner literarisch-philosophischen Verarbeitung durch den Platoniker Porphyrios eine besonders wichtige Rolle: Die erhaltenen Fragmente aus „Gegen die Christen“ werden erstmals vollständig ins Deutsche übertragen und mit Blick sowohl auf antichristliche Tendenzen und platonisches Bewältigungshandeln angesichts der erkannten Gefährdung als auch auf ihre philologischen, philosophischen und theologischen Strategien vor dem Hintergrund ihres sozial-historischen Kontextes kommentiert und interpretiert.

Publikationen

Monographien

Aufsätze in Fachzeitschriften und Buchbeiträge

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Vorträge

Awards

Tagungen, Workshops, Konferenzen

Lehrveranstaltungen