Uni-Tübingen

Dr. Christian Heinemeyer

Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Postdoc)

Teilprojekt C02: Die Bedrohung politisch-sozialer Ordnungen im 14./15. Jahrhundert. Dynastische Brüche

Beruflicher Werdegang

Forschungsschwerpunkte

Projekt im Rahmen des SFB 923

Thema: Die Bedrohung politisch-sozialer Ordnungen im Reich des 14. und 15. Jahrhunderts. Dynastische Brüche

Abstract: Das Projekt untersucht die Bedrohung politisch-sozialer Ordnungen im spätmittelalterlichen Reich durch dynastische Brüche – vor allem auf der Ebene der reichsunmittelbaren weltlichen Fürstentümer und kleineren Herrschaften. Hierzu werden zeitlich und räumlich vergleichend mehrere Fallbeispiele aus dem 14. und 15. Jahrhundert untersucht. Im Zentrum stehen dabei zum einen die Askanier, deren Herrschaft in der Mark Brandenburg in den ausgehenden 1340er Jahren mit dem Auftreten des so genannten „Falschen Woldemar“ spektakulär endete, sowie die Auswirkungen dieses dynastischen Bruches auf umliegende „Territorien“, insbesondere auf Pommern und Mecklenburg. Zum anderen werden der askanisch-welfische Konflikt um die Nachfolge im Fürstentum Lüneburg, der in den Lüneburger Erbfolgekrieg mündete, der Übergang der Grafschaft Tirol von den Görzern an die Luxemburger, Wittelsbacher und schließlich an die Habsburger sowie weitere dynastische Krisen aus dem 14. und 15. Jahrhundert unter Zugrundelegung des Konzeptes „Bedrohter Ordnungen“ betrachtet. Auf Reichsebene stellt die Frage nach dynastischen Brüchen darüber hinaus einen neuartigen Zugang dar, auf die Eigenheiten des Wahlkönigtums und die jeweilige Hausmachtpolitik der spätmittelalterlichen Könige in veränderter Perspektive zu blicken. Hier sind es insbesondere die Phasen befürchteten Aussterbens der luxemburgischen und habsburgischen Hauptlinien um die Mitte des 14. Jahrhunderts, die in den Blick genommen werden.

Vorträge

Tagungen, Workshops, Konferenzen

SFB 923-Filmreihe

Lehrveranstaltungen