Uni-Tübingen

Johanna Singer

Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Doktorandin)

Teilprojekt D03: Adel und Bürgertum. Arme Adlige zwischen konkurrierenden Gesellschaftsordnungen 1700 – 1900

Beruflicher Werdegang

Forschungsschwerpunkte

Dissertationsprojekt im Rahmen des SFB 923

Thema: Adel und Bürgertum. Arme Adlige zwischen konkurrierenden Gesellschaftsordnungen 1880–1914

Abstract: Das Teilprojekt "1880–1914" nähert sich dem Phänomen des "armen Adels" mit Hilfe einer thematischen Schwerpunktsetzung auf den verarmten weiblichen Niederadel. Dabei wird ein Vergleich zwischen Preußen und Südwestdeutschland angestrebt.

Im Kontext der Ordnungskonkurrenz zwischen Adel und Bürgertum soll zentral danach gefragt werden, inwieweit der Adel in der bürgerlichen Gesellschaft weiterhin auf seinen traditionellen Methoden der Positionsabsicherung beharrte. Dabei ist zu prüfen, inwieweit er sich andererseits zum Zweck des Statuserhalts gegenüber neuen, sich aus den Entwicklungen der bürgerlichen Gesellschaft ergebenden Strategien öffnete.

Diese übergeordnete Fragestellung wird am Beispiel armer weiblicher Adeliger verfolgt. Dabei erfolgt zunächst eine sozialhistorische Untersuchung von Ausmaß und Erscheinungsformen weiblicher Adelsarmut um 1900, an die sich in einem zweiten Schritt eine Analyse der Armutsbewältigungsstrategien der adeligen Frauen anschließt. Auf dieser Grundlage soll in einem dritten Schritt der Umgang des armen Adels mit der Konkurrenzsituation zum Bürgertum analysiert werden.

Als zentrale Quellen liegen der Arbeit Präbendengesuche (Aufnahmegesuche in adelige Damenstifte) sowie Bewerbungen um Unterstützungen aus privaten Stiftungen zu Grunde. Weitere Informationen werden in den Unterlagen verschiedener Vereine und Verbände erwartet. Adelige Wahrnehmung und der Umgang mit der Konkurrenzsituation zum Bürgertum werden anhand der einschlägigen Publizistik in zeitgenössischen Zeitschriften bearbeitet.

Publikationen

Vorträge

Tagungen, Workshops, Konferenzen

Lehrveranstaltungen