Uni-Tübingen

GIS Projekt Filme zur Seidenstrasse

erstellt von Katharina Jablockin, Maike Nowatzki und Angela Wendnagel

 

Im Zentrum dieses Projektes standen Dokumentationen und Reportagen, die sich aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln mit dem Thema "Seidenstrasse" auseinandersetzen. Die Informationen, die aus diesen Quellen zusammengetragen werden konnten, wurden schließlich in das GIS eingepflegt.

Quellen

 

1. Handel "vor der Seidenstraße"?

Filme: "Terra X - Schatzjagd an der Seidenstraße"

In der Taklamakan-Wüste wurden 3500-4000 Jahre alte Mumien gefunden, deren Gene nicht wie erwartetchinesisch, sondern europäisch sind. Außerdem entdeckten Wissenschaftler nicht-chinesischeMuster auf einer Grabbeigabe von Liu Fei, einem chinesischen Prinzen aus dem 3. Jh. v. Chr. DieseFunde lassen vermuten, dass es schon in der Zeit "vor der Seidenstraße" einen Austausch zwischenöstlicher und westlicher Kultur gab und die "Ur-Europäer" auf den Wegen Handel mit chinesischenVölkern betrieben, wo später die Seidenstraße entlang führte.

2. Die Seidenstraße als wirtschaftliche Kurbel

Filme: "Tschelnoki - die Schule des Überlebens" (russ."Челноки - школа выживания"), "The great apricot road", "Tadschikistans Plastikstraße"

Ähnlich wie zur Zeit der Seidenstraße fahren oder fliegen auch heute Menschen unterschiedlicher Herkunftund sozialer Schichten in andere Länder oder Städte, um dort Waren wie Pelz, Kleider, Lederjackenoder Fahrzeuge billig einzukaufen. Verkauft werden diese dann zu teureren Preisen auf anderenMärkten. Getrocknete Aprikosen beispielsweise ermöglichen die Existenz vieler Bauern in Kirgisistan,Tadschikistan und Usbekistan; die Früchte werden über Kasachstan auf Russlands Märkte gebracht unddort verkauft. Ein weiteres Beispiel ist der Handel in Tadschikistan (v.a. Murgab) mit Kunststoffwareaus China, die über den Pamir-Highway bzw. Kulma-Pass transportiert wird.

3. Die Seidenstraße als Touristenattraktion

Filme: "Entlang der Seidenstraße Teil 1-5", "Eine Sonderzugreiseentlang der Seidenstraße", "Chinas wilder Westen"

Reiseunternehmer bieten seit einigen Jahren diverse Touren entlang der Seidenstraße an: InteressierteTouristen können sowohl per Bus als auch mit dem Sonderzug oder sogar dem Fahrrad die Routen derSeidenstraße erkunden. Sightseeing-Stationen sind die früheren Handelszentren.

4. Drogenhandel an der Seidenstraße

Filme: "Den Tod im Gepäck - Heroin auf der Seidenstraße" (2001), "DieSeidenstraße - Heroinhighway nach Europa" (2015)

In Afghanistan hergestelltes Heroin kann einfach über die durch Flüsse und Gebirge unübersichtlicheund nur von schlecht ausgerüsteten Wachen gesicherte Grenze nach Tadschikistan geschmuggelt werden.Der Hauptumschlagplatz in Tadschikistan ist Duschanbe, von wo aus die Drogen nach Kirgisistanoder Europa weitertransportiert werden. Bis vor einigen Jahren galt die Polizei als korrupt und war oftin den Drogenhandel verwickelt; mittlerweile wird strenger gegen die Drogenmafia vorgegangen.

5. Chinas neue Seidenstraße

Filme: "Mit offenen Karten - Eine neue Seidenstraße?"

Die chinesische Regierung plant, eine "neue Seidenstraße" zum Ausbau der Handelsbeziehungen zunutzen. Geplant ist ein Netz von Infrastruktur auf Land- und Seewegen, das drei Kontinente bzw. 27 Etappenstädten verbinden soll. Das Ziel ist, China durch Ressourcen- und Grenzsicherung, enge Bindungan Handelspartner wie die EU und allgemeine wirtschaftliche Entwicklung wieder zum "Reich der Mitte" aufsteigen zu lassen.