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14.08.2026

Insekten & Mähmaschinen: Neue Technik soll Insekten bei der Grünland-Mahd retten

Forschende von Uni Hohenheim und Uni Tübingen wollen Insektensterben auf Wiesen deutlich verringern. Dafür erproben sie zwei neue Techniken: Bügel- und Gebläsescheuchen

Die Universität Hohenheim hat zwei neue Insektenscheuchen entwickelt, die Insekten vor dem Mähwerk aus der Gefahrenzone bringen und ihre Überlebenschancen erhöhen sollen.

Wenn das Mähwerk durchs hohe Gras fährt, beginnt für zahllose Insekten ein makaberer Wettlauf. Denn schaffen sie es nicht rechtzeitig aus der Gefahrenzone, werden sie vom Mähwerk erfasst und getötet. Millionen Insekten sterben so jedes Jahr bei der Mahd von Grünland. Auf den Versuchsfeldern der Universität Hohenheim in Stuttgart suchen Forschende deshalb nach Möglichkeiten, diese Verluste zu verringern und so die Artenvielfalt zu schützen. Ihre Idee: Insektenscheuchen, die Tiere unmittelbar vor den tödlichen Mähwerken aus der Gefahrenzone retten. Erste Ergebnisse stimmen optimistisch: Vor allem eine Gebläsescheuche scheint viele Insekten erfolgreich zu verscheuchen.

Grünland kann zu den besonders artenreichen Flächen zählen. Doch gerade hier sterben bei jeder Mahd Millionen Zikaden, Fliegen, kleine Wespen, Spinnen und andere wirbellose Tiere.

Dabei geht es nicht nur um das Überleben der Insekten: „Insekten stehen am Beginn der Nahrungskette vieler Tiere“, erklärt Prof. Dr. Johannes Steidle. „Das aktuelle Insektensterben führt unmittelbar dazu, dass zum Beispiel Vögel, Amphibien oder Fledermäuse keine Nahrung mehr finden.“

Kontakt für Medien

Prof. Dr. Johannes Steidle, Universität Hohenheim, Fachgebiet Chemische Ökologie
+49 711 459 23667, jsteidlespam prevention@uni-hohenheim.de 

Dr. Stefanie Erhardt, Universität Hohenheim, Fachgebiet Chemische Ökologie
+49 711 459 23764, stefanie.erhardtspam prevention@uni-hohenheim.de 

Prof. Dr.-Ing. Stefan Böttinger, Universität Hohenheim, Fachgebiet Grundlagen der Agrartechnik, 
+49 711 459 23200, boettingerspam prevention@uni-hohenheim.de