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17.11.2025
Ausgezeichnete Schülerinnen und Schüler beim Bundeswettbewerb Künstliche Intelligenz
Schlaganfälle schneller diagnostizieren, die Blackbox von Sprachmodellen öffnen oder Blutzuckerwerte schmerzfrei bestimmen – Gewinnerteams setzen mit KI-Projekten zukunftsweisende Impulse
Leo Blume aus Stralsund gewann am vergangenen Freitag mit ihrem Projekt “DEversAI“ den mit 1.500 Euro dotierten Hauptpreis beim diesjährigen Bundeswettbewerb Künstliche Intelligenz (BWKI). Die 17-jährige Schülerin will mit ihrem originellen Ansatz das Verhalten von Sprachmodellen erklärbar machen, indem Texte nicht nur vorwärts, sondern auch rückwärts entstehen. Ihr Ziel: die viel kritisierte KI-Blackbox öffnen, deren Prozesse transparenter machen und endlich verstehen. Neben der ungewöhnlichen Herangehensweise begeisterte die Jury die begleitende App der Schülerin, die es ermöglicht, seltene Einblicke in Sprachmodelle zu erhalten. Leo Blume erhält neben dem Geldpreis einen Praktikumsplatz beim Robotik- und Automationsunternehmen FANUC.
Zehn Teams von Schülerinnen und Schülern traten am 14. November beim Finale des siebten BWKI an, um ihre Projekte rund um Medizin, Alltag, Kultur oder Grundlagenforschung zu präsentieren. Erstmals fand das Finale im Museum für Kommunikation in Frankfurt am Main statt – einem Haus, das die Geschichte der Kommunikation mit den Technologien von morgen verbindet. Passend dazu widmet sich das Museum 2025 dem Schwerpunkt “Künstliche Intelligenz und Kommunikation”.
Mit dem Sonderpreis „AI for Good“ wurde Simon Ma aus Hannover für das Projekt „CHAD CTP“ geehrt. Der 18-jährige Schüler erhielt ein Preisgeld von 1.000 Euro. Sein KI-Modell wertet CT-Daten effizienter aus und beschleunigt damit die Schlaganfall-Diagnose. Sein Ziel: Die Anzahl der nötigen Scans halbieren und dadurch die Strahlenbelastung der Patientinnen und Patienten minimieren, bei gleichzeitiger Verbesserung des medizinischen Handlungsspielraums.
Den mit 750 Euro dotierten Sonderpreis „No risk, no fun!“ erhielt Peter Fuchs – ebenfalls aus Hannover – für das Projekt „Glucodastra“. Mit einem selbstentwickelten Fingersensor und KI-Modell kann der Blutzuckerwert ohne Pieks bestimmt und direkt auf dem Display abgelesen werden. Das schmerzfreie Messen vermeidet zudem unnötigen medizinischen Abfall. Für sein Projekt erhob der 17-jährige medizinische Daten in seinem Umfeld als Ausgangsbasis, um zukünftig mit mehr Daten Menschen mit Diabetes zu helfen.
Als Publikumsfavoriten gingen Andreas Haberl, Lukas Zapf, Valentin Raab und Alexander Röhrl von den Regensburger Domspatzen hervor. Mit ihrem Projekt „Choral Meets Machine Learning“ sicherte sich das Team aus Langquaid, Altendorf und Regensburg den mit 500 Euro dotierten Publikumspreis. Mithilfe von KI analysierten sie alte gregorianische Choräle und komponierten neue Werke im Stil der alten Meister. Damit verbinden die 18- bis 19-jährigen Schüler eine jahrhundertealte Musiktradition mit moderner Technologie.
Kontakt BWKI:
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Wissenschaftskommunikation Tübingen AI Center /
Bundeswettbewerb Künstliche Intelligenz
Kristina.laubespam prevention@uni-tuebingen.de
Telefon +49 7071 29-70878
Kontakt MfK:
Regina Hock
Museum für Kommunikation Frankfurt
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60596 Frankfurt
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Christfried Dornis
Leitung
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Pressereferent
Telefon +49 7071 29-76782
michael.pfeiffer@uni-tuebingen.de
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