Langzeitverhalten gekoppelter reaktiver Transportprozesse in tiefen hydrothermalen Reservoiren (LangRes)

Projektpartner

  1. Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR): Prof. Dr. Cornelius Fischer (Koordination)
  2. Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU): Prof. Dr. Thorsten Schäfer, Dr. Saeid Sadeghnejad
  3. Karlsruher Institut für Technologie (KIT): Prof. Dr. Philipp Blum, PD Dr. Kathrin Menberg
  4. Universität Greifswald: Prof. Dr. Laurence N. Warr, Dr. Georg Grathoff
  5. Universität Tübingen: Prof. Dr.-Ing. Olaf Cirpka, Dr. Tao Yuan
  6. TU Bergakademie Freiberg (TUBAF): Prof. Dr. Christoph Butscher, Dr. Reza Taherdangkoo

Laufzeit

Mai 2026 - April 2029

Doktorand im Projekt, Uni-Tübingen

Moloud Aghayarzadeh

Zusammenfassung

Bei der Nutzung tiefengeothermischer Reservoire führen gekoppelte Prozesse des reaktiven Trans-ports zu maßgeblichen Veränderungen der Reservoirqualität, die eine wirtschaftliche Nutzung ge-fährden können. Lösungs-, Fällungs- und Partikelverlagerungsprozesse können die initiale Permea-bilität entscheidend modifizieren. Der Verbund LangRes hat das Ziel, die prozessbezogene Prognosefähigkeit bei der Reservoirnutzung durch Simulationsrechnungen zu erhöhen. Hierzu kombinieren wir folgende Methoden: (i) Wir führen Durchfluss-Experimente mit natürlichen und synthetischen Materialien als gezielt veränderbare Sandsteinanaloga durch. (ii) Reservoir- und Systemdaten der Standorte Schwerin und Neustadt-Glewe (Mecklenburg-Vorpommern) werden systematisch mit den experimentellen Daten verglichen und ermöglichen ein grundlegendes chemisches und physikalisches Prozessverständnis. (iii) Die gewonnenen Ergebnisse münden sowohl in mechanistische als auch KI-basierte Modelle für prognostische Simulationsrechnungen, die Schlussfolgerungen für die Anwendung ermöglichen.