Bei der Nutzung tiefengeothermischer Reservoire führen gekoppelte Prozesse des reaktiven Trans-ports zu maßgeblichen Veränderungen der Reservoirqualität, die eine wirtschaftliche Nutzung ge-fährden können. Lösungs-, Fällungs- und Partikelverlagerungsprozesse können die initiale Permea-bilität entscheidend modifizieren. Der Verbund LangRes hat das Ziel, die prozessbezogene Prognosefähigkeit bei der Reservoirnutzung durch Simulationsrechnungen zu erhöhen. Hierzu kombinieren wir folgende Methoden: (i) Wir führen Durchfluss-Experimente mit natürlichen und synthetischen Materialien als gezielt veränderbare Sandsteinanaloga durch. (ii) Reservoir- und Systemdaten der Standorte Schwerin und Neustadt-Glewe (Mecklenburg-Vorpommern) werden systematisch mit den experimentellen Daten verglichen und ermöglichen ein grundlegendes chemisches und physikalisches Prozessverständnis. (iii) Die gewonnenen Ergebnisse münden sowohl in mechanistische als auch KI-basierte Modelle für prognostische Simulationsrechnungen, die Schlussfolgerungen für die Anwendung ermöglichen.