Fachbereich Geowissenschaften

Studieninhalte Master Geoökologie (alte Prüfungsordnung)

Der Masterstudiengang Geoökologie umfasst zwei Studienjahre (Regelstudienzeit) und kann sowohl im Winter- wie auch im Sommersemester begonnen werden.
Um eine interdisziplinäre geoökologische Ausbildung zu gewährleisten, werden jeweils mindestens 12 LP aus den Bereichen naturwissenschaftliche Geowissenschaften und
organismische Biologie sowie mindestens 6 LP aus einer fachübergreifenden integrierenden Veranstaltung gefordert.
Die Forschungsbereiche in der Geoökologie bieten Kernmodule an, wenn das Studium auf eine der vier Orientierungsrichtungen (Biogeochemie, Ökotoxikologie und Schadstoffforschung, Ökologie und Naturschutz, Paläoökologie und Paläoklima) fokussiert wird.
Durch die große Wahlfreiheit sind ein Auslandssemester oder ein Aufenthalt an einer anderen Universität einfach in den Studiengang zu integrieren. Ebenfalls möglich ist die Anerkennung eines externen Berufspraktikums.

Die Pflichtmodule Wissenschaftliches Arbeiten sowie Wissenschaftliches Präsentieren vermitteln fachübergreifende Schlüsselqualifikationen. Studierende können nach individueller Wahl Themen in den Forschungsbereichen bearbeiten. Dadurch werden frühzeitig methodische und konzeptionelle Kompetenzen erworben und eigene Erfahrungen bei der Durchführung einer wissenschaftlichen Arbeit gemacht, auch als Vorbereitung für die Masterarbeit.

Die Masterarbeit ist eine selbständige wissenschaftliche Arbeit über einen Zeitraum von 6 Monaten und wird zum Abschluss des Studiums angefertigt.

Orientierungsrichtungen
Orientierungsrichtung Biogeochemie

Die Orientierungsrichtung Biogeochemie vertieft das Verständnis für mikrobielle und geochemische Prozesse, welche die großen Stoffkreisläufe in der Biosphäre steuern. Die Ausbildung vermittelt neben einem fundiertem System- und Prozessverständnis gleicher-maßen auch Methodenkompetenz in modernen umweltmikrobiologischen und geochemischen Labor- und Feldtechniken. Es wird ein quantitativer Ansatz verfolgt, der sich an den Anforderungen aus Wissenschaft und Praxis orientiert.

Orientierungsrichtung Ökotoxikologie und Schadstoffforschung

Die Orientierungsrichtung Ökotoxikologie und Schadstoffforschung beschäftigt sich mit dem Verbleib und der Wirkung anthropogener Umweltchemikalien im Kontext natürlicher (Stress-)Bedingungen im Habitat. Hierbei werden detaillierte Aspekte der Umweltchemie relevanter Stoffgruppen (Exposition, Transformation) sowie deren Bioverfügbarkeit und Wirkung auf unterschiedlichen biologischen Ebenen (molekular bis ökosystemar) vermittelt.

Das Spektrum der Lehrveranstaltungen umfasst sowohl Grundlagenforschung (chemische Speziierung, Sorption, Stressreaktionen, Mikroevolution) als auch explizit anwendungsorientierte Thematik (analytische Nachweismethoden, standardisierte Wirktests, Umweltrecht).

Orientierungsrichtung Ökologie und Naturschutz

Which are the main abiotic and biotic factors determining patterns of distribution and abundance of organisms? How do these organisms coexist to form diverse communities? How can we manage this diversity sustainably, based on scientific principles?
Recommended modules (preliminary): We recommend all modules from biology and the geosciences that deal with understanding general ecological principles, and with management of natural resources and nature conservation. You find the complete list of possible modules in Biology (Major Evolution and Ecology) here.

Orientierungsrichtung Paläoökologie und Paläoklima

Die Erdgeschichte bietet eine einzigartige Perspektive, Wechselwirkungen zwischen der Evolution und der Anpassung von Organismen und Ökosystemen auf die Veränderungen in deren unbelebter Umwelt zu entschlüsseln. Ereignisse in der Erdgeschichte werden dabei als natürliche Experimente betrachtet, die wichtige Auskünfte über die Abschätzung der Folgen des Klimawandels und der abnehmenden Biodiversität liefern.

Die Orientierungsrichtung Paläoökologie und Paläoklima stellt eine Schnittstelle zwischen der Untersuchung aktueller und fossiler Ökosysteme dar. Durch die Kombination und die Verständnis beider Systeme wird die übergeordnete Problematik des Klima- und Umweltwandels erläutert und forschungsorientiert vermittelt. Der Fokus wird dabei auf neue Ansätze bei der Entschlüsselung und bei der Quantifizierung biotischer und abiotischer Interaktionen als auch auf die Bewertung von Steuerungsgrößen der Stabilität von Ökosystemen gelegt.

Weitere Informationen zu den Orientierungsrichtungen sind im Modulhandbuch dargestellt.