Kunsthistorisches Institut

18.10.2021

Einladung zum digitalen Werkstattgespräch: „Das ist Kunst – und kann nicht weg!“

Perspektiven auf Kunst am Bau an Universitäten vom 04.11., 13 Uhr - 05.11., 13 Uhr

Das Kunstgeschichtliche Seminar der Universität Hamburg, unterstützt von der Zentralstelle für wissenschaftliche Sammlungen der Universität Hamburg, das Museum der Universität Tübingen MUT, die Kustodie der TU Dresden und die Gesellschaft für Universitätssammlungen e.V. laden gemeinsam zum digitalen Werkstattgespräch zum Thema Kunst am Bau an Universitäten ein.

Kunst am Bau – obwohl bis in die Zeit der Weimarer Republik zurückgehend – ist ein noch immer unterbewertetes Phänomen an Universitäten. Insbesondere Hochschulareale, die ab den 1950er-Jahren entstanden, weisen eine Vielzahl solcher baugebundenen oder im öffentlichen Raum installierten und inszenierten Kunstwerke auf.

Sie prägen damit nachhaltig das Bild der Universität und berichten gleichermaßen von ihrer Institutionsgeschichte. Dabei spannt diese Kunstform einen äußerst heterogenen Raum auf. Die Kunstwerke werden zur Strukturierung des Campus eingesetzt: Sie dienen der Wegeführung, schaffen Orte der Kommunikation und bilden Orientierungspunkte. An Universitäten kommt zudem der Anspruch an einen speziellen Bezug zur Wissenschaft hinzu – inwieweit rekurrieren Materialien, Sujets und Topoi nicht nur auf die sie umgebende Architektur und den Stadtraum, sondern auch auf Forschung und Wissenschaft der dort arbeitenden Universitätsangehörigen?

Ebenso wie Kunst am Bau oder baugebundene Kunst als finanzielle Verpflichtung des Bauherrn definiert ist, braucht sie auch dauerhafte Pflege. Dies beginnt bei den Werken selbst, die vor Verschmutzung und Verfall über Vandalismus bis hin zu Diebstahl geschützt werden müssen – eine sowohl finanzielle Problematik als auch eine der Zuständigkeit(en). Doch auch der Aufstellungsort und -kontext müssen kontinuierlich im Blick bleiben, da sie sich häufig verändern.

Diese Aspekte verdeutlichen, dass von der Planung bis zur aktuellen oder zukünftigen Nutzung eine Vielzahl an Verantwortlichen beteiligt sind – Bauplanung, Flächenmanagement, Finanzverwaltungen von Land und Universität und schließlich die Nutzer:innen selbst.

Diese und weitere Themenkomplexe werden von Expert:innen unterschiedlicher Disziplinen ausgewählter Universitätsorte aus Ost- und Westdeutschland vorgestellt. Dabei sollen sowohl Projekte der Aufarbeitung einzelner Campusanlagen vorgestellt als auch historische und strukturelle Problematiken in sechs Sektionen diskutiert werden.

Anmeldungen werden bis zum 27.10.2021 per Mail entgegengenommen unter: christina.kuhlispam prevention@uni-hamburg.de.

Die Tagung wurde organisiert von: Christina Kuhli (Universität Hamburg), Gwendolin Kremer (TU Dresden) und Michael La Corte (Universität Tübingen), unterstützt von der Zentralstelle für wissenschaftliche Sammlungen der Universität Hamburg und in Kooperation mit der Gesellschaft für Universitätssammlungen e.V. 

Das Programm finden Sie hier.

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