Uni-Tübingen

Ausschreibung im Bereich Biologie, Lebenswissenschaften, Biologische Chemie

23.10.2025

BMFTR: Förderung internationaler Verbundvorhaben im Rahmen der Nationalen Bioökonomiestrategie „Nachhaltige Produktion und Nutzung von Biomasse“

Frist: 28. November 2025 (Dreistufiges Verfahren, Ideenskizzen)

Eine moderne Bioökonomie nutzt Schlüsseltechnologien wie die Biotechnologie, um biobasierte Lösungen für die Bewältigung globaler Herausforderungen bereitzustellen. Sie trägt damit zur technologischen Souveränität und zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit, zur Sicherung von Arbeitsplätzen und des Industriestandortes, aber auch zum Klima- und Ressourcenschutz bei. Forschung und Wissenschaft bilden die Grundlagen für bioökonomische Innovationen in unterschiedlichen Anwendungsfeldern und Wirtschaftssektoren. Angesichts der komplexen Herausforderungen durch die beteiligten Märkte und Wertschöpfungsnetzwerke muss die Umsetzung einer modernen, nachhaltigen Bioökonomie global gedacht werden. Neben nationalen Initiativen ist insbesondere die europäische Zusammenarbeit unverzichtbar, um den transnationalen Impakt der Bioökonomie zu steigern und ihr Potenzial zu nutzen.

Eine moderne Bioökonomie kann den Klimawandel und seine globalen Konsequenzen für Mensch, Umwelt und Wirtschaft positiv beeinflussen, indem sie fossile Ressourcen durch erneuerbare ersetzt und unvorteilhafte Auswirkungen auf Landnutzung und Ökosysteme minimiert. Zur Entfaltung ihres Potentials setzt die moderne Bioökonomie auf die Berücksichtigung und Einbeziehung natürlicher und erneuerbarer Materialkreisläufe. Sowohl Produktion als auch Nutzung von Biomasse sollen dabei hochwertiger und auch nachhaltiger gestaltet werden. Forschung und Innovation spielen dabei zentrale Rollen und betrachten beide Aspekte komplementär. Dabei müssen sowohl hohe Qualität der produzierten Biomasse als auch die Verlässlichkeit der Versorgung der Industrie mit Biomasse gewährleistet sein.

Moderne, leistungsfähige Pflanzenzüchtungsforschung kann im besonderen Maße dazu beitragen, verbesserte Nutzpflanzen für nachhaltige und widerstandsfähige Nahrungs- und Futtermittelsysteme zu liefern. Die Nutzung von Biomasse sollte die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft und Abfallminimierung berücksichtigen und die sichere Versorgung mit hochwertigen und erschwinglichen Lebensmitteln zu keiner Zeit in Frage stellen. So können zum Beispiel durch biotechnologische Ansätze zur Kaskadennutzung die Ressourceneffizienz gesteigert und Zielkonflikte minimiert werden.

Zuwendungsfähig sind Projektskizzen beziehungsweise Vorhaben zu den zwei thematischen Schwerpunkten der englisch-sprachigen Bekanntmachung, die im Internetportal des Green ERA-Hub unter http://www.submission-greenerahub.eu publiziert ist. Dies sind die Themen:

  • A – Pflanzenzüchtung für verbesserte Resilienz und Gesundheit von Nutzpflanzen, Umwelt und Boden
  • B – Biotechnologische Ansätze zur Verbesserung der Biomassenutzung

Das Antragsverfahren ist dreistufig angelegt.

  • Erste Stufe: Registrierung zur Einreichung von Ideenskizzen (Pre Proposal)
    Die Einreichungsfrist ist der 28. November 2025 (12 Uhr MEZ).
  • Zweite Stufe: Vorlage und Auswahl von Projektskizzen (Full Proposal)
    Die Einreichungsfrist ist der 25. März 2026 (14 Uhr MESZ).
  • Dritte Stufe: Vorlage förmlicher Förderanträge und Entscheidungsverfahren

Mehr Informationen:
https://www.bmftr.bund.de/SharedDocs/Bekanntmachungen/DE/2025/09/2025-09-26-bekanntmachung-biooekonomie.html