Uni-Tübingen

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09.03.2026

Barbara Huber für wegweisende Forschung in der Analyse von Düften vergangener Zeiten ausgezeichnet

Early-Stage Scientist Award der Europäischen Chemischen Gesellschaft geht an Tübinger Wissenschaftlerin

Preisträgerin Barbara Huber

Barbara Huber vom Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters der Universität Tübingen erhält den Early-Stage Scientist Award 2026 der Sektion „Chemistry for Cultural Heritage“ der Europäischen Chemischen Gesellschaft. Die Postdoktorandin in der Arbeitsgruppe Archäometrie wird damit für ihre herausragenden Beiträge zur biomolekularen Archäologie und der Chemie von Düften und Gerüchen vergangener Zeiten ausgezeichnet.

Hubers Arbeit in der biomolekularen Archäologie zeichnet sich durch innovative Metabolomik-basierte Ansätze aus, mit denen die Wissenschaftlerin organische Überreste analysiert. Diese Methode ermöglicht es, Gerüche, Düfte, Balsame sowie Heil- und psychoaktive Pflanzen der Vergangenheit aus stark degradierten archäologischen Materialien zu rekonstruieren. Indem sie die chemischen Signaturen von Duftstoffen identifiziert, gibt Huber mit ihrer Arbeit neue Einblicke in rituelle, kosmetische, medizinische und wirtschaftliche Traditionen alter Gesellschaften und erweitert die analytischen Grenzen der Chemie, die sich mit kulturellem Erbe auseinandersetzt.

Der Early-Stage Scientist Award wird alle zwei Jahre an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler vergeben, die innovative Forschung an der Schnittstelle von Chemie, Technologie, Gesellschaft und kulturellem Erbe betreiben. Die offizielle Preisverleihung findet wird im Juni im Rahmen der Konferenz „Chemistry for Cultural Heritage 2026” in Bled, Slowenien, statt, bei der Barbara Huber die Early-Stage Scientist Award Lecture halten wird.