Exzellenzinitiative

Exzellenzstrategie

Die Universität wird auch künftig zu den exzellenten Forschungsstandorten in Deutschland gehören. Ihr Konzept Research – Relevance – Responsibility, mit dem die Universität bereits 2012 den Exzellenzstatus erlangen konnte, wurde um den Zusatz Open to New Challenges and a Global Scope of Action erweitert. Damit soll der Anspruch der Universität betont werden, nicht nur den eingeschlagenen Weg fortzusetzen, sondern auch neue strategische Ziele in einem internationalen Forschungskontext zu verfolgen. Die Leitprinzipien der vergangenen Runde – Culture of Cooperation and Commitment stellen weiterhin die Grundlage unserer Zusammenarbeit innerhalb der Universität und mit unseren außeruniversitären Partnern im Tübingen Research Campus sowie weltweit dar und sollen sicherzustellen, dass Tübingen sich dauerhaft als herausragender Wissenschaftsstandort mit internationaler Sichtbarkeit behaupten kann.


Fünf Ziele

Konkret hat sich die Universität für die kommende Förderphase der Exzellenzstrategie fünf übergeordnete Ziele gesetzt:

  1. Forschungsexzellenz stärken: Wir wollen den Spirit of Excellence in der gesamten Universität verankern und weltweit renommierte Spitzenforscherinnen und Spitzenforscher rekrutieren. Auf diese Weise soll die Universität Tübingen langfristig als eine der besten Forschungseinrichtungen weltweit etabliert werden.
  2. Kollaboratives Forschungsumfeld weiterentwickeln: Die Universität wird ihre erstklassige Infrastruktur ausbauen und Netzwerke bilden, um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Forschungsgebiete zu erhöhen.
  3. ChangeAbility sichern: Wir wollen die Universität flexibel und handlungsfähig halten, um ausgewählte neue Forschungsparadigmen sowie technologische und gesellschaftliche Entwicklungen rasch und zielstrebig aufgreifen zu können.
  4. Global Awareness in Forschung und Lehre fördern: Wir wollen allen Mitgliedern der Universität und insbesondere unseren Studierenden die Möglichkeit bieten, ein hohes Maß an interkultureller Kompetenz sowie Lösungskompetenz für die enormen ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit zu erwerben, um sich so als verantwortungsbewusste Akteurinnen und Akteuren in einer globalisierten und vernetzten Welt verhalten zu können.
  5. Gesellschaftliches Engagement ausweiten: Die Universität will relevante Beiträge zu aktuellen Debatten leisten und neue Formen der Wissenschaftskommunikation, der Öffentlichkeitsarbeit und des Wissenstransfers fördern.

Zentrale Maßnahmen

Zur Umsetzung ihrer strategischen Ziele wird die Universität zentrale Maßnahmen ergreifen, die teils bestehende Strukturen fortführen und ausbauen sowie neue Strukturen etablieren werden:

  • Plattformen: Die vier etablierten Plattformen werden nach fünf Jahren erfolgreicher Arbeit inhaltlich neu ausgerichtet.

  • Core Facilities: Die drei bereits bestehenden Core Facilities Zentrum für Quantitative Biologie (QBIC), Zentrum für Licht-Materie-Interaktion, Sensoren & Analytik (LISA+) und eScience Center werden um zwei neue Core Facilities erweitert: die Tübingen Structural Microscopy (TSM) und das Zentrum für empirische Methoden.

  • College of Fellows: Die Universität wird ein College of Fellows für internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gründen und damit innovative Lehre und Forschung fördern. Das College richtet sich an Postdocs sowie Professorinnen und Professoren und soll bereits bestehende interdisziplinäre Angebote erweitern.

  • Global Awareness Education Program: Die Universität wird ihr überfachliches Lehrangebot für Beschäftigte und Studierende mit Kursen zum Erwerb interkultureller Kompetenz ausbauen. Erweitert wird zudem das Angebot unseres Studium Oecologicum, um den mit dem Klimawandel einhergehenden ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen Rechnung zu tragen. So wollen wir den Erfordernissen einer sich zunehmend globalisierenden Welt gerecht werden.