Exzellenzinitiative

ZNS-Met

Individualisierung der Therapie von Patienten mit Metastasen im Zentralnervensystem

Metastasen im Zentralnervensystem (ZNS) sind die häufigsten neuroonkologischen Raumforderungen, meistens von Bronchialkarzinomen, Mamma-Karzinomen oder Melanomen. Die Häufigkeit von ZNS-Metastasen steigt nicht zuletzt aufgrund der verbesserten Kontrolle und Überlebenszeit der soliden Primärtumoren außerhalb des ZNS durch moderne zielgerichtete Therapieverfahren. Die molekularen Grundlagen der ZNS-Metastasierung sind dahingegen weitgehend unverstanden, so dass hypothesen-gesteuerte kausale Therapiekonzepte in der Regel nicht möglich sind.

Die Hochdurchsatzverfahren (Proteomik, Genomik, Transkriptomik) und deren bioinformatische Auswertung bieten die Möglichkeit diese Wissenslücke zu schließen. Die Erstellung personalisierter, integrativer Datensätze für jeden Patienten, in denen Informationen aus diesen Quellen zusammenfließen, können relevante, onkogene Signalwege aufzeigen und mögliche therapeutische Ziele identifizieren. Eine kombinierte Therapie, die gezielt auf diesen molekularen Veränderungen basiert und auf die Nutzung patienten-individualisierter, integrativer Hochdurchsatzanalysen abzielt sowie gleichzeitig das Immunsystem gegen den Tumor mobilisiert, wäre eine vielversprechende nachhaltige Strategie, nicht zuletzt deswegen, weil bei vielen Patienten multiple ZNS-Metastasen mit zusätzlicher Meningeosis neoplastica auftreten, so dass lokale neurochirurgische oder strahlentherapeutische Maßnahmen nicht greifen können.

Zentrale Ziele