Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung

Aktuelles

24.11.2015

Mit Kultusminister Stoch im Gespräch

Hector-Kinderakademien aus ganz Baden-Württemberg beim „Tag der Wissenschaft“

Laborexperimente durchführen, „Mathematik zum Hören“, über Naturwissenschaften sprechen: Das sind nur einige der Kursthemen für (hoch-)begabte Grundschulkinder, welche die 61 Hector-Kinderakademien in Baden-Württemberg anbieten und die am Montag beim „Tag der Wissenschaft“ in der Stuttgarter Liederhalle vorgestellt wurden. So konnten sich die rund 200 Teilnehmer aus ganz Baden-Württemberg an Informationsständen im Foyer der Liederhalle über die an den Akademien angebotenen Kurse informieren. Kultusminister Andreas Stoch machte sich vor Ort ein Bild vom breiten Förderungsangebot: „Mit Ihren Kursangeboten bereichern Sie die Begabtenförderung hier in Baden-Württemberg“, wandte er sich direkt an die Kursleiter und Geschäftsführer aus den Hector-Kinderakademien. „Beim Rundgang konnte ich das Herzblut spüren, mit dem Sie bei der Sache sind. Talente zu fördern und Forschergeist zu wecken, ist durch Ihr großes Engagement in besonderer Weise gelungen.“


Seit einigen Jahren rückt die Erkenntnis, dass bereits an den Grundschulen vermehrt spezifische Angebote für begabte und hochbegabte Kinder angeboten werden sollten, stärker ins Bewusstsein von Eltern, Lehrkräften und Bildungsadministration. Allerdings fehlte es bislang an guten Konzepten für eine flächendeckende Umsetzung und die entsprechenden finanziellen Möglichkeiten. Die 2010 eingeführten Hector-Kinderakademien, deren Arbeit von der Hector Stiftung II finanziert und vom Kultusministerium Baden-Württemberg organisiert wird, „stehen für ein deutschlandweit einzigartiges Angebot an Kursen für begabte Grundschulkinder, deren Effektivität wissenschaftlich überprüft wird“, so Professor Ulrich Trautwein, Direktor des Hector-Instituts für Empirische Bildungsforschung (HIB) der Universität Tübingen.


In einem Podiumsgespräch beleuchteten Minister Stoch, Professor Marcus Hasselhorn, Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), Uwe Bleich, Vorstand der Hector Stiftung II, und Stella Walter, Leiterin der Hector-Kinderakademie Efringen-Kirchen, aus ihrer jeweiligen Perspektive die Chancen und Herausforderungen der Begabtenförderung. Stoch betonte dabei, wie wichtig es sei, „dass wir die Kinder in ihren unterschiedlichen Bedürfnissen und Interessen so fördern, dass sie das Lernen in der Schule als etwas Bereicherndes empfinden.“ Die Hector-Kinderakademien seien ein Lehrbeispiel dafür, dass Dinge, die über den Unterricht hinausgehen, auf größeres Interesse stoßen. Sie könnten daher Anregungen geben, wie man bestimmte Inhalte anders vermitteln kann.


Bereits seit 2012 veranstalten das Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung und das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung, die mit der wissenschaftlichen Begleitung der Hector-Kinderakademien beauftragt sind, jährlich den Tag der Wissenschaft, um den Austausch zwischen Forschung und Praxis zu fördern.

Zum Tag der Wissenschaft 2015 berichtet das Nachrichtenportal für die Metropolregion Rhein-Neckar.

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